Douschan erobert WM-Silber im Snowboardcross

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Foto: ÖSV Der Kärntner Hanno Douschan sorgte mit Silber im Snowboardcross für einen perfekten WM-Auftakt für das ÖSV-Team.

Erste Entscheidung bei der FIS Snowboard-, Freestyle- und Freeski-WM in Park City und die erste Medaille für Österreich! Hanno Douschan eroberte in Solitude dank einer Glanzleistung die Silbermedaille im Snowboardcross und holte damit das erste Edelmetall für das ÖSV-Team in dieser Disziplin seit 2013, als Markus Schairer in Stoneham (CAN) ebenfalls Silber gewonnen hatte. 

Gold ging an den US-Amerikaner Mick Dierdorff, Bronze sicherte sich der Italiener Emanuel Perathoner. Der Vorarlberger Alessandro Hämmerle erreichte das Viertelfinale und landete als zweitbester Österreicher auf Platz 16. Der Wiener Lukas Pachner belegte nach einem frühen Aus im Achtelfinale Rang 26.

Hanno Douschan startete mit einem klaren Laufsieg in der Auftaktrunde fulminant in das Rennen und nahm als Zweiter hinter Dierdorff auch die Viertelfinal-Hürde souverän. Im Halbfinale standen dem Kärntner auch ein wenig das Glück und der Deutsche Paul Berg zur Seite, der in Führung liegend beim Zielsprung spektakulär stürzte und Douschan so als Laufzweitem hinter Dierdorff den Weg in das große Finale ebnete. Dort lieferte sich der 29-Jährige mit Dierdorff ein packendes Duell um den Sieg, das der US-Boy am Ende knapp für sich entschied.

"Mit dieser Medaille ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", rang der Maria Saaler unmittelbar nach dem Rennen nach Worten. "Ich habe so lange um diesen Erfolg gekämpft, auch schlechte Zeiten gehabt und viele Schmerzen wegstecken müssen. Man muss im Training oft an seine Grenzen und auch darüberhinaus gehen, doch in so einem Augenblick ist das alles vergessen. Ich habe gewusst, dass ich hier etwas schaffen kann, weil ich aktuell sehr schnell bin und in dieser Weltcup-Saison in Cervinia auch schon einmal auf das Stockerl gefahren bin (Platz drei, Anm.). Aber für eine Medaille muss so viel zusammenpassen, und das war heute zum Glück der Fall. Es ist auch ein sehr schönes Gefühl, dass sich alle bei uns im Team und auch viele Fahrer anderer Nationen mit mir mitfreuen", jubelte Hanno Douschan.

Video: Hanno Douschan ist Vizeweltmeister

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Foto: GEPAHanno Douschan (grünes Trikot) fuhr das Rennen seines Lebens und wurde dafür mit Edelmetall belohnt.

Bei Alessandro Hämmerle hielt sich die Enttäuschung angesichts des Medaillengewinns seines ÖSV-Teamkollegen in Grenzen: "Ich habe schwer in das Rennen gefunden und wäre im ersten Heat gleich nach der Startsektion fast gestürzt. Ich habe das aber noch irgendwie hinbiegen können und bin aufgestiegen. Im Viertelfinale habe ich trotz meiner schlechten Startposition alles probiert, aber ich bin einfach nicht nach vorne gekommen. Das war heute nicht mein Tag. Dafür freue ich mich umso mehr für Hanno, der sich diese Medaille mehr als verdient hat", sagte Alessandro Hämmerle.

Auch Lukas Pachner war im Achtelfinale nach einem durchwachsenen Start schnell im Hintertreffen und kam beim Versuch, verlorenes Terrain wieder gutzumachen, um unteren Streckenteil zu Sturz: "Mit der Startsektion hatte ich in dieser Woche so meine Probleme, aber der Kurs wäre lang genug gewesen, um noch aufholen zu können. Ich habe alles probiert, aber es hat leider nicht funktioniert", meinte Lukas Pachner.

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Foto: GEPADer Jubel in der rot-weiß-roten Mannschaft war nach dem Gewinn der ersten SBX-Medaille seit 2013 verständlicherweise riesengroß.

Das ohne österreichische Beteiligung ausgetragene Damen-Rennen gewann die Tschechin Eva Samkova vor der Britin Charlotte Bankes und der Italienerin Michela Moioli.   

WM-Parallelslalom mit Mathies, Auner und Kislinger

In der internen ÖSV-Vierer-Qualifikation haben sich am Freitag der Vorarlberger Lukas Mathies sowie die beiden Steirer Arvid Auner und Sebastian Kislinger die Startplätze für den WM-Parallelslalom am kommenden Dienstag in Park City gesichert. Titelverteidiger Andreas Prommegger und Benjamin Karl waren für die PSL-Entscheidung gesetzt. Der Kärntner Alexander Payer, der die Qualifikation für den Parallelslalom verpasst hat, kommt am Montag im PGS neben Karl, Kislinger, Mathies und Prommegger zum Einsatz.

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