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Ressort: Datum: 7.1.12 23:30 | St. Johann in Tirol/Oberndorf | khw

Patrick Koller musste für Finale passen

Vier Top-Ten-Plätze durch Patrick Koller (4.), Andy Matt (6.), Thomas Zangerl (8.) und Christoph Wahrstötter (9.) fuhren die ÖSV-Herren beim ereignisreichen Heimweltcup in St. Johann in Tirol/Oberndorf heraus. Bei den Damen belegte Andrea Limbacher als beste Österreicherin Rang sieben.

Patrick Koller wurde im Semifinale von Christopher Delbosco förmlich "abgeschossen" und konnte zum Finale nicht mehr antreten. (Foto: GEPA)

Der extrem anspruchsvolle Kurs auf dem Bauernpenzinghang und schwierige äußere Bedingungen aufgrund starken Schneefalls verlangten den Athleten beim dritten Weltcuprennen dieser Saison alles ab. In einen der zahlreichen Zwischenfälle war auch Patrick Koller verwickelt, der im Semifinale auf Platz zwei liegend auf den letzten Metern vor dem Ziel vom Kanadier Christopher Delbosco noch dermaßen heftig attackiert wurde, dass es zu einer Kollision kam und beide schwer stürzten.

Koller fuhr zwar noch zum Start, verzichtete dann jedoch auf das Finale, da der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung beim Tiroler bestand. Bei einer Untersuchung im Krankenhaus St. Johann bestätigte sich diese Erstdiagnose, zudem erlitt Koller eine Schädelprellung.

Andy Matt und Thomas Zangerl vergaben die Chance auf einen Stockerlplatz im ersten Halbfinal-Heat, in dem das ÖSV-Duo gegen Alex Fiva (SUI) und Brady Leman (CAN) den Kürzeren zog. Fiva holte sich vor Leman am Ende auch den Sieg, Dritter wurde der Deutsche Daniel Bohnacker.

Andy Matt (blaues Trikot) hatte ebenso wie seine Konkurrenten mit den schwierigen Bedingungen am Bauernpenzing zu kämpfen. (Foto: GEPA)

Die Final-Platzierungen der weiteren Österreicher: 24. Robert Winkler, 28. Thomas Harasser, 30. Daniel Riegler. Katrin Ofner scheiterte bei den Damen in der Auftaktrunde und wurde Zwölfte. Der Sieg ging an Ophelie David (FRA) vor Anna Wörner (GER) und Alizee Baron (FRA).

*** Stimmen: ***

Andy Matt (6.): "Im Semifinale bin ich etwas in den Tiefschnee gekommen, damit war die Chance auf das Finale dahin. Aber vom Speed her hat das schon gepasst. Der dichte Schneefall hat es heute extrem schwierig gemacht. Wenn man hinten nachgefahren ist, hat man nichts mehr gesehen und musste sich ganz auf sein Gefühl verlassen."

Thomas Zangerl (8.): "Ich bin froh, dass ich nach den zwei verpassten Qualifikationen in Innichen hier wieder in die Top Ten gefahren bin. Im Semifinale war ich Zweiter, als ich bei einem Sprung zu weit nach links gekommen bin und dann das nächste Tor nicht mehr erwischt habe. Auch im kleinen Finale bin ich auf Platz zwei gelegen, doch dann musste ich nach einem harten Duell mit Delbosco in den Schnee. Der achte Platz ist trotzdem richtig gut für mein Selbstvertrauen."

Thomas Zangerl (rotes Trikot) erreichte nach zwei verpassten Qualifikationen in Innichen beim Heimrennen den achten Rang. (Foto: GEPA)

Christoph Wahrstötter (9. / bestes Weltcup-Resultat): "Ich habe im Achtelfinale gut gekämpft und war auch in der zweiten Runde knapp am Aufstieg dran. Mein erster Top-Ten-Rang im Weltcup gibt mir viel Auftrieb für die nächsten Rennen."

Andrea Limbacher (7.): "Ich hätte mir für mein Heimrennen etwas mehr erwartet. Im Semifinale habe ich leider den Start nicht optimal erwischt, und im kleinen Finale bin ich im Kampf um die Führung gestürzt. Immerhin war ich bei allen drei bisherigen Saisonrennen unter den Top 7."

Andrea Limbacher (ganz rechts) landete beim dritten Saisonrennen zum dritten Mal in den Top 7. (Foto: GEPA)

Resultat Herren | 7.1.2012
Resultat Damen | 7.1.2012


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