Fettner in Nizhny Tagil bester Österreicher

20181202 Nizhny Tagil Manuel Fettner
Foto: EXPA Manuel Fettner gelang in Russland sein zweitbestes Saisonergebnis in diesem Winter.

Das zweite Einzelspringen in Russland ist für Österreichs Skispringer am Sonntag nicht nach Wunsch verlaufen. Stefan Kraft, der am Vortag noch auf dem fünften Platz gelandet war, kam diesmal über den 20. Platz nicht hinaus. Manuel Fettner wurde als bester ÖSV-Athlet 16.

Stefan Kraft war nach dem ersten Durchgang (mit einem Sprung auf 131 Meter) noch auf Platz vier gelegen, doch im zweiten Durchgang (117 Meter) wurden die Hoffnungen auf den ersten Podestplatz in diesem Winter für einen ÖSV-Springer neuerlich nicht erfüllt. Bester Österreicher wurde der Tiroler Manuel Fettner auf dem 16. Platz. Daniel Huber beendete den Finaldurchgang auf dem 28. Rang. Alle weiteren Österreicher kamen nicht in den zweiten Durchgang. Der Sieg ging an Ryoyu Kobayashi aus Japan vor Johann Andre Forfang aus Norwegen und Piotr Zyla aus Polen. 

Bericht vom Samstag: Kraft schrammt an Podest vorbei

20181202 Nizhny Tagil Stefan Kraft
Foto: EXPAStefan Kraft muss nach dem Rückschlag in Nizhny Tagil weiter an seine Stärken glauben und neu angreifen.

Cheftrainer Andreas Felder: "Das war heute wirklich nicht einfach für Stefan Kraft im zweiten Durchgang, das muss ich ehrlich sagen. Er ist auf einem guten Weg, das hat er in den vergangenen Tagen und auch heute im ersten Durchgang absolut gezeigt. Er hatte im zweiten Durchgang gleich nach dem Absprung Rückenwind und bei schwierigen Bedingungen, da fehlt auch ihm noch die komplette Stabilität. Da braucht man hundert Prozent Sicherheit. Manuel Fettner hat gute Sprünge geliefert und bei Daniel Huber sehe ich, dass er eigentlich richtig weit springen kann. Aber kleine Fehler haben ihm hier in Russland zu oft zu viele Meter gekostet. Für den Rest der Mannschaft gilt das Motto 'Weiterkämpfen'. Wir werden in den nächsten Tagen möglichst viel Energie tanken und in Titisee-Neustadt wieder angreifen."

Mario Stecher (Sportlicher Leiter): "Bei solchen Verhältnissen wie sie Stefan Kraft im zweiten Durchgang gehabt hat, ist man chancenlos. Das muss man klar sagen. Nur wenn man seiner Sache absolut sicher ist, dann kann man bei solchen Verhältnissen noch einen guten Sprung herausholen. Und dann wird man vielleicht Zehnter und nicht Zwanzigster. Aber die Selbstsicherheit, die dafür notwendig ist, die fehlt derzeit auch einem Stefan Kraft. Abgesehen davon macht er aber sehr gute Sprünge. Im Weltcup liegen heuer alle noch enger beinander, als in den vergangenen Jahren. Da darf man null Fehler machen. Abgesehen von Stefan Kraft passieren uns derzeit noch zu viele davon."

Ergebnis Nizhny Tagil I 02.12.18

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