Ressort:
Breitensport | Verband | Datum: 3.2.11 10:56 |
Innsbruck, Tirol | fb
Der Skiinstruktor - die Grenzen klar im Blick!
Vor bereits fünf Jahren wurde der erste Alpinkurs für Skiinstruktoren abgehalten und wird seit dieser Zeit von den Instruktoren gestürmt! Kein Wunder, denn dieser von der BSPA Wien durchgeführte Ausbildungskurs findet in der Bundessportakademie St. Christoph am Arlberg statt. Der ideale Ausgangspunkt um Themen "Bewegen im freiem Skiraum", "Lawinenkunde" und "Schneekunde" in anschaulicher Weise zu unterrichten.

Im Ernstfall Leben retten. Zu den Schwerpunkten der Ausbildungstage am Arlberg zählen auch unzählige LVS-Übungen.
Bereits in der Ausbildung zum Skiinstruktor werden fundierte Kenntnisse über Schnee- und Lawinenkunde vermittelt. Die Alpinausbildung setzt als weiterführende Ausbildung auf den bereits erlernten Themen auf und bietet eine sowohl theoretische als auch praktische Vertiefung. Der Zusatznutzen dieser Ausbildung liegt in der intensiven Beschäftigung mit Themen, die im Ernstfall Leben retten können oder auch einen Ernstfall verhindern können.
Den Ernstfall verhindern. Durch wesentlich erweiterten Wissensstand über die Gefahrensituationen im alpinen Gelände und im freien Skiraum. In der Ausbildung ist ein Schwerpunkt die Prävention von kritischen Situationen im alpinen Gelände und freiem Skiraum, d.h. es wird neben dem theoretischen Wissen über Lawinenkunde, Schneekunde, Orientierung und Führen von Gruppen auch das richtige anwenden dieser Kenntnisse vermittelt.
Im Ernstfall Leben retten. Ein Schwerpunkt der Ausbildungstage am Arlberg. Rettungskunde, Erste Hilfe und selbstverständlich unzählige LVS (Lawinenverschütteten Suchgerät) Übungen, bei denen nicht nur die situationsgerechte und rasche Suche nach Lawinenabgängen, sondern auch die Bergung, Einleitung von Erste Hilfe Maßnahmen und vor allem das richtige Verhalten für Suchmannschaften, geübt werden.
Diese Ausbildung ist ein wirkliches MUSS für jeden engagierten Skiinstruktor, der mit Gruppen im hochalpinen Gelände unterwegs sein möchte. Selbst wenn auf gesicherten Pisten und auf gekennzeichneten Skirouten gefahren wird ist das zusätzliche Wissen nützlich, um in Ernstfällen schnell und vor allem richtig zu handeln.
Vor allem ist es eine hervorragende Möglichkeit um die Bewußtseinsbildung und Wissenserweiterung für sich selbst und damit für unsere „Kunden“ bieten zu können.
Alpin Kurs 2011 - anmelden unter
BSPA Wien
Skivergnügen im freien Skiraum! – aber nicht im rechtsfreien Raum!
Gedanken zur Absicherung von Schadensrisiken im Zuge der Ausübung des Skisports auf der Piste, aber auch im freien Skiraum:
Welcher begeisterte Skifahrer träumt nicht von unverspurten Tiefschneehängen, die sich verlockend im gleißenden Sonnenlicht präsentieren? Groß ist die Lust im Gelände Kurven in den Powder zu ziehen, eigene Spuren im Tiefschnee zu hinterlassen. Auch in den vielen, durch die Vereine organisierten und durch die Skiinstruktoren betreuten Skitage und Wintersportwochen, werden solche beschriebenen Schneeverhältnisse zu unvergesslichen Erinnerungen. Trotz dem aufkommenden Gefühl der unendlich scheinenden Freiheit, sollte man bei solchen Ausflügen in den freien Skiraum auch die damit verbundenen Risiken und Gefahren im Auge behalten. Was ist nun gemeint?
Es bedarf einer großen Erfahrung und auch fundierter Ortskenntnis, um Situationen vor Befahrung des freien Schiraums einschätzen zu können. Einzelspuren in einem Hang bedeuten nicht, dass er sicher ist. Die äußeren Umstände, wie zum Beispiel die Lawinensituation, Windeinwirkung, Sonneneinstrahlung uvam. sind immer aufs Neue zu beurteilen.
Gefahren vermeiden. Weder sich selbst noch andere gefährden.
Um diese Risiken zu minimieren gibt es eine Vielzahl von organisierten und geführten Skitagen, unter der Führung von Skiinstruktoren. Diese bestens ausgebildeten Skibegleiter, sind in der Lage die bestehende Risikosituation auch im freien Schiraum zu erkennen und einzuschätzen. Durch die umfassende Ausbildung sind sie auch geschult das Können der Gruppenteilnehmer zu beurteilen, die Gefahren zu erkennen und somit auch das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren.
Es ist jedenfalls empfehlenswert Vorsorge zu treffen, indem durch eine ÖSV Mitgliedschaft auch automatische eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wird. Diese Versicherung ist im jährlichen ÖSV Mitgliedsbeitrag mit eingeschlossen. Genaue Details zum Leistungsumfang der Versicherung erhaltet ihr auf der ÖSV Homepage.
FIS-Verhaltensregeln
Die FIS –Verhaltensregeln sind ein Wegweiser für alle Skisportler für die gemeinsame Benutzung der Skipisten. Dies gilt gleichermaßen für die gesicherten Pistenbereiche, als auch für den freien Schiraum.
Für Teilnehmer einer Skigruppe, die von einem staatlich geprüften Skiinstruktor geleitet wird, ist es verpflichtend, den Anweisungen der Skiinstruktoren Folge zu leisten. Widersetzt sich ein Gruppenteilnehmer und fährt gegen eine Anweisung des Skiinstruktors zum Beispiel in den freien Skiraum ein, riskiert der Teilnehmer den Verlust jeglichen Versicherungsschutzes.
Im Sinne von Happy Skiing – verantwortungsvoll und kooperativ.
Weiterentwicklung durch Information und Koordination.
Nicht stehenbleiben. Nach vorne schauen! - ist das Bemühen bei den Koordinationsveranstaltungen in den Landesreferaten. So ist es im Referat Lehrwesen des Landesskiverbandes OÖ mittlerweile schon Tradition und ein Highlight zu Saisonbeginn – die Informationstagung auf der Edtbauernalm in Hinterstoder.

Alle 19 Prüfungskandidaten haben den Eignungstest für die staatliche Instruktorenausbildung bestanden.
Die Schwerpunktthemen „Skilauf 60+“ , sowie alpine Gefahren samt Wetterkunde und -informationen und Flugrettung als auch die erfolgreichen Nachwuchsarbeit lockten 100 Teilnehmer, bestehend aus Neueinsteigern, Aufnahmeprüflingen, Übungsleitern und Instruktoren in das Landesjugend- und Gästehaus. Strahlendes Wetter und beste Pistenbedingungen bildeten den idealen Rahmen für ein gelungenes Wochenende.
Das Thema „Skilauf 60+“ präsentiert von Mag. Daniel Holnsteiner unterstreicht die Bemühungen für eine nicht zu übersehbare Zielgruppe. Der österreichische Skilehrweg samt Eigenkönnen verbessern rundete das Pistenprogramm ab.
Highlights waren die praktischen Unterweisungen und Präsentationen durch die Flug- und Bergrettung. Besonderer Dank dafür an die Flugeinsatzstelle der Polizei in Hörsching und der Bergrettung Hinterstoder unter der Leitung von Horst Humpelsberger Abtl. Inspektor der Polizei Hinterstoder und Vorderstoder für deren Einsatz.
Mit den Fachvorträgen über die Einschätzung alpiner Gefahren von Mag. Norbert Altenhofer, EU-Experte für Katastrophenschutz National und International und Mag. Bernhard Niedermoser, Meteorologe Nationaler Wetterdienst (ZAMG) bekam die Veranstaltung ihren Höhepunkt im Vortragssaal. Im Rahmen des bevorstehenden Weltcups in Hinterstoder zeigte BM Ing. Peter Schoisswohl seinen Film „25 Jahre Weltcup im Stodertal".
Abschließend kann mit Stolz hingewiesen werden, dass alle 19 Prüfungskandidaten den Eignungstest für die staatl. Instruktorenausbildung bestanden haben.
Aufgrund dieser umfangreichen Informationen sind unsere Instruktoren und Übungsleiter für ihre Arbeit in den Vereinen bestens gerüstet. Konsulent Hans Ressler bedankte sich beim Ausbildungsteam des LSVOÖ und allen Mitwirkenden für deren Einsatz und wünscht eine schöne und unfallfreie Skisaison 2010/2011.
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