Aufgebot für Weltcupauftakt nominiert

IMG_7837
ÖSV/Derganc Das ÖSV-Aufgebot für Ruka. Ergänzt wird das Sextett durch JWM-Medaillengewinner Dominik Terzer

Nach einem abschließenden Trainingskurs in Innsbruck steht das Team für den Weltcupauftakt in Ruka fest.

Kommendes Wochenende starten die ÖSV-Kombinierer im finnischen Ruka mit einem Einzelbewerb und einem Teamwettkampf in die WM-Saison. Das Team absolvierte zuletzt einen dreitägigen Trainingskurs in Innsbruck und Seefeld, um sich den nötigen Feinschliff für einen erfolgreichen Auftakt zu holen. Dabei war der Trainingskurs in heimischen Gefilden „nur“ ein Plan B. Ursprünglich wollte man, wie mittlerweile schon fast traditionell, die ersten Schneesprünge und Loipenkilometer in Rovaniemi und Ruka auf Schnee absolvieren. Das warme Wetter in Skandinavien machte dem ganzen Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung, weder in Rovaniemi noch in Ruka waren die Schanzen sprungtauglich. So konzentrierte man sich auf intensive Langlaufeinheiten in Rovaniemi und trat früher als geplant die Rückreise an.

72cb4d73-235a-4d04-b561-f09ca89a3021
ÖSV/DergancDas warme Wetter ließ zwar ausgiebige Langlaufeinheiten zu, an Springen war in Finnland aber nicht zu denken

Nach der letzten Trainingseinheit gestern Sonntag ging es für die Athleten noch einmal zwei Tage nach Hause, ehe das Team übermorgen Mittwoch in den Flieger nach Kuusamo steigt. Die ÖSV-Equipe hat insgesamt sieben Startplätze zur Verfügung, daraus sechs Quotenplätze und einen Platz für Dominik Terzer, der sich aufgrund der JWM-Silbermedaille einen Weltcup-Fixplatz bis zur nächsten Junioren-WM gesichert hat.

ÖSV-Aufgebot Ruka:

Willi Denifl, Lukas Greiderer, Dominik Terzer (alle T), Martin Fritz, Franz-Josef Rehrl (beide STK),Bernhard Gruber, Mario Seidl (beide S). Der Doppel-Doppel-Bronzemedaillengewinner von Pyeongchang, Lukas Klapfer, verzichtet auf ein Antreten in Ruka und wird erst bei der zweiten Weltcupstation in Lillehammer zum Team stoßen.

"Unsere Zielsetzung muss sein, dass wir den Deutschen die Stirn bieten und um die Spitzenplätze mitkämpfen können.“ (Mario Stecher)

Der sportliche Leiter für Skispringen und nordische Kombination im ÖSV, Mario Stecher, gibt für das Team ganz klar die Marschroute vor: „Ich glaube, dass wir insgesamt eine sehr kompakte und gute Mannschaft haben. Springerisch haben wir uns den Sommer über super weiterentwickelt. Vor allem Mario Seidl und Franz-Josef Rehrl haben ein solides Grundsystem aufgebaut und springen auf einem Top-Niveau. Ich hoffe, dass sie die ersten Sprünge auch auf Schnee wieder so umsetzen können. Auch Bernhard Gruber und Lukas Greiderer haben sich im Laufe der Vorbereitung noch gesteigert. Unsere Zielsetzung muss sein, dass wir den Deutschen die Stirn bieten und um die Spitzenplätze mitkämpfen können.“

Stimmen:

Willi Denifl: „Ruka ist eine meiner Lieblingsschanzen, und dieses Jahr freue ich mich besonders darauf. Endlich gehts nach einer langen Vorbereitung los und ich hoffe, dass mittlerweile auch in Skandinavien der Winter eingetroffen ist.“

Martin Fritz: „Ich habe den Sommer gut gearbeitet, speziell im Laufen ist sehr viel weitergegangen. Ruka war in der Vergangenheit schon immer ein guter Boden für mich, letztes Jahr bin ich da über die 5km Siebter geworden. Ich freue mich auf den Auftakt.“

Franz-Josef Rehrl: „Ich bin top motiviert für den Auftakt. Am Ende der Vorbereitung konnte ich die besten Sprünge der Vorbereitung zeigen, es fügt sich alles zusammen. Die Schanze in Ruka hat Fliegerpotential, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Loipe ist hart, aber mit dem langen Stiegen und Abfahrten schön zu laufen. 

Mario Seidl: „Mir taugt der Bergisel richtig gut, deshalb war es für mich der ideale Ort, um mir den letzten Feinschliff für Ruka, was ja die größte Schanze im Weltcup ist, zu holen. Langlauftechnisch haben wir uns in Rovaniemi und dieses Wochenende noch in der Leutasch vorbereitet, da fühle ich mich auch gut. Zuversichtlich stimmt mich auch, dass ich eine ideale Vorbereitung hatte ohne gröbere Erkrankungen oder Verletzungen.“

Bernhard Gruber: „Ich hab mich in Rovaniemi gleich gut angefreundet mit dem finnischen Schnee, die Laufform passt. Ich freue mich auf Ruka, jedoch möchte ich den Ball flach halten, die Schanze in Ruka ist nicht einfach zu springen.“

Lukas Greiderer: „Ich fühl mich gut und freue mich, dass es losgeht. Die Schanze in Ruka ist noch einmal ein bisschen größer und hat einen eigenen Charakter, ebenso die Loipe, die mit den Stiegen und Abfahrten nicht einfach ist. 

Zeitplan:

Freitag, 23.11.2018

11.00 - 13.00 Uhr: offizielles Langlauftraining

14.00 Uhr: offizielles Sprungtraining HS 142

16.00 Uhr: provisorischer Wertungsdurchgang/Qualifikation HS 142

Samstag, 24.11.2018

11.00 Uhr: Probedurchgang HS 142

12.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 142

16.00 Uhr: Langlauf Einzel 10km

Sonntag, 25.11.2018

9.45 Uhr: Probedurchgang HS 142

10.45 Uhr: Wertungsdurchgang HS 142 Team

16.00 Uhr: Langlauf Team 4x5km

Weitere Meldungen