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Ressort:
Skispringen | Datum: 4.3.10 14:02 |
Ramsau, Steiermark
Adler testen neues Bindungssystem
Nachdem Simon Ammann bei den Olympischen Spielen in Vancouver ein neues Bindungssystem zum Einsatz gebracht hat, können nun auch Österreichs Skispringer für die abschließenden Weltcupbewerbe auf eine Neuerung zurückgreifen.
 | Auch Andreas Kofler setzte beim Bindungstest
in Ramsau auf das Know-how von "Daniel
Düsentrieb" Bastian Kaltenböck. (F: F. Kotlaba) |
Heute wurde das neue System von der ÖSV-Weltcupmannschaft in der Ramsau getestet. Die ersten Reaktionen fielen durch die Bank sehr positiv aus. Die weiterentwickelte Bindung könnte bereits am kommenden Wochenende in Lahti zum Einsatz kommen.
Bastian Kaltenböck, der mit dieser Saison seine Karriere als aktiver Springer beendet, unterstützt das Team dabei als Berater. Kaltenböck hatte mit einem findigen Tüftler bereits im Herbst 2007 ein ähnliches Bindungssystem entwickelt und stellt seinen Teamkollegen nun seine Erfahrungswerte zur Verfügung.
Thomas Morgenstern, der technischen Neuerungen generell sehr aufgeschlossen gegenübersteht, sprang dabei mit dem größten Elan auf das neue System an: „Mir hat es vom ersten Sprung an extrem gut getaugt. Mit der neuen Bindung kann man sicher noch das eine oder andere Potential erschließen. Bereits auf der kleinen Schanze, hier in Ramsau am Dachstein kann man einen positiven Effekt spüren."
Gregor Schlierenzauer: „Wenn du das erste Mal mit der gekrümmten Koppelstange springest, spürst du sofort, dass da ein enormes Potential drinnen liegt. Trotzdem muss man immer das Gesamtpaket im Auge behalten. Ich möchte das neue Bindungssystem noch ein paar Mal testen, dann werden wir sehen, ob ich auf Altbewährtes oder Innovation setzen werde."
Andreas Kofler: „Ich bin generell ein Typ, der gerne sein Material optimiert und kleine Neuerungen ausprobiert. Bastian Kaltenböck steht uns mit seinem Know-how zur Seite und ich bin mir sicher, dass wir für die letzten Weltcups und die Skiflug-WM auf dem Materialsektor gute Arbeit leisten. Auf jeden Fall macht es mir Spaß, neue Dinge zu entwickeln und die Spannung bei den ersten Testsprüngen ist auch ein interessanter Nervenkitzel."
Wolfgang Loitzl: „Leider bin ich heute generell nicht so gut gesprungen, wie ich mir das wünschen würde, darum ist es auch schwierig, genauer über das neue System zu urteilen. Trotzdem konnte ich bei einigen Sprüngen den positiven Effekt genießen. Ich bin generell gespannt, was sich die einzelnen Nationen auf diesem Gebiet einfallen lassen. In Lahti wird es sicher einiges zu sehen geben."
Die ÖSV-Adler trainieren noch bis Donnerstag in Ramsau am Dachstein. Am Donnerstagnachmittag fliegt das Team von Alexander Pointner nach Finnland. In Lahti findet am Samstag ein Teambewerb statt. Am Sonntag startet dann das Nordic Tournament mit einem Einzelbewerb. Weitere Stationen sind Kuopio, Lillehammer und Oslo.
Für den ÖSV werden beim Nordic Tournament die fünf Olympiastarter und Manuel Fettner sowie David Zauner an den Start gehen.
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