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LEISTUNGSSPORT |
Pfad: oesv.at/leistungssport/skispringen/disziplinenbeschreibung.htmlSkispringenDie Faszination des Skispringens geht wohl vom sehnsüchtigen Wunsch des Menschen aus, selbst fliegen zu können.
Skispringen gehört bereits seit den ersten Winterspielen 1924 zum olympischen Programm; die Technik des Skispringens hat sich im Laufe der Jahrzehnte aber deutlich gewandelt. Während in der Anfangszeit die Skispringer während des Sprungs bei paralleler Skihaltung mit den Armen ruderten, streckte man später die Arme aus oder hielt sie eng am Körper. Die vorerst letzte technische Revolution gab es Ende der 80er Jahre, als sich dank des Schweden Jan Boklöv der Flugstil mit V-förmig gespreizten Skiern gegenüber dem Parallelstil durchsetzte. Nicht nur die Stil- sondern auch die Weitenentwicklung im Skispringen war enorm. Gelang es 1936 dem Österreicher Sepp Bradl als erstem Menschen über 100m zu springen, sind heute beim Skifliegen Sprünge über 200 Meter keine Seltenheit. Neben der Weite (Weitennote) entscheidet beim Skispringen auch die Körperhaltung (Haltungsnote) über die Gesamtnote. So versuchen heute alle Springer selbst bei großen Weiten bei der Landung einen Telemark – eine Art Ausfallschritt, bei dem das hintere Bein deutlich tiefer gebeugt wird als das vordere Bein – auszuführen. Die sichere Parallellandung – umgangssprachlich auch als „Kacherl“ bezeichnet – wird nämlich deutlich schlechter bewertet.
Normalschanze
Die Normalschanze hat einen Kalkulationspunkt (K-Punkt, früher kritischer Punkt) von 90 Meter, manchmal auch 95 Meter. Bei optimalen Bedingungen können je nach Schanze bis zu 105 Meter an Weite erreicht werden. Die Normalschanze ist im Weltcup aber größtenteils zurückgedrängt worden und ist nur vor den Großereignissen ein Thema, weil sie bei der Nordischen Ski-WM und bei den Olympischen Spielen nach wie vor auf dem Programm stehen.
Großschanze
Die Großschanze erlaubt Weiten bis zu 140 Meter oder darüber. Viele der traditionellen Großschanzen wurden modernisiert, weil durch den V-Stil der Auslauf zu kurz oder zu gefährlich geworden war. Auch das Besucherinteresse wird immer grösser und die Stadien rund um die Anlage mussten erweitert werden. Die Herausforderung auf der Großschanze besteht für die Athleten darin, möglichst weit zu springen, aber gleichzeitig auch perfekt zu landen. Während die Landung bei der Normalschanze noch eher souverän zu meistern ist, spielen die Kräfte, die auf den Springer bei einem 140-m-Flug einwirken, eine wesentlich größere Rolle.
Mannschaftsspringen (Teamspringen)
Am Mannschaftsspringen nehmen jeweils vier Mitglieder eines Teams teil. Sie springen wie bei jedem anderen Bewerb zwei Durchgänge, wobei alle acht Ergebnisse addiert werden. Das Mannschaftsspringen ist eine sehr spannende Angelegenheit, weil der Springer nicht nur für sich, sondern für sein Team springt. Im Gegensatz zu den Einzeldisziplinen kann die Jury nach jeder Gruppe (zum Beispiel nach jedem 3. Springer aller Nationen) die Anlaufgeschwindigkeit verändern, ohne dass ein Durchgang wiederholt werden muss. Meistens wird das Mannschaftsspringen auf einer Großschanze ausgetragen.
Skifliegen
Beim Skifliegen (ab einem Konstruktionspunkt von 185 m spricht man von sogenannten Flugschanzen) werden je nach Schanze Weiten zwischen 180 und 240 Meter erreicht, wobei die größten Weiten im slowenischen Planica aufgestellt wurden. Seit der V-Stil die Skisprung-Szene dominiert, haben schon fast alle Topspringer einmal die 200 Meter-Marke überflogen. Kein Wunder, dass sich diese Disziplin vor allem bei den Zuschauern größter Beliebtheit erfreut.
Wichtigste Meisterschaften im Skispringen:Skispringen ist seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 als Wettbewerbsdisziplin vertreten. Seit 1964 werden zwei Einzelwettbewerbe – einer auf der Kleinschanze und einer auf der Großschanze – ausgetragen. Seit 1988 wird zudem ein Mannschaftspringen veranstaltet. |
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