Dujmovits feiert nach 1027 Tagen ihr Comeback

20210108_dujmovits
Foto: GEPA Julia Dujmovits hat am 18. März 2018 in Winterberg ihr bisher letztes Weltcuprennen bestritten.

Mit einem Parallelriesentorlauf starten die Raceboarder an diesem Samstag (9.1.) in Scuol (SUI) in das Kalenderjahr 2021! Dabei steigen Julia Dujmovits (Ellbogenluxation und Bändereinriss im linken Arm) und Sabine Schöffmann (Gehirnerschütterung) nach ihren in der Vorbereitung erlittenen Verletzungen in das Weltcup-Geschehen ein. Olympiasiegerin Dujmovits feiert gar nach 1027 Tagen Wettkampfpause ihr Comeback.

Bei den Herren geht es für Benjamin Karl in der Schweiz darum, das gelbe Leader-Trikot zu verteidigen und damit als Weltcup-Gesamtführender zu den Heimrennen in der kommenden Woche nach Bad Gastein zu kommen!

Das ÖSV-Team hat sich in den vergangenen Tagen auf der Reiteralm den letzten Schliff für das Rennen in Scuol geholt. Julia Dujmovits, die nach zwei Saisonen und der verletzungsbedingten Verzögerung nun endgültig auf die Weltcupbühne zurückkehrt, zog nach der finalen Vorbereitung zufrieden Bilanz: "Zu Beginn hatte ich noch etwas damit zu kämpfen, um den Trainingssturz von Anfang Dezember aus dem Kopf zu bekommen, doch mit jeder Fahrt ist es mir besser gelungen, wieder an das Limit zu gehen. Ich habe mich auch von Lauf zu Lauf steigern können. Obwohl ich in der Qualifikation mit einer hohen Nummer starten muss, hoffe ich, dass ich den Sprung in das Finale der Top 16 schaffe", erklärt Julia Dujmovits.

Sabine Schöffmann hat sich ergänzend zum Training mit dem ÖSV-Team in der Vorwoche auch im "familiären Kreis" auf der Simonhöhe mit ihrem Freund und Teamkollegen Alexander Payer auf ihr Comeback vorbereitet. "Der Kärntner Landeskader und meine Cousine Pia (Schöffmann, Anm.) waren bei diesem Training auch dabei. Dazu ist mein Vater die Piste durchgerutscht und meine Mutter hat die Fahrten gefilmt", berichtet Sabine Schöffmann. "Die lange Pause ist natürlich nicht spurlos an mir vorübergegangen, daher bin ich zuerst einmal froh, in Scuol wieder am Start zu stehen. Ich hoffe, dass die Piste hart und kompakt, aber nicht eisig ist. So war es nämlich im Vorjahr, und da war das Rennen für mich nach dem ersten Quali-Lauf vorbei. Heuer möchte ich es natürlich anders – sprich besser – machen", betont die Kärntnerin.

20210108_schoeffmann
Foto: FIS/Miha MatavzSabine Schöffmann kehrt nach einer im November erlittenen Gehirnerschütterung in Scuol auf die Rennpiste zurück.

Bei den Herren streift Benjamin Karl in Scuol nach seinem Sieg beim PGS in Carezza (ITA), wo er im großen Finale seinen ÖSV-Teamkollegen Andreas Prommegger um eine Hundertstelsekunde bezwungen hat, das gelbe Trikot des Weltcupleaders über. "Das Rennen und das gesamte Flair in Scuol sind ein Traum – ich mag die ganze Gegend dort. Der Hang ist nicht zu flach und hat einige coole Übergänge", schwärmt der vierfache Weltmeister, der im Vorjahr in der Schweiz starker Zweiter wurde. Karl arbeitete zuletzt intensiv an der Schuheinstellung, da ein gebrochener Teil durch einen neuen ersetzt werden musste. "Deshalb bin ich auch bis zu 14 Läufe in einer Trainingseinheit gefahren, um mich wieder an die optimale Einstellung hinzutesten", so Benjamin Karl.

20210108_karl
Foto: FIS/Miha MatavzBenjamin Karl startet als Weltcup-Gesamtführender mit dem gelben Trikot in das Kalenderjahr 2021.

ÖSV-Aufgebot für den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Scuol (SUI):

Damen (4): Julia Dujmovits (B), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann, Daniela Ulbing (beide K).

Herren (8): Arvid Auner, Sebastian Kislinger (beide ST), Aron Juritz, Fabian Obmann, Alexander Payer (alle K), Benjamin Karl (NÖ), Lukas Mathies (V), Andreas Prommegger (S).

Programm:

Samstag, 9. Jänner 2021:
10.00 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
14.15 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

TV-Hinweis:
Die ORF-TVthek überträgt den Parallelriesentorlauf in Scuol ab 14.10 Uhr LIVE. ORF SPORT+ zeigt ab 19.00 Uhr eine Zusammenfassung.

Weitere Meldungen