Berichte der Expertenkommission

exprtenkommision
Foto: EXPA Eine unabhängige Expertenkommission stellte dem ÖSV ein gutes Zeugnis aus. Von links: Gerald Schöpfer, Reinhard Haller, Waltraud Klasnic, Caroline List und Kurt Scholz

Aufgrund der aktuellen Berichterstattung und den schweren Vorwürfen gegen Österreichs Jahrhundertsportler Toni Sailer finden Sie hier noch einmal die Ergebnisse einer unabhängigen Expertenkommission (u.a. mit Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic, Univ.-Prof. Dr. Reinhard Haller,  Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Mag. Caroline List, Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer und Dr. Kurt Scholz), welche im Vorjahr die Strukturen im ÖSV untersucht hat. 

Rückblick:

Im Vorjahr wurden Vorwürfe über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt gegenüber dem ÖSV und auch anderen sportlichen bzw. schulischen Einrichtungen erhoben.

Daraufhin hat der ÖSV Anfang dieses Jahres drei unabhängige Expertenteams beauftragt, diese Anschuldigungen zu prüfen, die Strukturen des ÖSV zu analysieren und Vorschläge für präventive Maßnahmen zu erarbeiten. Diese Ergebnisse liegen vor. Es gibt Einzelfälle und Einzeltäter. Laut den Ergebnissen gab und gibt es im ÖSV keine Strukturen, die systematisch sexualisierte Gewalt fördern. Auch für Schüler und Schülerinnen besteht kein erhöhtes Risiko. Die Auseinandersetzung mit den Vorwürfen hat zu einer Sensibilisierung und einem Bewusstseinsprozess über einen vertrauensvollen und respektvollen Umgang miteinander beigetragen.

Unten finden Sie die einzelnen Berichte im Detail (als PDF)

Die Ergebnisse zeigen, dass die Anschuldigungen, so wie sie gegen den ÖSV erhoben wurden, durch keine der drei Expertenkommissionen bestätigt wurden. Weder gibt es im ÖSV ein System, das sexuelle Übergriffe begünstigt, noch kann man von systematisierter Gewalt, die quasi an der Tagesordnung stehe, reden. Die Expertenuntersuchungen haben ergeben, dass die Strukturen, wie sie im ÖSV aufgesetzt sind, den Erfordernissen für einen wechselseitigen, respektvollen Umgang von FunktionärInnen, AthletInnen und TrainerInnen entsprechen. Jeglicher Generalverdacht, wie er gegen MitarbeiterInnen bzw. Mitglieder des ÖSV ausgesprochen wurde, kann damit eindeutig zurückgewiesen werden. Die Konfrontation mit den Anschuldigungen hat darüber hinaus das Bewusstsein für die Notwendigkeit von respektvollen Umgang geschärft.

Wir haben daher Vorschläge und Anregungen von den Experten aufgenommen, die wir teilweise schon umgesetzt haben bzw. umsetzen werden“.

MASSNAHMEN DES ÖSV

1. Einsetzen einer dauerhaften Ombudsstelle
2. Trainerausbildung für Damenmannschaften neu aufstellen
3. Trainerschulung zur Stärkung der Persönlichkeit und gruppendynamische Effekte in einem Team
4. Regelmäßige Gesprächsrunden mit PsychologInnen für die Teams
5. Engere Zusammenarbeit mit Schulen mit skisportlichen Schwerpunkt und Informations- und Gedankenaustausch

Leumundszeugnis, Ehrenkodex sind selbstverständlich weiterhin Teil der Arbeit im ÖSV. Die Vorschläge der ExpertInnen werden auch den politisch Verantwortlichen und anderen österreichischen Sport-Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

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