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Ressort: Skispringen | Datum: 3.2.12 17:30 | Hinzenbach | flo

Iraschko springt im Training Höchstweite

Bei idealen Bedingungen absolvierten heute die Skisprung-Damen ihr erstes Training auf der neu errichteten Sprunganlage in Hinzenbach (OÖ) wo am Samstag und Sonntag der erste Damen-Weltcup in Österreich in Szene geht.

Daniela Iraschko wartete mit einer Höchstweite von 91 m auf. (Foto: GEPA)

Der ÖSV ist mit insgesamt fünf Sportlerinnen (Roider, Keil, Seifriedsberger, Iraschko und Schoitz) nach Hinzenbach angereist. Sonja Schoitz, die am Sonntag 5. Februar ihren 15. Geburtstag feiert, darf aufgrund ihrer Jugend erst im letzten Bewerb an den Start gehen. In der morgigen Konkurrenz geht sie als Vorspringerin über den Bakken. Den „Heimvorteil" voll nützen konnte Weltmeisterin Daniela Iraschko, die sich von Sprung zu Sprung kontinuierlich steigerte, und mit 91 Metern den weitesten Sprung des Tages zeigte. Höchstweite im ersten Durchgang erzielte Lokalmatadorin Jacqueline Seifriedsberger mit 86,5 Meter. Stark auch die Deutsche Ulrike Grässler, die mit 89 m die zweithöchste Weite des Tages erzielte und in der inoffiziellen Punktewertung hinter Iraschko den zweiten Rang belegt hätte. Im Kampf um die Spitzenplätze dabei sind auch die Amerikanerin Sarah Hendrickson, die nach Siegen in Lillehammer, Hinterzarten und Val di Fiemme (2x) souverän die Weltcupwertung anführt. Für Hinzenbach haben die Österreicherinnen Hendrickson aber den Kampf angesagt und wollen die Siegesserie des US-Girls beenden. Am besten Wege dazu ist Weltmeisterin Iraschko, die sich auf dem 94 m Bakken in Hinzenbach sichtlich wohl fühlt.

Voll zufrieden mit ihren Probesprüngen war Weltmeisterin Daniele Iraschko, die nach Sprüngen von 84 und 88 m im dritten Durchgang mit 91 m auch den weitesten Sprung des Tages in den Aufsprung setzte. „Mir liegt die Schanze recht gut. Mein Erfolgsrezept heißt volles Risiko, dann ist eine gute Platzierung durchaus realistisch.

Eine konstante Leistung bot Jacqueline Seifriedsberger, die mit ihren Sprüngen von 86,5, 84,5 und 84,5 m die Ränge 1, 5 und 9 belegte. Eine Leistung die in Anbetracht ihrer familiären Situation ( ihr Opa wird am Samstag beerdigt) besondere Beachtung verdient. „Es ist ein ganz besonderes Gefühl vor heimischem Publikum zu springen. Es bringt zusätzliche Motivation, die sich hoffentlich in den Bewerben am Samstag und Sonntag auch entsprechend niederschlägt."

Auf "Augenhöhe" bewegten sich Cornelia Roider und Katharina Keil. Sie setzten ihre Sprünge jeweils zwischen 74 und 78 m in den Aufsprung, sind aber beide zuversichtlich in der Konkurrenz noch zusetzen zu können. Zufrieden auch der verantwortliche sportliche Leiter des ÖSV, Ernst Vettori: „Zuerst gilt ein Dank den Organisatoren die trotz schwierigster Bedingungen ideale Voraussetzungen für tolle Bewerbe geschafft haben. Die Leistungen unserer Mädchen waren durchwegs gut. Iraschko hätte heute gewonnen, Seifriedsberger wäre auf Rang 6 platziert und die jungen Roider und Keil boten durchwegs beachtliche Leistungen. Wenn es ihnen gelingt die Leistungen der Probesprünge in der Konkurrenz zu wiederholen, dann bin ich voll zufrieden", erklärte Vettori.

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