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Nordische Kombination

Die Nordische Kombination ist eine aus den Einzeldisziplinen Skispringen und Langlauf bestehende Mehrkampfsportart.

Internationale Bedeutung erlangte die Nordische Kombination bereits bei den ersten Olympischen Winterspielen in Chamonix (1924), wo diese Sportart olympisch wurde und seitdem immer auf dem Programm stand. Allerdings wurde damals nur ein Einzelrennen ausgetragen. In den letzten Jahren hat man sich in der Nordischen Kombination an neue Disziplinen herangewagt und mit dem Sprint und vor allem den Massenstart neue Wettbewerbsformen entwickelt. Der Mannschaftsbewerb wurde bereits bei den Olympischen Spielen 1988 eingeführt.

Heute gibt es in der Nordischen Kombination fünf verschiedene Disziplinen:

Einzelrennen (Individual Gundersen)

Beim traditionellen Einzelrennen absolvieren die Kombinierer einen Sprunglauf von einer Normal- oder Großschanze und gehen anschließend in einen 15-km-Langlauf. Die Punkteabstände nach dem Skispringen werden dann nach der sogenannten Gundersen-Methode (15 Punkte entsprechen einer Minute) in Laufrückstände umgerechnet. Der Sieger des Springens startet zuerst. Die anderen Kombinierer folgen in den entsprechenden Abständen. Der Athlet, der als erster die Ziellinie überquert, hat die Kombination gewonnen. Seit 2006 sind für den zweiten Durchgang des Springens nur noch die 35 Besten des ersten Durchgangs startberechtigt. Dies soll den Wettbewerb insgesamt verkürzen und für die Zuschauer interessanter gestalten.

Sprint

Der Sprint besteht aus einem Sprung auf einer Großschanze und dem Langlauf über die verkürzte Distanz von 7,5 Kilometer. Bei der Umrechnung der Sprungergebnisse in Zeitabstände entsprechen ebenfalls 15 Punkte einer Minute. Auch hier ist Sieger, wer beim Laufwettbewerb als erster das Ziel erreicht. Eine Besonderheit ist zudem der Hurricane-Sprint. Dieser entspricht dem normalen Sprint-Wettkampf, wobei hier der Unterschied in der Startformation liegt. Beim Hurricane-Sprint wird aus einer Spiralform gestartet. Der Führende nach dem Springen startet vom Ausgangspunkt der Spirale, alle anderen starten hinter ihm mit dem errechneten Rückstand in Metern. Das bedeutet, dass die Kombinierer mit schlechtem Sprungergebnis nicht etwa zwei Minuten auf ihren Start warten müssen, sondern zeitgleich mit dem Führenden starten, nu eben einen halben Kilometer weiter hinten.

Massenstart

Diese Form der Nordischen Kombination besteht aus einem 10 km-Langlauf und zwei Sprüngen von der Normalschanze, manchmal auch von der Großschanze. Dieser Bewerb hat einige Eigenheiten. Zum einen wird zuerst in der Loipe gelaufen, bevor gesprungen wird. Zum anderen können beim Massenstart die Springer davon profitieren, dass sie sich von den Laufstars mitziehen lassen können. Besonders bemerkenswert ist dann das Springen. Hier gibt es keine Haltungsnoten, sondern es zählt nur die Weite bzw. der Aufsprung. Abzüge gibt es nur, wenn kein Telemark gesetzt wird. Gewonnen hat den Massenstartbewerb, wer aus Laufen und Springen die meisten Punkte erzielen konnte.

Staffel (Team Gundersen)

Während bei Olympischen Winterspielen und der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft die Mannschaft aus vier Kombinieren besteht, gehen im Weltcup nur drei Athleten pro Team an den Start. Beim Mannschaftswettkampf findet nach dem Team-Springen ein Staffellauf statt. Das Springen wird wie im Einzelrennen in zwei Durchgängen bewertet, wobei jeder Athlet in seiner jeweiligen vom Trainer bestimmten Platznummerngruppe springt. Nach dem Springen werden die von den Athleten einer Mannschaft aus beiden Sprüngen erreichten Punkte addiert und nach der Gundersen-Methode in Zeitrückstände umgerechnet. Im anschließenden Staffel-Langlauf gehen die Teilnehmer eines Teams jeweils nacheinander auf die 5-km-Langlaufstrecke, wobei der erste Starter mit dem entsprechenden Zeitrückstand auf das führende Team startet. Es gewinnt die Mannschaft, deren Schlussläufer als erster im Ziel ist.

Team-Sprint

Beim Teamsprint besteht ein Team aus zwei Athleten, von denen jeder zunächst zwei Sprünge von der Schanze absolvieren muss. Wie beim Mannschaftswettbewerb werden die erreichten Punkte beider Kombinierer addiert und in Zeitrückstände auf das führende Team umgerechnet. Nach dem Springen folgt ein 15-km-Langlauf, bei dem sich die Teammitglieder, anders als bei der Team-Gundersen-Variante, nach jeder Runde durch Körperberührung innerhalb der Wechselzone abwechseln. Die Länge der Runde variiert je nach dem Veranstaltungsort zwischen 1000 m und 1250 m. Es gewinnt das Team, dessen Schlussläufer als erster das Ziel erreicht.

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