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LEISTUNGSSPORT |
Pfad: oesv.at/leistungssport/biathlon/disziplinenbeschreibung.htmlBiathlonBiathlon zählt zu den Mehrkampfsportarten und setzt sich aus den beiden Disziplinen Langlaufen und Schießen zusammen.
Lange Zeit galt Biathlon als reiner Militärsport, der sich erst nach und nach zu einem für alle zugänglichen sportlichen Bewerb entwickelte. Seit Ende der 90er Jahre erlebt Biathlon einen starken internationalen Aufschwung und zählt mittlerweile zu den populärsten Wintersportarten überhaupt. Die wichtigsten Biathlon-Wettkämpfe werden von der Internationalen Biathlon Union (IBU) veranstaltet. Damit ist Biathlon der einzige Skisport, der nicht von der FIS reglementiert wird. Bereits bei den ersten Olympischen Spielen 1924 in Chamonix wurde ein Militärpatrouillenlauf als Vorgänger des heutigen Biathlons ausgetragen. 1960 wurde der Biathlonsport mit dem 20-Kilometer-Lauf der Männer erstmals ins offizielle Programm der Winterspiele aufgenommen. Mittlerweile (seit 2006) werden bei Olympischen Spielen je fünf Biathlon-Wettbewerbe für Männer und Frauen ausgetragen.
Einzelwettkampf:
Der klassische Einzelwettkampf ist die älteste Biathlon-Disziplin. Hier starten die Athleten einzeln nacheinander. Das Startintervall beträgt 30 Sekunden. Die Männer laufen eine 20 km lange und die Frauen eine 15 km lange Strecke. Es sind jeweils zwei Liegend- und Stehendschießen zu absolvieren (liegend-stehend-liegend-stehend), wobei im Gegensatz zu den anderen Disziplinen Fehler nicht mit einer Strafrunde, sondern mit einer Strafzeit von einer Minute geahndet werden.
Sprint:Beim Sprint starten die BiathletInnen in einem 30-Sekunden-Intervall einzeln hintereinander. Die Distanz beträgt bei den Männern 10 km und bei den Frauen 7,5 km. Beim Sprint wird zuerst liegend und dann stehend geschossen, wobei jeder Fehler mit einer Strafrunde (ca. 20 Sekunden Zeitverlust) geahndet wird. Der Sprint ist mittlerweile die am häufigsten ausgetragene Disziplin im Biathlon-Weltcup.
Verfolgung:
Bei der Verfolgung sind die besten 60 Athleten des Sprintwettkampfes (meist dient der Sprint als Qualifikation für das Verfolgungsrennen) startberechtigt. Die Startreihenfolge und Startintervalle richten sich nach den dabei erzielten Zeiten. Der Erstplatzierte des Sprints wird auch als Erster des Verfolgungsrennens in den Wettkampf geschickt. Die anderen Athleten folgen entsprechend ihrem Zeitrückstand vom Sprint dem Sieger. Die Distanz beim Verfolgungsrennen beträgt für Frauen 10 km und für Herren 12,5 km. Es müssen je zwei Schießprüfungen im Liegend- und Stehendschießen (liegend-liegend-stehend-stehend) absolviert werden, wobei für jeden Fehlschuss sofort eine Strafrunde gelaufen werden muss.
Massenstart:Der Massenstart ist die jüngste Biathlon-Disziplin. Startberechtigt für den Massenstart sind nur die 30 bestplatzierten BiathletInnen im Weltcup. (Ausnahme: bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sind die 15 Bestplatzierten des Gesamtweltcups sowie alle Medaillengewinner des laufenden Wettbewerbs startberechtigt. Die noch fehlenden Plätze [bis 30] werden durch jene BiathletInnen ergänzt, die im Verlauf der Meisterschaften die meisten Weltcuppunkte erzielt haben.) Die Läufer starten gleichzeitig über die 15 Kilometer (Herren) bzw. 12,5 Kilometer (Damen) lange Strecke. Nach jedem Fehlschuss bei je zwei Liegend- und Stehendschießen (liegend-liegend-stehend-stehend) muss der Athlet eine Strafrunde absolvieren.
Staffel:
Die olympische Premiere der Staffel erfolgte 1968 in Grenoble. Eine Staffel besteht aus vier Athleten einer Nation. Gestartet wird mittels Massenstart, wobei jeder Athlet eine Distanz von 7,5 km (Männer) bzw. 6 km (Frauen) zu laufen hat, bevor er an den nächsten Läufer seines Teams übergeben darf. Der Staffelwettbewerb besteht pro Athlet aus je einem Liegend- und einem Stehendschießen, insgesamt also aus vier Liegend- und vier Stehendschießen. Im Gegensatz zu den anderen Wettbewerben stehen den Athleten hier maximal drei Nachlader zur Verfügung, um beim ersten Mal nicht getroffene Scheiben doch noch treffen zu können. Pro Nachlader werden etwa zehn zusätzliche Sekunden benötigt. Maximal hat jeder Athlet also acht Patronen, um die fünf Scheiben zu treffen. Für jede dann nicht getroffene Scheibe muss eine Strafrunde gelaufen werden.
Seit den 90er Jahren werden immer wieder verschiedene Mannschaftsbewerbe erprobt, die den Biathlonsport attraktiver machen sollen. Die neueste Form ist die gemischte Staffel über zweimal 6 Kilometer und zweimal 7,5 Kilometer, wobei je zwei Positionen von Frauen und Männern besetzt werden. 2007 gehörte diese Disziplin erstmals zum Wettkampfprogramm der Biathlon-Weltmeisterschaft in Östersund (SWE).
Wichtige Biathlon-Links:IBU (Internationale Biathlon Union) |
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