Training um 6.00 Uhr in der Früh bei minus 20 Grad

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Foto: ÖSV Das ÖSV-Parallelteam spulte bei idealen Bedingungen ein dreiwöchiges Trainingscamp in Copper Mountain ab.

Am vergangenen Wochenende kehrten die ÖSV-Raceboarder von einem dreiwöchigen Trainingscamp in Copper Mountain nach Österreich zurück.

Das Team von ÖSV-Parallel-Headcoach Ingemar Walder konnte das geplante Programm im US-Bundesstaat Colorado bei optimalen Pisten- und Wetterbedingungen komplett durchziehen. Daher war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die rot-weiß-roten Alpin-Asse nach der letzten Phase der Saisonvorbereitung höchst zufrieden Bilanz zogen. "Wir haben in Copper Mountain sehr, sehr gute und qualitativ hochstehende Trainingstage absolviert. Weil auch das Wetter perfekt mitgespielt hat, haben wir auch beim Material genau das heraustesten können, was mit Blickrichtung auf die WM notwendig war", sagte der regierende Doppelweltmeister Andreas Prommegger, der seine Startplätze bei den vom 1. bis 10. Februar 2019 in Park City und damit ebenfalls in den USA stattfindenden Titelkämpfen im Parallelriesentorlauf und -slalom fix in der Tasche hat.

"Wir haben in Copper Mountain sehr, sehr gute und qualitativ hochstehende Trainingstage absolviert. Weil auch das Wetter perfekt mitgespielt hat, haben wir auch beim Material genau das heraustesten können, was mit Blickrichtung auf die WM notwendig war." (Andreas Prommegger)

Claudia Riegler schloss sich der Meinung ihres Salzburger Landsmanns Prommegger, mit dem sie in der Vorsaison den Mixed-Team-Weltcup der Parallelboarder gewonnen hatte, vollinhaltlich an: "Die Stimmung im Team war super, weil wir unglaublich gute Trainingstage hatten. Für mich war es mit Sicherheit das bisher beste Copper-Camp, bei dem ich dabei war", betonte die 45-jährige "Grande Dame" der Snowboard-Szene, die in diesem Winter ihre 25. Weltcup-Saison bestreitet.

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Foto: GEPADie Salzburgerin Claudia Riegler bereitete sich in Colorado auf ihre 25. Weltcup-Saison vor.

Der Steirer Sebastian Kislinger ließ in der Vorbereitung wiederholt mit schnellen Trainingszeiten aufhorchen. "Ich bin ja schon im letzten Winter einige Bestzeiten in der Qualifikation herausgefahren. Jetzt gilt es, diesen Speed auch in die Rennen mitzunehmen. In unserem starken Team pushen wir uns schon im Training gegenseitig. Wenn du da vorne dabei bist, kannst du auch im Weltcup um den Sieg mitfahren", meinte Sebastian Kislinger, der im vergangenen März als PSL-Zweiter beim Finale in Winterberg (GER) denkbar knapp an seinem ersten Weltcup-Sieg vorbeigeschrammt ist.

Nach den ersten beiden von insgesamt drei Trainingsblöcken genehmigte Ingemar Walder seinen Schützlingen drei freie Tage, die das Quintett Sabine Schöffmann, Daniela Ulbing, Benjamin Karl, Sebastian Kislinger und Alexander Payer dazu nutzte, um bei Kletter- und Mountainbike-Touren in dem nördlich von Moab gelegenen Arches-Nationalpark (US-Bundesstaat Utah) die Batterien wieder aufzuladen. "Vom Schnee in die Wüste und wieder zurück auf Schnee. Die kurze Trainingspause in der atemberaubenden Landschaft des Nationalparks hat uns richtig gutgetan", schwärmte Benjamin Karl vom Kurztrip in die Wüste.

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Foto: Sebastian KislingerDaniela Ulbing, Benjamin Karl, Sabine Schöffmann, Alexander Payer und Sebastian Kislinger luden ihre Batterien im Arches-Nationalpark auf.

"Alle Athletinnen und Athleten waren in Copper Mountain mit viel Einsatz und großer Professionalität bei der Sache. Es gab auch kein Murren, dass wir einige Sessions bereits ab 6.00 Uhr früh bei minus 20 Grad angesetzt haben. Dafür haben wir zu dieser Zeit perfekte Pistenverhältnisse vorgefunden. Die Nachwuchsfahrer Jemima Juritz und Arvid Auner haben wieder einige Schritte nach vorne gemacht, und auch Lukas Mathies ist nach zwei eher schwierigen Saisonen wieder auf einem guten Weg. Nach dem US-Trainingscamp sind wir für den Saisonauftakt jedenfalls bestens gerüstet", ist Cheftrainer Ingemar Walder überzeugt. Die Raceboarder starten mit zwei Parallelriesentorläufen in Carezza (13.12.) und Cortina d'Ampezzo (15.12.) in den Weltcup. Am 8. und 9. Jänner 2019 werden beim heimischen Weltcup-Klassiker in Bad Gastein ein Parallelslalom und ein Teambewerb ausgetragen.

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