Eder Sechster im Einzel von Canmore

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Fotos: ÖSV/Gerald Sonnberger Simon Eder (hier beim Training) landete bei der Premiere des verkürzten Einzelbewerbs auf Rang sechs.

Der verkürzte Einzelbewerb der Herren in Canmore (CAN) ist zur nächsten Galavorstellung von Johannes Thingnes Bö geworden. Der überragende Norweger setzte sich bei sehr kalten, aber guten Bedingungen im Canmore Nordic Centre dank zwanzig Volltreffer und der schnellsten Laufzeit mit einem Wahnsinns-Vorsprung vor seinem Landsmann Vetle Sjaastad Christiansen (+ 2:10,2 min.) und dem Russen Alexander Loginov (2:41 min.) durch.

Simon Eder zeigte bei der Weltcup-Premiere dieses Wettkampf-Formates (15 statt 20 Kilometer und 45 Sekunden statt einer Strafminute) ein starkes Rennen. Dem Salzburger unterlief in den Liegend-Serien zwar je ein Fehler, dank guter Laufleistung schaffte es der 35-Jährige aus Saalfelden als Sechster aber erneut in die Top-Ten. Der Tiroler Dominik Landertinger, der so wie Eder zwei Scheiben stehen ließ, landete beim Übersee-Auftakt als zweitbester Österreicher auf Rang 19. Julian Eberhard wurde mit vier Fehlern 26., Felix Leitner (2 Fehler) schaffte es als 39. ebenfalls in die Weltcup-Punkteränge.

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Fotos: ÖSV/Gerald SonnbergerGut geschützt ist halb gewonnen. Dominik Landertinger schützte im Training sein Gesicht mit Tape vor der arktischen Kälte.
Stimmen:

Simon Eder: „„Es waren eigentlich super Bedingungen. Wenn du ein paar Tage bei minus 20 Grad draußen bist, sind minus 14 schon ein Traum. Beim Einzel sollte liegend eigentlich die Null stehen, damit man im Stehendanschlag nicht unter Zugzwang kommt. Umso schöner, dass es dennoch für einen Top-Ten-Platz gereicht hat."      

Dominik Landertinger: „Im Großen und Ganzen war es ein ordentliches Rennen. Stehend habe ich leider zweimal einen Fehler gemacht. Läuferisch bin ich es in der ersten Runde nicht zu schnell angegangen, danach habe ich aber draufgedrückt. Die Kälte war für mich wirklich brutal."

Bestes Weltcupergebnis für Julia Schwaiger

Tiril Eckhoff hat den verkürzten Einzelbewerb der Damen in Canmore (CAN) gewonnen. Trotz eines Fehlers (45 Strafsekunden) blieb die Norwegerin 9,8 Sekunden vor der fehlerfrei gebliebenen Tschechin Marketa Davidova. Auch die drittplatzierte Italienerin Lisa Vittozzi (+20,9 sec.) traf alle 20 Scheiben.

Einen glänzenden Auftritt legte auch die Salzburgerin Julia Schwaiger hin. Nach einer makellosen Schießleistung durfte sich die 23-Jährige über Rang zehn und damit ihr bestes Weltcupergebnis freuen. Ihr Rückstand nach 5 x 2,5 Kilometern betrug 1:37,6 Minuten. Die Tirolerin Lisa Hauser, die zwei Scheiben stehen ließ, landete bei der Premiere dieses Einzel-Formats auf Rang 15.

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Foto: GEPAJulia Schwaiger lief beim Weltcup in Canmore erstmals in die Top-Ten.
Stimmen:

Julia Schwaiger: „Am Anfang habe ich mich beim Laufen etwas schwer getan, bin dann aber immer besser ins Rennen gekommen. Am Schießstand habe ich versucht Schuss für Schuss konzentriert abzuarbeiten. Das ist mir gut gelungen. Vier Mal die Null ist natürlich schon ein Highlight. Die Kälte war heute kein Problem, außer dass die Loipe echt langsam war. Ich hatte aber super Material."

Lisa Hauser: „Es war schon relativ kalt, Probleme mit den Fingern hatte ich aber keine. Der Fehler im Stehendanschlag war schade, weil ich den Schuss schon als Treffer gesehen habe. Insgesamt war es eine akzeptable Leistung."

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