Bereich Events

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Foto: ÖSV/Erich Spiess Das ÖSV-Eventteam (v.r.): Bereichsleiter Rupert Steger, Sabine Schnell, Max Obergruber und Wolfgang de Cillia

Auf den Punkt gebracht, ist das ÖSV-Eventteam für die reibungslose Durchführung aller Weltcupveranstaltungen in Österreich verantwortlich – von der Budgetierung bis zur tatsächlichen Umsetzung vor Ort. Was auf den ersten Blick überschaubar erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als komplexes Aufgabengebiet mit unzähligen Themenfeldern.

Der Startschuss erfolgt, sobald einer der Weltverbände (FIS, IBU oder ISMF) den Skiverband mit der Durchführung einer Veranstaltung betraut. Danach entscheidet die ÖSV-Präsidentenkonferenz, wo diese stattfinden soll. Hier kommt erstmals das Eventteam ins Spiel. Es folgt die Kontaktaufnahme zum lokalen Mitgliedsverein, der seinerseits ein Organisationskomitee gründet. Rechtlich gesehen bleibt der Österreichische Skiverband mit seinen Gesellschaften Veranstalter und trägt damit das wirtschaftliche Risiko.

„Sobald die Kalenderplanung steht, werden gemeinsam mit dem Weltverband und den Rechteinhabern Startzeiten definiert, um unseren Veranstaltungen eine attraktive TV-Präsenz zu ermöglichen“, erklärt Bereichsleiter Rupert Steger. Der Mann weiß, wovon er spricht: seit 26 Jahren ist der gebürtige Flachauer für alle Weltcup-Veranstaltungen in Österreich, mit Ausnahme von Kitzbühel und Bad Gastein, verantwortlich.

„Nach den ersten Budgetvorbereitungen erfolgen in regelmäßigen OK-Sitzungen Detailabstimmungen. Dazu kommen Inspektionen mit dem Host Broadcaster und den Verantwortlichen der Weltverbände“, skizziert Steger das weitere Vorgehen. Zudem agiert das Eventteam als Ansprechpartner für alle Behörden und Stakeholder, ist für das gesamte Ticketing inklusive Preisgestaltung verantwortlich und organisiert Schulungen für OK-Mitarbeiter im Bereich der Abrechnungs- und Helferrichtlinien.

Bei seiner alltäglichen Arbeit wird der Bereichsleiter von einem kleinen, aber erfahrenen Team unterstützt. Dieses besteht im Eventmanagement aus Sabine Schnell, welche die Projektkoordination bei Ski Alpin, Freestyle und Snowboard-Veranstaltungen innehat und Max Obergruber, welcher die nordischen Events mitverantwortet. Dazu kommt „ÖSV-Urgestein“ Wolfgang de Cillia. Der Kärntner ist die „gute Seele“ des Teams und seit unglaublichen 43 Jahren in unterschiedlichsten Funktionen für den ÖSV-tätig, die letzten 11 davon im Bereich Event-Logistik.

Fehlende Infrastruktur als große Herausforderung

Ein wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Weltcup-Veranstaltung ist auch der Hospitality-Bereich, wo Birgit Pilotto für die Projektkoordination verantwortlich zeichnet. Die Salzburgerin mit langjähriger Agenturerfahrung ist seit 12 Jahren unentbehrlicher Teil des Teams und sorgt u.a. für ein perfektes Ambiente in den VIP-Bereichen. Komplettiert wird das sechsköpfige Eventteam von Alexandra Bachler. Die Steirerin leistet wertvolle Backoffice-Arbeit und unterstützt das Team bei den Abrechnungen.  

„Auch wenn auf dem Papier klare Zuständigkeiten abzulesen sind, gibt es in der alltäglichen Arbeit zahlreiche Überschneidungen. Umso wichtiger ist es, ein eingespieltes Team um sich zu wissen, damit ein Rädchen ins andere greift.“

Ruper Steger, Bereichsleiter Events

Nicht unerwähnt möchte der Eventprofi die Leistungen der Organisationskomitees und Vereine lassen. „Ohne ihr Engagement und den leidenschaftlichen Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer, wäre eine Umsetzung der Weltcupevents nicht möglich. Vor allem im Bereich Veranstaltungsrecht und Arbeitsschutz ist der Aufwand in den letzten 20 Jahren enorm gestiegen.“ Die größte Herausforderung sieht Steger im Fehlen einer fixen Sport-Infrastruktur. „Außer gewisser Sportstätten im Skisprung- und Biathlonbereich benötigen wir große Unterstützung seitens der Bergbahnen, Gemeinden, Tourismusverbände und Grundeigentümer, um unsere Veranstaltungen durchführen zu können.“ Mit einem klaren Ziel vor Augen: „Seit ich dabei bin, ist es der Wunsch unserer Geschäftsführung, nicht nur erfolgreich zu wirtschaften, sondern die Events auch einem sehr hohem Niveau umzusetzen. Das ist Motivation und Ansporn zugleich.“

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