Minus 20° Celsius in Hochfilzen

20180927_Hochfilzen_Munitionstest_Pinter
ÖSV / Sonnberger Fritz Pinter beim Einjustieren der Waffe

Aktuell finden in Hochfilzen ausgedehnte Munitionstests für den bevorstehenden Weltcupwinter statt. In der Kältekammer wird vom C- bis hin zum Nationalkader jedes Gewehr getestet und die optimale Munition ermittelt. Daraufhin werden rund 80.000 Schuss Wettkampfmunition geordert.

Durch die im Zuge der Heim-WM geschaffenen Schießhalle und Kältekammer, besteht in Hochfilzen die Möglichkeit selbständig Munitionstests durch zu führen. „Dadurch können eine größere Anzahl von Munitionslosen getestet und zudem Kosten eingespart werden“, freut sich Cheftrainer Reinhard Gösweiner.

Für die ÖSV Kaderathleten werden etwa 20 Gewehr-Systeme getestet. Auch wenn alle Läufe einer strengen Qualitätskontrolle der Hersteller unterliegen, zeigen sich deutliche Abweichungen. Umso wichtiger ist es, dass für jeden Lauf die richtige Munition gefunden wird! Komplizierter wird die Sache dadurch, dass die Systeme bei verschiedenen Temperaturen unterschiedliche Charakteristiken aufweisen. So muss in der Kältekammer, bei bis zu minus 20 Grad Celsius, bei wettkampfähnlichen Bedingungen getestet werden.

20180927_Hochfilzen_Pinter
ÖSV / SonnbergerMunitionstest in der Kältekammer

Eine nicht auf den Lauf abgestimmte Trainingsmunition kann bei fünf Schüssen eine Streuung von etwa zwei Zentimetern und mehr aufweisen. Dabei ist zu bedenken, dass die Liegendscheibe, die aus 50m getroffen werden muss, lediglich einen Durchmesser von 4,5cm aufweist! An eine Wettkampfmunition, die entsprechend teurer ist, werden deutlich höhere Anforderungen gestellt. Hier versuchen die ÖSV Trainer ein möglichst kleines Streumaß für jeden Lauf zu finden, dass zudem bei allen Temperaturbereichen stabil bleibt.

Weitere Meldungen