Die Aigner-Sisters rocken den Para-Weltcup

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Foto: ÖSV Das ÖSV-Paraksiteam um Trainer Markus Gutenbrunner, Manuel Rachbauer, Nico Pajantschitsch, Thomas Grochar, Patrick Lindner (Co-Trainer), Markus Salcher, Veronika Aigner, Elisabeth Aigner und Sascha Kavelar (Co-Trainer, v.l.) freute sich über einen gelungenen Weltcup-Auftakt in Veysonnaz.

Beim Weltcupauftakt der alpinen Paraskisportler in Veysonnaz (SUI) war die sehbeeinträchtigte Veronika Aigner eine Klasse für sich. Gemeinsam mit Guide und Schwester Elisabeth feierte die Niederösterreicherin in den Technikbewerben vier Siege en suite. Bei den Herren fuhren Markus Salcher und Thomas Grochar auf das Podest.

Nach einer starken Saison mit sehr guten Platzierungen im Europacup reiste unsere heimische Paraski Elite Mitte Jänner zum Weltcupstart nach Veysonnaz. Den letzten Feinschliff für den Technik-Auftakt in der Westschweiz hatten sich die ÖSV-Athleten in den ersten zwei Jänner-Wochen auf der Reiteralm geholt. Dank der großartigen Unterstützung durch die Reiteralm Bergbahnen um GF Daniel Berchthaller fand das Team dort perfekte Trainingsbedingungen vor. Mit viel Selbstvertrauen und hoch gesteckten Zielen blickten die ÖSV-Paraskisportler dem Technik-Auftakt auf der Schweizer Weltcupstrecke entgegen. Bei hervorragenden Verhältnissen konnten insgesamt vier Rennen (zwei Riesenslaloms und zwei Slaloms) auf dem selektiven Weltcuphang ausgetragen werden.

Veronika Aigner und ihrer Schwester Elisabeth bestätigten die guten Trainingsleistungen und konnten trotz der schwierigen Piste alle Rennen mit Respektabstand für sich entscheiden. Die beiden Schwestern aus Niederösterreich sind momentan in ihrer Klasse das Maß aller Dinge und legten mit ihrem Vierfachsieg einen soliden Grundstein, um ihr großes Saisonziel, den Gesamtweltcup bei den sehbeeinträchtigten Damen wieder nach Österreich zu holen, zu erreichen.

Bei den stehenden Herren gelang Markus Salcher mit Rang zwei ebenfalls ein Saisoneinstand nach Maß. Der Kärntner musste sich im ersten Riesentorlauf lediglich dem starken Franzosen Arthur Bauchet geschlagen geben. Beim zweiten Bewerb schied Salcher nach Zwischenbestzeit aufgrund eines Flüchtigkeitsfehlers leider aus und verlor dadurch wertvolle Punkte im Riesentorlauf- und Gesamtweltcup.

Nach bärenstarken Trainingsleistungen und vielen Topplatzierungen im Europacup, kehrte auch Thomas Grochar nach längerer Abstinenz wieder auf das Weltcup-Podium zurück. Im zweiten Riesentorlauf fuhr Grochar auf den hervorragenden zweiten Platz hinter Vortagessieger Arthur Bauchet (FRA). Im zweiten Slalom legte der Kärntner mit Rang drei und seinem zweiten Weltcup-Podest nach und durfte entsprechend zufrieden die Heimreise aus der Schweiz antreten. Nach einigen harten Jahren ohne Podium im Weltcup, scheint es, dass Grochar seinen „Flow“ und seine Sicherheit wiedergefunden hat und in den technischen Disziplinen jederzeit für Podestplätze gut ist. Mit Nico Pajantschitsch war in Veysonnaz noch ein weiterer Österreicher in der stehenden Klasse der Herren am Start. Mit drei Top-10 Plätzen konnte der Kärntner starke Platzierungen einfahren. Ganz zufrieden war der Vorjahres-Zweite im Slalom-Weltcup mit seiner Ausbeute aber nicht.

Bei den sehbeeinträchtigten Herren sammelte Michael Scharnagl erste Weltcup Erfahrungen. Durch den plötzlichen Ausfall seines Guides musste kurzerhand Co-Trainer Sascha Kavelar, einspringen. Im zweiten Riesentorlauf kam der Newcomer aus Tirol schwer zu Sturz und schied mit Prellungen und Abschürfungen im Gesicht aus. Dank seiner hervorragenden Physis und seinen Nehmerqualitäten konnte „Iron Mike“ aber noch die beiden abschließenden Slalombewerbe absolvieren und unterstrich mit Rang vier im Abschlussrennen seine aufsteigende Form. Nach dem Weltcupauftakt in den technischen Disziplinen in der Schweiz ging es zurück nach Österreich, wo mit zwei Abfahrten und zwei Super-G‘s in Saalbach (nach Redaktionsschluss) der Auftakt in die Speed-Saison erfolgte.

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