Absprung in eine neue Saison

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Foto: GEPA Das ÖSV-Team (im Bild: Manuel Fettner) hebt in Polen in den WM-Winter ab.

Österreichs Skispringer reisen am Donnerstag zum Weltcup-Auftakt nach Wisla in Polen. Dort steht zum Saisonstart am Samstag ein Teamspringen am Programm, bevor am Sonntag der erste Einzelbewerb des Winters stattfindet.

Die Ausgangslage im Jahr der Heim-Weltmeisterschaft in Seefeld (19. Februar bis 3. März 2019) ist für das Team von Cheftrainer Andreas Felder offen wie selten zuvor. Nach einer Saison ohne Weltcup-Sieg sind die Ziele für die neue Saison mit einem komplett neuen Trainerteam klar gesteckt. Doch wo man genau steht, wird man wohl erst nach den beiden Auftaktbewerben am kommenden Wochenende in Polen wissen. Auch wenn selbst dort noch eigene Gesetze herrschen.

Cheftrainer Andreas Felder: "Die Vorbereitung ist für uns insgesamt gut gelaufen. Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Außerdem sind alle in der Mannschaft fit, das war in den letzten Jahren nicht immer so. Jetzt wollen wir möglichst erfolgreich in den Weltcup starten, damit wir gleich Selbstvertrauen tanken. Wo man wirklich steht, das weiß man meistens erst nach zwei oder sogar drei Bewerben, weil sich auch die anderen Mannschaften erst finden müssen. Es gibt nur wenig Vorbereitungszeit auf Schnee, der Auftakt kommt immer sehr früh und hat seine eigenen Regeln."

Stefan Kraft: "Ich bin zufrieden mit der Vorbereitung und ich glaube, dass sehr gut gearbeitet wurde. Es ist in allen Bereichen viel weitergegangen. Material. Sprungtechnik. Kraftübungen. Auch die Kommunikation stimmt. Von dem her hatten wir einen sehr guten Sommer und ich bin gespannt wo wir jetzt im Winter stehen. Die letzten Trainingssprünge auf Eis waren wieder richtig cool bei mir, auch wenn mir noch etwas die Konstanz fehlt. Aber ich freue mich riesig auf den Auftakt und ich denke schon, dass ich gut drauf bin."

Gregor Schlierenzauer: "Die Vorfreude auf den Saisonstart ist riesengroß. Die Vorbereitung war spannend. Ich glaube, dass das neue Trainerteam Vieles richtig gemacht hat. Ich für meinen Teil versuche locker zu bleiben und möchte mich selbst überraschen lassen, was in Wisla passiert. Im Training sehe ich, dass ich noch nicht ganz dort bin, wo ich gerne wäre. Aber es gibt auch viel Positives. Das muss jetzt von Sprung zu Sprung kommen."

Michael Hayböck: "Es ist immer gut, wenn man gleich einen gescheiten Auftakt hinlegt. Ich bin schon gespannt, wo wir in Wisla landen werden. Für das haben wir den ganzen Sommer trainiert. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass ich mir nicht allzu viel vornehme. Ich möchte einfach konzentriert in die Saison starten und mir nachher nicht vorwerfen, dass mehr drin gewesen wären. Voller Fokus und dann sehen wir ja, wo wir stehen."

Manuel Fettner: "Wir haben einen anstrengenden, intensiven Sommer hinter uns. Es wurde viel gearbeitet und ich bin zuversichtlich, dass das eine geile Saison wird. Die ersten Schneesprünge vergangene Woche in Schweden haben gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin, auch wenn sich noch Manches bei meinem Sprung zusammenfügen muss. Es geht aber auf jeden Fall in die richtige Richtung. Ich freue mich schon auf den Saisonstart."

Daniel Huber: "Ich bin happy, dass es endlich losgeht. Für mich heißt es jetzt, die gute Sommerform in den Winter mitzunehmen, fokussiert zu bleiben und möglichst locker an die Sache ranzugehen. Dann werden sich die Ergebnisse schon einstellen. Ich glaube, dass man schon jetzt in Wisla sehen kann, wer heuer vorne dabei sein wird. Auch wenn sich natürlich im Lauf der Saison noch Vieles verschieben wird."

Clemens Aigner: "Wie die Meisten im Team, habe auch ich im Sommer an meiner Sprungtechnik gearbeitet und viel verändert. Mein Ziel für den Auftakt ist es jetzt, davon möglichst viel umzusetzen. Wenn das gelingt, dann weiß ich, dass am Ende auch ein gutes Ergebnis rausschaut. Das Bauchkribbeln ist auf jeden Fall voll da. Die Vorfreude ist riesig. Wisla ist immer ein toller Auftakt. Ich bin schon sehr gespannt."

Philipp Aschenwald: "Ich freue mich, dass ich mir im Sommer durch meine Leistungen im Continental Cup den Platz im Team erarbeitet habe. Ich bin jetzt zum ersten Mal von Anfang im Weltcup dabei und kann deswegen die Sache mit etwas mehr Ruhe und Lockerheit angehen. Ich hoffe schon, dass ich die Routiniers mit meinen Sprüngen etwas nerven kann. Mein Ziel ist es jetzt zu den besten Österreichern zu gehören, dann schauen wir weiter."

ÖSV-Kader für den Weltcup-Auftakt in Wisla (POL): Clemens Aigner, Philipp Aschenwald, Manuel Fettner, Michael Hayböck, Daniel Huber, Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer

Video: Was die Heim-WM für unsere Springer ist

20181023 Stefan Kraft Training Bergisel
Foto: GEPAStefan Kraft hat auch heuer wieder den Sieg im Gesamtweltcup im Visier.

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