Doppelsieg in Adelboden

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ÖSV/Aichner

Beim Slalom-Klassiker in Adelboden (SUI) feierte der ÖSV einen emotionalen Doppelsieg. Johannes Strolz holte überraschend seinen ersten Weltcupsieg und Teamkollege Manuel Feller wurde wie im gestrigen Riesentorlauf Zweiter. Rang drei ging an den Deutschen Linus Strasser.

Es war die Sensation des Tages: Der 29-jährige Johannes Strolz gewinnt sein erstes Weltcuprennen und dass beim Traditionsbewerb in Adelboden. Mit der hohen Startnummer 38 ging der Vorarlberger ins Rennen und zeigte auf der anspruchsvollen Piste einen nahezu perfekten ersten Lauf. Mit Platz sieben zur Halbzeit überraschte der Warther bereits viele. In der Entscheidung packte Strolz dann eine wahre Traumfahrt aus und katapultierte sich damit ganz nach oben. Am Ende feierte Strolz einen hoch emotionalen ersten Weltcupsieg. Bislang stand ein zehnter Platz vor zwei Jahren in Madonna als bestes Resultat zu buche.

„Es ist ein Traum der wahr geworden ist und ich kann es noch nicht ganz realisieren. Ich bin brutal dankbar, dass es heute geklappt hat, denn da stehen so viele Menschen dahinter. Am Leaderboard ist mir so viel durch den Kopf gegangen, was in den letzten Jahren alles passiert ist und es war sehr emotional. Für mich ist das das Schönste Skirennläufer zu sein und daher war und ist es den ganzen Aufwand auch wert.“

Johannes Strolz

Feller
GEPA

Wie schon im gestrigen Riesentorlauf holte Manuel Feller den ausgezeichneten zweiten Platz. Der Tiroler, der in den bisherigen beiden Saisonslaloms ausgeschieden war, lag nach einem tollen ersten Lauf ex aequo mit Fabio Gstrein in Führung. Im zweiten Durchgang konnte der 29-Jährige an die Leistung anknüpfen und feierte am Ende seinen vierten Podestplatz in dieser Saison, den ersten im Slalom.

„Zunächst habe ich mich kurz über den Rückstand geärgert und dann habe ich gesehen wer in Führung lieg. Ab diesem Moment war mir das komplett egal, wenn es sich jemand heute verdient hat, dann er. Man kann nur den Hut vor Johannes ziehen.“

Manuel Feller

Gstrein
GEPA

Ein Wellenbad der Gefühle durchlebte Fabio Gstrein am heutigen Tag. Zunächst packte der Ötztaler im ersten Lauf eine Sensationsfahrt aus und ging trotz Fehler im Zielhang ex aequo mit Manuel Feller als Führender in die Pause. Im zweiten Durchgang lag der 24-Jährige, der als Letzter ins Rennen ging, lange auf Podestkurs und schied dann im Schlussteil aus.

Marco Schwarz wurde als Elfter drittbester ÖSV-Athlet. Der Kärntner zeigte im ersten Durchgang einen guten Lauf und verlor erst im letzten Streckenabschnitt an Zeit. Im zweiten Lauf konnte Schwarz nicht an diese Leistung anschließen und musste sich am Ende mit Rang elf begnügen.

Erfreulich waren auch die Leistungen von Dominik Raschner und Marc Digruber auf den Rängen 16 und 17. Raschner qualifizierte sich als 29. gerade noch für den zweiten Lauf und verbesserte sich dort mit der dritten Laufzeit um ganze 13 Positionen. Marc Digruber überraschte im ersten Lauf mit Rang acht, musste jedoch in der Entscheidung einige Plätze einbüßen. Dennoch konnte sich der Niederösterreicher als 17. über sein bestes Ergebnis seit knapp zwei Jahren freuen.

Ergebnis

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GEPA

Der Weltcuptross der Herren bleibt in der Schweiz, wo kommende Woche in Wengen ein wahres Mammutprogramm bevorsteht. Insgesamt stehen am Lauberhorn zwei Abfahrten, ein Super-G und ein Slalom auf dem Programm.

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