Baumgartner Neunter bei Big Air in Atlanta

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Sam Baumgartner hat sich, nach erfolgreicher Qualifikation für das Finale der besten 10, schlussendlich im heutigen Finale im SunTrust Park Atlanta (USA) auf dem neunten Rang platziert.

Mit seinem zweiten Sprung in der Qualifikation überzeugte Baumgartner die Judges und sicherte sich einen Platz im Finale. Vor einer atemberaubenden Kulisse und rund 10.000 Zusehern im Heimatstadion der Atlanta Braves Baseball Mannschaft verlief der Wettkampf nicht ganz nach Wunsch für Baumgartner. Nach einem starken ersten Finaltrick hatte er mit einer sauberen Landung zu kämpfen und kam schlussendlich zu Sturz. Quasi ident verlief der zweite Sprung, beim Switch Double Misty 1440 mit sauberer Ausführung und Höhe sowie Weite deutete alles auf einen guten Abschluss hin, letzendes verschlug es ihm in der Landung erneut die Skier und er kam spektakulär zu Sturz. Leider verletzte sich Baumgartner bei diesem Manöver leicht am hinteren Oberschenkel und musste den dritten Finaldurchgang auslassen und reihte sich auf dem dennoch starken neunten Rang ein.  

Der Sieg bei den Herren ging an Alex Hall (USA) vor Adelisse Antonine (FRA) und Teal Harle (CAN). Auch die beiden weiteren ÖSV-Athleten Lukas Müllauer (21. Platz) und Hannes Rudigier (34. Platz) zeigten im hochkarätig besetzten Wettkampf eine solide Performance, kleinere Fehler verwehrten den beiden jedoch den Finaleinzug.

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FIS Freeski Big Air Weltcup Atlanta (USA)

„Ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung und froh darüber, wieder ein gutes Ergebnis stehen zu haben. Heute hat man ganz klar gesehen, dass bereits der kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage entscheidet und das Niveau ein neues Level erreicht hat. Mich hier für das Finale qualifiziert zu haben bestätigt, dass ich im Einzelnen sowie wir als Mannschaft auf dem richtigen Weg sind und entsprechend weiterarbeiten werden.“, resümiert Baumgartner. 

Lara Wolf konnte sich als einzige ÖSV-Athletin mit 4,50 Punkten Rückstand nicht für das Finale der besten sechs Damen qualifizieren und landete schlussendlich auf dem 11. Rang. Der Sieg bei den Damen ging an die Schweizerin Mathilde Gremaud, vor Giulia Tanno (SUI) und Isabell Atkin (GBR).

Mit dem Bewerb in Atlanta endet für die ÖSV-Freeskier eine intensive vorweihnachtliche-Wettkampfphase, welche in Summe mannschaftlich starke Leistungen zeigt. Die FIS Weltcup-Reise der Athleten in den Disziplinen Big Air und Halfpipe führte von Peking und Secret Garden (CHN) bis nach Copper Mountain und Atlanta (USA).

Der sportliche Leiter für Freeski im ÖSV, Roman Kuss, zieht nach den vier Weltcup-Bewerben im Dezember eine Zwischenbilanz:  

„In den letzten Wochen ging es relativ rund und ich bin mit den Leistungen der gesamten Mannschaft sowohl im Big Air als auch in der Halfpipe sehr zufrieden. Speziell im Big Air konnten wir mit drei Finalqualifikationen in drei Weltcup-Bewerben bei den Herren deutlich aufzeigen, dass auch unsere Athleten konkurrenzfähig sind, auch wenn es heuer noch nicht für ein Podium gereicht hat. Die Luft an der Spitze ist sehr dünn und das Level des internationalen, stets stark besetzten Starterfelds aktuell auf einem noch nie da gewesenen Höhepunkt. Und dass wir dort mitspielen können stimmt mich für die Zukunft sehr positiv. Unsere Damen und Herren haben wirklich große Fortschritte gemacht, welche es nun gilt weiter zu perfektionieren und auszubauen. Kurz und bündig zusammengefasst sind wir unserem langfristigen Ziel, Österreich auch im Freeski Sport zu einem der Global Player zu machen, einem großen Schritt nähergekommen und daraufhin werden wir auch die restliche Saison, insbesondere in Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2021 und Olympischen Winterspiele 2022, auslegen.

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