Die Klassifizierung
Die Klassifizierung ist einer der Eckpfeiler im Behindertensport. Die Leitsätze der Klassifizierung sind
Gewährleistung fairer und glaubwürdiger Wettkämpfe
Schaffung gleicher Voraussetzungen für die AthletInnen, um ihre herausragenden Leistungen unter Beweis zu stellen

Warum Klassifizierung?

Klassifizierung ist nicht unbedingt eine Erfindung des Behindertensports. Klassifizierungssysteme gibt es auch im Leistungs- und Wettkampfsport der Nichtbehinderten. Wer kennt nicht die Gewichtsklassen im Gewichtheben oder im Judo und die Altersklassen von Kindern bis zu Erwachsenen? Diese Beispiele machen uns den Zweck der Klassifizierung deutlich: Es sollen auch die Menschen zur aktiven Teilnahme am Wettkampfsport motiviert werden, die aufgrund körperlicher Nachteile keine Chance auf eine erfolgreiche Teilnahme hätten. Sie würden wahrscheinlich frustriert abseits stehen, d.h. eine geringere Anzahl von Sportler/innen würde die Sportart ausüben. Klassifizierungssysteme sollen die Teilnehmer/innen einer Sportart in ähnliche Gruppen zusammenfassen, so dass die Leistungen untereinander vergleichbar werden, und die Chance auf faire und spannende Wettkämpfe gewährleistet ist.
Die Handicaps, die Menschen mit einer Behinderung beim Sport haben, sind unvergleichlich größer und vielfältiger als bei Sportler/innen ohne Behinderung. Sehgeschädigte und blinde Sportler/innen haben ein anderes Handicap als Sportler/innen mit Körperbehinderungen. Athlet/innen mit Behinderungen der Beine benutzen Prothesen oder einen Rollstuhl beim Sport. Selbst die Sportler/
innen mit Behinderungen der Arme bilden eine inhomogene Gruppe, auch wenn die Beine bei allen voll funktionsfähig sind. Des Weiteren gibt es noch die Gruppe der Athlet/innen mit cerebraler Parese, bei denen die Koordination
der Muskeln gestört ist.
Die Vielfalt der Behinderungsarten und Behinderungsformen hat zur Auswahl spezifischer Sportdisziplinen und zur Anwendung eigener Klassifizierungssysteme geführt.
Klassifizierung Skisport alpin
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