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Ski Alpin

Was im allgemeinen Sprachgebrauch unter Skifahren verstanden wird, ist im Rennsport unter dem Begriff Ski Alpin zusammengefasst.

Der erste alpine Skiwettkampf, eine Art Abfahrt, fand um 1850 in Oslo statt. Später verbreitete sich diese Sportart über das restliche Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika.
1905 veranstaltete der österreichische Skipionier Matthias Zdarsky in Lilienfeld den ersten Slalom der Skigeschichte. 1936 fand mit dem Kombinationsbewerb für Herren und Damen in Garmisch Partenkirchen erstmals eine Disziplin des alpinen Skilaufs Aufnahme in das Programm der Olympischen Winterspiele.

Die alpinen Bewerbe bestehen heute aus fünf Disziplinen:

Abfahrt

Die Abfahrt gilt für viele als "Königsdisziplin", da sie nicht nur anspruchsvolle Kurven, Sprünge und Gleitphasen beinhaltet, sondern auch die höchsten Geschwindigkeiten (bis zu 150km/h) aufweist und deshalb neben einer exzellenten Skitechnik auch jede Menge Mut von den Läufern und Läuferinnen verlangt. Die Abfahrt weist die längste Strecke aller Disziplinen auf und ist nach dem Slalom der zweitälteste alpine Skiwettbewerb. Vor einem Rennen finden zusätzlich ein bis drei Trainingsläufe statt, damit sich die FahrerInnen den Streckenverlauf möglichst genau einprägen können. Bei der Abfahrt absolvieren alle SkiläuferInnen einen Lauf. Wer die schnellste Zeit erzielt, ist Sieger.

Super-G

Der Name Super-G steht eigentlich für Super-Riesenslalom (Super Giant Slalom). Der Super-G wurde 1982 in den Weltcup-Kalender aufgenommen und ist nach der Abfahrt die zweitschnellste Disziplin im alpinen Skisport. Die Strecke beim Super-G ist zwar kürzer als bei der Abfahrt, aber technisch anspruchsvoller, da es wesentlich mehr Richtungstore gibt, die zudem enger gesetzt sind. Gemeinsam mit der Abfahrt zählt der Super-G zu den sogenannten "Speed-Bewerben", die von den Sportlern und Sportlerinnen vor allem Kraft, Ausdauer und Mut verlangen. Wie bei der Abfahrt entscheidet eine Laufzeit über das Resultat.

Riesenslalom

Wird auch als GS (Giant Slalom) oder Riesentorlauf (RTL) bezeichnet. Die zu umfahrenden Tore sind so gesetzt, dass ständige Richtungswechsel erfolgen. Da ein Riesenslalom-Kurs weniger Tore aufweist als ein Slalom und diese auch in einem größeren Abstand zueinander stehen, sind bedeutend weniger Schwünge erforderlich, wodurch die Rennläufer mehr beschleunigen können. Gemeinsam mit dem Slalom zählt der Riesenslalom zu den sogenannten Technik-Bewerben. Beim Riesenslalom werden zwei verschiedene Läufe auf der gleichen Piste absolviert. Beide Läufe finden am selben Tag statt und die beiden Laufzeiten werden addiert. Die schnellste Gesamtzeit ermittelt den Sieger.

Slalom

Der Slalom, oft auch als Torlauf bezeichnet, ist der älteste Wettbewerb im alpinen Skisport und gleichzeitig der technisch anspruchsvollste. Er weist sehr kurze Torabstände auf, die extrem kurze Schwünge und schnelle Richtungswechsel erfordern. Die Läufer und Läuferinnen kommen beim Slalom sehr nah an die Stangen heran, weshalb sie diese mit den Händen wegschlagen müssen, um den Schwerpunkt möglichst nahe an der Falllinie zu halten. Wie im Riesenslalom werden zwei verschiedene Läufe auf der gleichen Piste absolviert. Die Zeiten der beiden Läufe werden addiert. Der Rennläufer und die Rennläuferin mit der schnellsten Gesamtzeit haben gewonnen.

Super-Kombination

Die Super-Kombination ist eine neue Variante der früheren Alpinen Kombination und besteht aus nur einem Slalomlauf sowie einer verkürzten Abfahrt oder einem Super-G-Lauf. Beide Läufe werden am selben Tag mit einem kurzen zeitlichen Abstand durchgeführt. 2005 wurde die erste Super-Kombination als Weltcup-Bewerb ausgetragen. 2007, bei der Alpinen Ski-WM in Åre (SWE) wurde die Super-Kombination erstmals bei einem Großereignis durchgeführt. Die klassische Alpine Kombination wurde aus dem Programm gestrichen.

Wichtigste Meisterschaften im alpinen Skisport:

Neben den Olympischen Winterspielen zählen die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften zu den wichtigsten Meisterschaften im alpinen Rennsport.

Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften sind ein alle zwei Jahre stattfindendes Großereignis, bei dem die Weltmeister in den alpinen Ski-Disziplinen ermittelt werden. Die erste WM wurde 1931 abgehalten. Seit 1985 finden die Alpinen Weltmeisterschaften in ungeraden Jahren statt. Neben Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und der Super-Kombination wird bei den Weltmeisterschaften auch ein Team-Bewerb (seit 2005) ausgetragen.

Während der Saison ist für die Sportler der Weltcup – ein seit der Wintersaison 1966/67 vom Internationalen Skiverband (FIS) durchgeführter internationaler Wettbewerb, der auf verschiedenen Pisten in aller Welt ausgetragen wird – die bedeutsamste Meisterschaft. Der Weltcup ist aufgeteilt in vier oder fünf Einzelweltcupwertungen und einen Gesamtweltcup. Die Einzelweltcups werden in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und fallweise auch in der Kombination vergeben. Wer am Ende einer Saison die meisten Punkte in einer Disziplin gesammelt hat, gewinnt die kleine Kristallkugel. Im Gesamtweltcup werden alle Punkte, die ein Sportler in allen Disziplinen sammelt, zusammengezählt. Für die meisten Punkte am Saisonende gibt es die große Kristallkugel. Der Gewinn des Gesamtweltcups ist für viele Skisportler das größte Ziel, da er eine konstant starke Leistung über die gesamte Saison hinweg widerspiegelt und sozusagen immer an den besten Skifahrer eines Jahres geht.

Im Nationencup werden dann noch alle Punkte aller Herren und Damen einer Nation zusammengezählt. Somit gibt es pro Saison 10 kleine und 2 große Kristallkugeln sowie eine Nationenwertung zu gewinnen.

Neben dem Nor-Am Cup stellt der Europacup den wichtigsten Teil des Unterbaus des Weltcups dar. Er soll jungen europäischen Fahrern die Möglichkeit bieten, Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln. Der erste - von Patrick Lang und Serge Lang ins Leben gerufene - Europacup wurde in der Wintersaison 1972/73 ausgetragen. Im Gegensatz zum Weltcup finden alle Rennen in Europa statt. Wie im Weltcup (auch hier gilt das FIS-Punktesystem) können die Rennfahrer in fünf verschiedenen Disziplinen Punkte sammeln.

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