Der letzte österreichische Ramsau-Sieger

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GEPA Mario Stecher ist der letzte Österreicher, der in der Ramsau gewonnen hat.

Seit 2 Jahren ist Mario Stecher im ÖSV als sportlicher Leiter für die Sparten Skispringen und nordische Kombination verantwortlich. Ebenso ist der gebürtige Steirer der letzte Österreicher, der beim Weltcup in der Ramsau einen Sieg einfahren konnte.

In seiner aktiven Laufbahn als nordischer Kombinierer holte Mario Stecher nicht weniger als 10 Medaillen bei Weltmeisterschaften und olympischen Spielen. Vor neun Jahren feierte der gebürtige Steirer einen Doppelsieg in der Ramsau, das soll bis dato der letzte österreichische Sieg am Fuße des Dachsteins bleiben. Heute trafen wir ihn anlässlich des Heimweltcups in der Ramsau zum Gespräch. Für uns lässt er noch einmal die letzten Jahre Revue passieren und erzählt uns, was sich seitdem alles verändert hat.

Mario, vor fast 10 Jahren hast du in der Ramsau einen Doppelsieg gefeiert. Du bist damit der letzte Österreicher, der in der Ramsau gewonnen hat. Wenn du zurück denkst, was geht da in dir vor?

Mario Stecher: „Es war ein schönes Gefühl, ich habe ja zweimal hintereinander gewonnen und bin dann auch noch im gleichen Jahr mit dem gelben Trikot gestartet. Zu der damaligen Zeit war das ein großer Erfolg, noch dazu habe ich das zweite Rennen in der Ramsau mit einem Respektabstand gewonnen. Damit habe ich mir selbst ein großes Weihnachtsgeschenk gemacht.“

Du kennst die Nordische Kombination aus zwei Seiten: sowohl als Athlet als auch als Funktionär – was hat sich in den letzten Jahren verändert?

Mario Stecher: „Sowohl als Athlet als auch als sportlicher Leiter ist es ein großes Ereignis, vor heimischer Kulisse einen Wettkampf zu haben. Es ist genial, dass es die Heimweltcups gibt und dass diese im Trainingsgebiet des ein oder anderen stattfinden. Dies ist natürlich ein zusätzlicher Ansporn, gleichzeitig ist es eine gute Möglichkeit, sich mit starken Leistungen in die Auslage zu stellen. Geändert hat sich sicher, dass das Skispringen wieder viel wichtiger geworden ist. Man hat in den letzten zwei, drei Jahren gesehen, dass ein Jarl Magnus Riiber das Springen auf ein neues Niveau gehoben hat. Wir haben in Österreich im letzten Jahr mit einem Franz-Josef Rehrl und einem Mario Seidl extrem gut dagegenhalten können und genau durch solche Athleten hat sich das Skispringen wahnsinnig verbessert. Man muss auf einem anderen Level springen, damit man in der Kombination eine Chance hat."

 

Stecher's Doppelsieg 2010

Was macht für dich den Traditionsort Ramsau so besonders?

Mario Stecher: „Ramsau ist für mich immer besonders gewesen, weil ich als gebürtiger Steirer keine weite Anreise hatte. Die Weltmeisterschaft fand dort 1999 statt, das war ein sehr schönes Erlebnis. Die Ramsauer geben sich viel Mühe und die Siegerehrungen finden in einer sehr familiären Atmosphäre statt. Dies schärft das Bewusstsein der Athleten, dass nicht nur der Sport an sich wichtig ist, sondern auch das Rundherum und dass das familiäre Umfeld einen gewissen Bestandteil haben soll.“

Wie siehst du dieses Jahr die Chancen für die Österreicher in der Ramsau?

Mario Stecher: „Bis jetzt waren wir als Team sehr gut aufgestellt! Man sieht trotz der Verletzung von Mario Seidl und Berni Gruber, der sich noch nicht in Topform befindet, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft am Start haben. Es fehlt noch das eine Spitzenergebnis, aber ich bin davon überzeugt, dass wir dies in der Ramsau sehen werden bzw. die Möglichkeit haben, uns an das Podium anzunähern.“

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