Drei Österreicher in den Top-15

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Foto: GEPA Der Tiroler Felix Leitner schaffte es auch beim zweiten WM-Einzelbewerb in die Top-Ten.

Gold im Verfolgungsrennen der Herren bei der WM in Antholz (ITA) ging an Emilien Jacquelin. Der Franzose traf alle zwanzig Scheiben und setzte sich in einem spannenden Zielsprint 0,4 Sekunden vor dem norwegischen Superstar Johannes Thingnes Bö durch, der zweimal in die Strafrunde musste. Die Bronzemedaille gewann der russischen Sprintweltmeister Alexander Loginov (+23,9 sec.), der bis zum letzten Stehendanschlag in Führung lag, dort die Chance auf Gold aber mit seinem einzigen Fehlschuss vergab.

Felix Leitner konnte sein top Sprint-Ergebnis mit einer starken Leistung in der Verfolgung bestätigen. Mit zwei fehlerlosen Liegendserien konnte sich der 23-jährige Tiroler von Rang neun zwischenzeitlich auf Rang sieben vorarbeiten. Nach zwei Fehlern im Stehendanschlag beendete er das 12,5 km Rennen schließlich wie gestern auf Rang neun (+1:33 Minuten). Eine grandiose Aufholjagd zeigte Simon Eder. Neben dem neuen Weltmeister schaffte es der Salzburger Routinier als einziger alle 20 Scheiben zu treffen. Dank hundertprozentiger Trefferquote konnte sich Eder von Rang 37 noch auf Rang 12 vorarbeiten. Julian Eberhard musste insgesamt viermal in Strafrunde, konnte sich dank starker Laufform aber auf Rang 14 verbessern. Weniger erfreulich verlief das Rennen für Dominik Landertinger, der mit vier Fehlern von Rang 31 auf Rang 40 zurückfiel.

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Foto: GEPAMit der drittbesten Tageszeit gelang Simon Eder in der Verfolgung eine grandiose Aufholjagd. Der Salzburger verbesserte sich von Rang 31 auf 12.
Stimmen:

Felix Leitner: „In der Runde konnte ich zwar nichts aufholen, aber immer super mit jemanden mitlaufen. Ich habe mich auch körperlich wieder gut gefühlt. Ein zweites Top-Ten-Ergebnis ist einfach geil. Es waren zwar ein paar Schönheitsfehler dabei, aber ich bin super zufrieden. Auch im Gesamtweltcup geht es damit weiter nach vorne. Danke an unsere Techniker, ich hatte wieder super Ski."

Simon Eder: „Das es für eine Top-3-Tageszeit gereicht hat, macht mich stolz. Schön, dass ich das noch draufhabe. Wenn gestern Loginov die Überraschung war, dann war es heute ich. Jedenfalls habe ich mich selbst überrascht. Die Tagesverfassung war ok, der Ski war mega und das Schießen ohnehin perfekt. Das war auch mannschaftlich ein Zeichen, dass wir noch da sind."

Julian Eberhard: „Ich habe attackiert und versucht so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Da muss man am Schießstand Risiko nehmen, da bin ich leider viermal mit einem Fehler weg. Es war aber kein schlechtes Rennen. Ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Das nehme ich so mit. Wir hatten heute auch super Material. Jetzt noch ein, zwei Treffer mehr. Dann ist einiges möglich."

Dominik Landertinger: „Geschossen wie ein Volksschüler, gelaufen wie ein Rentner. Das war ein Rennen zum Vergessen. Es war einfach von vorne bis hinten ein verkorkster Bewerb."

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