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Ressort: Behindertensport | Datum: 3.2.12 9:07 | La Molina (ESP) | fb

Erster Weltcup-Podestplatz für Prettner

Nach Monoskiläufer Roman Rabl stand gestern auch der sehbehinderte Christoph Prettner in La Molina (ESP) erstmals auf dem Weltcuppodest. Der Zollbeamte aus Innsbruck fuhr im Riesentorlauf gemeinsam mit seinem Guide Andreas Heinz-Erian auf Platz drei.

Der Tiroler Christoph Prettner (vorne Guide Andreas Heinz-Erian) fuhr gestern erstmals in seiner Karriere auf das Weltcuppodest. (Fotos: Michael Knaus)

"Lässig! Ich bin froh, dass ich jetzt auch im Weltcup angeschrieben habe, denn schön langsam scheint es das ganze Team geschafft zu haben. Ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden, vielleicht wäre im ersten Durchgang noch etwas mehr gegangen, allerdings war der Lauf sehr schnell und direkt gesteckt, was das Ausfallrisiko erhöht. Danke an meinen treuen Guide Andreas Heinz-Erian, der mich nun doch schon einige Zeit aushalten muss und ich bin froh, ihn bis Sotchi 2014 an meiner Seite haben zu dürfen. Es ist ein weiterer Erfolg für uns beide und ich bin mir sicher, das war nicht der letzte", so Christoph Prettner nach der Preisverleihung.

zu den Ergebnissen

Das Podest der sehbehinderten Herren: (v.l.) Redkozubov Valery (RUS), Santacana Yon (ESP) und Prettner Christoph (AUT)

Sein ebenfalls aus Innsbruck stammender Guide Andreas Heinz-Erian: „Christoph ist ein super Typ und ich gönne es ihm sehr, dass wir endlich am Podium stehen. Er arbeitet sehr hart daran und vor allem im skitechnischen Bereich haben wir viel weitergebracht. Zur absoluten Spitze fehlt trotzdem noch sehr viel. Wie man sich vorstellen kann, ist es ohne eine visuelle Wahrnehmung um einiges schwerer sich skitechnisch weiter zu entwickeln oder sich auf unterschiedliche Verhältnisse, wie sich ständig ändernde Pistenbedingungen, Wetterbedingungen oder Kurssetzungen einzustellen. Es wird auch sehr viel im koordinativen Bereich und dem Thema Wahrnehmung gearbeitet. Im nächsten Sommer möchten wir mit der sogenannten AVWF-Methode anfangen, um die Körperspannung etwas besser in den Griff zu bekommen. Eine weitere Verbesserung könnte das Trainingssystem Skiers Edge bewirken, wo wir ebenfalls zur Zeit am Anfang stehen."

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