Aujesky bei WM als Sechster bester Österreicher

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Foto: ÖSV Johannes Aujesky (6.), Johannes Rohrweck (13.) und Adam Kappacher (14.) konnten in den Kampf um die WM-Medaillen nicht eingreifen (v.l.n.r.).

Die ÖSV-Skicrosser haben bei der FIS Snowboard-, Freestyle- und Freeski-Weltmeisterschaft in Solitude die Medaillenränge verpasst.

Als bester Österreicher landete der Niederösterreicher Johannes Aujesky als Zweiter des kleinen Finales auf dem sechsten Gesamtrang. Für den Oberösterreicher Johannes Rohrweck (13.) und den Salzburger Adam Kappacher (14.) war jeweils im Viertelfinale Endstation. Für den Oberösterreicher Daniel Traxler (25.) kam in der Auftaktrunde das Aus. Bei den Damen wurde Andrea Limbacher im Viertelfinale durch einen Sturz in der Startsektion aus ihren Medaillenträumen gerissen. Die Weltmeisterin des Jahres 2015, die in der Qualifikation die drittschnellste Zeit gefahren war, landete in der Endabrechnung auf Rang 13. Unmittelbar hinter Limbacher klassierte sich die Steirerin Katrin Ofner an der 14. Stelle.

Johannes Aujesky war mit Platz sechs bei seiner WM-Premiere nicht unzufrieden. "Ich bin ein gutes Rennen gefahren und freue mich über dieses Ergebnis. Leider ist mir im Semifinale beim Start ein Malheur passiert, als ich bei einem Stockschub hängengeblieben bin. Dadurch bin ich nach der Startsektion auf den vierten Platz zurückgefallen und konnte auch nicht mehr viel aufholen. Aber wie gesagt, generell kann ich mir heute nicht viel vorwerfen", sagte Johannes Aujesky.

Die weiteren ÖSV-Herren kamen im WM-Finale nicht so richtig auf Touren. "Ich bin derzeit gesundheitlich leider in keinem Topzustand, daher hatte ich auch im Viertelfinale nie eine echte Chance, um in den Kampf um den Aufstieg einzugreifen", meinte Johannes Rohrweck. "Ich weiß nicht warum, aber ich bin heute nie richtig ins Fahren gekommen", bilanzierte Adam Kappacher. Und Daniel Traxler, vor zwei Wochen in Idre Fjäll (SWE) als Zweiter und Dritter zweimal auf dem Weltcup-Podest, kämpfte in seinem Achtelfinal-Heat zwar verbissen, aber letztlich vergeblich um das Weiterkommen: "Was ich auch probiert habe, meine Gegner haben mir immer wieder die Tür zugeworfen – und das vom Start bis ins Ziel."

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Foto: GEPAFür Andrea Limbacher war das WM-Rennen nach einem Sturz im Viertelfinale vorbei.

Schwer enttäuscht war Andrea Limbacher, die in Training und Qualifikation mit dem Kurs sehr gut zurechtgekommen war, aber ausgerechnet im Finale mit einem Sturz ihre Hoffnungen auf eine Medaille im Schnee begrub: "Ich muss mir im Video noch einmal anschauen, was da passiert ist. Ich habe in der Startsektion eigentlich nie Probleme gehabt. Das Aus im Viertelfinale war extrem bitter, weil ich mich hier gut gefühlt habe und viel mehr möglich gewesen wäre." Katrin Ofner meisterte das Achtelfinale noch souverän, in der zweiten Runde erwischte die Steirerin dann jedoch keine optimale Fahrt mehr: "Die ersten Elemente habe ich im Viertelfinale noch ganz gut getroffen, doch dann ist mir am Ende der Startsektion ein unnötiger Fehler unterlaufen, der mir alle Chancen auf den Aufstieg genommen hat", erklärte Katrin Ofner.

Bei den Herren holte sich der Franzose Francois Place vor den beiden Kanadiern Brady Leman und Kevin Drury den WM-Titel. Bei den Damen siegte die Kanadierin Marielle Thompson vor der Schweizerin Fanny Smith und der Französin Alizee Baron.

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