Ein Sympathieträger beendet seine Karriere

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Foto: Starpix/Alexander Tuma Andreas Kofler (mit Innenminister Herbert Kickl bei seiner Verabschiedung) tauscht Skisprunganzug gegen Poilzeiuniform.

Mit Andreas Kofler gibt ein Aushängeschild des Österreichischen Skiverbands seinen Rücktritt vom aktiven Spitzensport bekannt. Der 34-jährige Tiroler und Familienvater begann seine Karriere 1994. 25 Jahre später zählen drei Olympische Medaillen, vier Medaillen bei Weltmeisterschaften sowie der Sieg bei der Vierschanzentournee 2009/2010 zu seinen sportliche Erfolgen.

Zu den großen, persönlichen Highlights in der Karriere von Andreas Kofler gehören die Olympischen Spiele 2006 in Turin, wo er zunächst nur 0,1 Punkte hinter Landsmann Thomas Morgenstern die Silbermedaille auf der Großschanze holte und zwei Tage später gemeinsam mit Morgenstern, Andreas Widhölzl und Martin Koch den Mannschaftsbewerb gewann. Diesen Erfolg konnte er vier Jahre später bei den Spielen in Vancouver mit Morgenstern, Wolfgang Loitzl und Gregor Schlierenzauer wiederholen. Auch bei Nordischen Skiweltmeisterschaften holte Andreas Kofler insgesamt drei goldene Mannschaftsmedaillen für Österreich. In der Saison 2010/2011 wurde er außerdem Dritter im Gesamtweltcup.

In den vergangen Jahren kämpfte der beliebte Sportler mit gesundheitlichen und sportlichen Rückschlägen. Zu den Glücksmomenten gehörte dafür die Geburt seiner Tochter Luise im Vorjahr. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) möchte sich bei Andreas Kofler ausdrücklich für seinen Einsatz, seine stets sympathische Art, die gute Zusammenarbeit und die sportlichen Erfolge bedanken und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.

"Im Lauf meiner Karriere haben mich viele Menschen geprägt, darunter auch Trainer und Sportkameraden, ohne die ich niemals so weit gekommen wäre. Ohne die Unterstützung des Verbandes, der Polizei und meiner Sponsoren wäre eine so lange, aktive Karriere im Spitzensport nicht denkbar gewesen" - Andreas Kofler

Andreas Kofler: "Ich möchte mich bei allen Wegbegleitern und Unterstützern bedanken. Im Lauf meiner Karriere haben mich viele Menschen geprägt, darunter auch Trainer und Sportkameraden, ohne die ich niemals so weit gekommen wäre. Ohne die Unterstützung des Verbandes, der Polizei und meiner Sponsoren wäre eine so lange, aktive Karriere im Spitzensport nicht denkbar gewesen. Ich blicke auf eine tolle Zeit zurück und habe beim Skispringen viele Freunde gewonnen und Erfolge gefeiert. Ich bin sehr dankbar, dass ich das alles erleben durfte. Den größten Anteil an meiner Karriere haben natürlich meine Familie, meine Freunde, mein Management und meine Frau Mirjam, die mich immer unterstützten. Aktuell verbringe ich viel Zeit mit meiner Tochter und blicke erstmals nach so vielen Jahren in eine noch offene Zukunft."

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EXPA/JFKKeine Spur von Gemütlichkeit. Andreas Kofler hat auch nach seinem Karriereende noch viel vor!

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Andreas Felder (Cheftrainer Nationalteam): "Andi hat großartige Ergebnisse bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften geliefert und war dabei immer ein fleißiger, vorbildlicher Sportler. Er hat sich im Vorjahr, nach einer Erkrankung, die nicht einfach zu bewältigen war, in den Spitzensport zurückgekämpft, auch wenn es am Ende leider nicht mehr für ganz oben und für die Teilnahme bei der Heim-Weltmeisterschaft in Seefeld gereicht hat. Das hat mir persönlich für ihn sehr Leid getan. Er kann aber auf jeden Fall mit Stolz auf seine lange Karriere zurückblicken."

Mario Stecher (Sportlicher Leiter): "Ich gratuliere Andreas zu seiner großartigen Karriere. Er war in allen Jahren stets ein Vorzeigeprofi und ist bis heute ein Vorbild für unseren Nachwuchs. Nicht umsonst war Andi viele Jahre einer unserer absoluten Sympathieträger. Ich wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste."

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