Reichelt weist Behauptungen von sich 

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Foto: GEPA Hannes Reichelt hat gegeüber dem ÖSV versichert, weder unerlaubte Substanzen zu sich genommen noch deren Beschaffung beauftragt zu haben.

Der ÖSV ist von Hannes Reichelt und dessen Management informiert worden, dass der Athlet im Zuge der Ermittlungen gegen Johannes Dürr befragt wurde. Reichelt hat auch gegenüber dem ÖSV versichert, dass diese Behauptungen gegen ihn nicht zutreffen, er niemals unerlaubte Substanzen zu sich genommen und auch nie jemanden für die Beschaffung solcher beauftragt hat.

Der ÖSV wurde von der Dopingagentur NADA, die für alle Dopingkontrollen in Österreich zuständig ist, nie über etwaige Auffälligkeiten informiert. Reichelt ist - wie viele andere Athleten auch - mehrmals im Jahr getestet worden.

Für den ÖSV gilt die Unschuldsvermutung gegenüber Hannes Reichelt, solange kein Beweis erbracht ist, dass die Andeutungen über ihn Relevanz haben. Selbstverständlich gilt für den ÖSV die Prämisse: Null Toleranz bei Dopingvorfällen und harte Konsequenzen für wen auch immer.

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Am Nachmittag nahm Hannes Reichelt zu den Vorwürfen Stellung.

Hannes Reichelt über ...

... die Gründe seiner Einvernahme: „Die Beamten waren um fünf vor sieben vor meiner Tür. Zuerst dachte ich, dass es Dopingkontrolleure sind, die schon öfters um diese Zeit hier waren. Sie haben sich dann als Beamte vom Bundeskriminalamt ausgewiesen. Ich stand noch im Pyjama da. Sie haben mich gebeten mitzukommen, was ich auch tat. Dann habe ich meine Aussage gemacht. Zuerst wusste ich nicht, warum ich hier bin, erst später haben sie mich darüber informiert.“

... zu den Vorwürfen: „Ich soll unerlaubte Medikamente zu mir genommen haben, was ich nur vehement verneinen kann. So etwas tue ich nicht. Ich habe immer dafür gekämpft, dass ich meinen Sport sauber mache. Doping ist gesundheitsschädlich und auch Betrug an anderen Sportlern. Ich wurde so erzogen, dass man das nicht tut und da hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen.“

... über mögliche Gründe, woher diese Anschuldigungen kommen können: „Sie kommen aus dem Langlaufbereich. Die Anschuldigungen sind von einem ehemaligen Servicemann und einem guten Freund von Johannes Dürr. Dieser Servicemann behauptet, Dopingmittel für Gerald H. besorgt zu haben, die anscheinend für mich bestimmt gewesen sein sollen. Da kann ich ganz klar sagen, dass das nicht der Fall ist.“

"Jetzt muss ich mich für etwas rechtfertigen, was ich nie gemacht habe." (Hannes Reichelt)

... über die Beziehung zu Gerald H.: „Gerald ist mit mir in die Schule gegangen und ein guter Freund von mir. Seit 2005 hat Gerald für mich Trainingspläne geschrieben und in den letzten zwei Jahren haben wir auch ein paar Male zusammen trainiert. Ich kann nur sagen, dass Gerald mir gegenüber nie das Thema Doping erwähnt hat und es war auch nie ein Thema. Wenn man jedes Hustenzuckerl und alles andere auch über die NADA Plattform kontrollieren lässt, damit man nichts Unerlaubtes zu sich nimmt, dann sind das schon brutale Vorwürfe.“

... über die nächsten Wochen und Monate: „Ich muss Akteneinsicht bekommen, damit ich weiß, welche konkreten Vorwürfe hier im Raum stehen. Erst dann kann man die nächsten Schritte setzen. Ich kann nur für mich sagen, dass ich nie unerlaubte Mittel zu mir genommen habe. Am Freitag hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen und es ist auch für die Familie nicht einfach. Ich habe mich auf eine schöne Zeit mit der Familie gefreut und jetzt muss ich mich für etwas rechtfertigen, was ich nie gemacht habe.“

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