Freeski Team zieht Bilanz nach WM und Weltcup in Aspen 

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Nach einer Weltmeisterschaft der Superlative blieben die rot-weiß-roten Freeski Athleten teils hinter ihren eigenen Erwartungen

Zwischen Weltcup-Gesamtsiegern, Olympiasiegern, X-Games Gewinnern, aus über 20 Nationen traf bei dieser Weltmeisterschaft in Aspen / Colorado die Elite des Freeski Sports aufeinander. Das österreichische Freeski Team war in allen drei Disziplinen mit insgesamt 8 Athleten vertreten. Die rot-weiß-roten Halfpipe-Athleten Marco Ladner (T) und Andreas Gohl (T) erlebten COVID-19 bedingt mit dieser Weltmeisterschaft auch zugleich ihren Saisonstart. In den WM-Bewerben Slopestyle und Big Air konnten die WM-Debütanten Hannes Rudigier (T), Julius Forer (V) und Laura Wallner (T) zum ersten Mal im Kampf um Edelmetall mitmischen. Auch die WM-Routiniers Lukas Müllauer (S), Samuel Baumgartner (OÖ) und Lara Wolf (T) hatten an ihre bereits dritte Weltmeisterschaft in den Bewerben Slopestyle und Big Air hohe Ansprüche.

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Hierbei bewies die Tirolerin Lara Wolf internationale Klasse, indem sie sich für das Slopestyle Finale der besten acht Damen der Welt qualifizierte und dabei einen guten siebten Platz erreichte. Auch ihre Teamkollegin Laura Wallner konnte mit ihrem zehnten Platz im Big Air ein Top-10 Resultat mit nach Hause nehmen. Die Tirolerin erreichte mit ihrem einzigartigen „Flat Double 7“ ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Der Salzburger Lukas Müllauer, der im Big Air einen exzellenten „Double Cork 18“ zeigte, erreichte mit diesem Sprung den 14 Rang und somit eine Top-15 Platzierung bei diesen Weltmeisterschaften. Hannes Rudigier, landete nach seiner Verletzungspause und bei seiner ersten Weltmeisterschaft einen sehr guten „Double Cork 16“ im Big Air Bewerb und erreichte damit den 22 Rang. Auch WM-Debütant Julius Forer, konnte mit einem 34 Rang im Big Air erste WM-Eindrücke sammeln. Samuel Baumgartner war bei dieser Weltmeisterschaft vom Sturzpech verfolgt und konnte im Slopestyle wie auch im Big Air bei seinem finalwürdigen „Switch Triple 18“ keinen Durchgang zu Ende bringen. Die Halfpipe Athleten Gohl und Ladner konnten ebenfalls Top-20 Ergebnisse verbuchen. Hierbei hatten Marco Ladner (Rang 17) und Andreas Gohl (Rang 18), ihren ersten internationalen Vergleich mit der Konkurrenz in dieser Saison.

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Mit wertvollen Erfahrungen im Gepäck hatte das rot-weiß-rote Freeski Team bei der am Freitag stattgefundenen Slopestyle Weltcup Qualifikation nochmals die Chance zu zeigen was in ihnen steckt. Hierbei konnte die Tirolerin Laura Wallner mit einem 15 Platz aufzeigen und kommt damit der Olympia Qualifikation einen weiteren Schritt näher. „Ich bin mit meiner heutigen Leistung zufrieden, der Kurs in Aspen ist nicht leicht zu fahren und die Konkurrenz war wirklich stark“, so Wallner. Ihre Teamkollegin Lara Wolf (T) konnte im Slopestyle Weltcup, sturzbedingt lediglich einen 21 Rang einfahren. Auch der Salzburger Lukas Müllauer, erlitt im Training vor der Qualifikation einen schweren Sturz auf den Rücken und konnte somit nicht bei diesem Weltcup starten. Sein Teamkollege Hannes Rudigier (T) erreichte im Slopestyle den 33 Rang mit 69.75 Punkten. Der Oberösterreicher Samuel Baumgartner erzielte den 46 Rang mit 45.0 Punkten. 

Auch das Halfpipe Team um Gohl und Ladner erhielt bei der gestrigen Weltcup Qualifikation nochmals die Chance, ihre Können zu beweisen. Mit einem anspruchsvollen Run konnte der Tiroler Andreas Gohl, einen guten 8 Platz in seinem Heat einfahren und verpasste somit knapp das Finale der Besten 6. Mit Ende dieser Halfpipe Weltcup Qualifikation, ist somit auch die Halfpipe Saison der beiden Tiroler zu Ende, „natürlich ist es extrem schade, dass wir lediglich eine WM und einen Weltcup in dieser Saison hatten. Umso mehr ärgere ich mich jetzt, dass es für den Einzug in das Finale so knapp nicht geklappt hat“, so Andreas Gohl. Marco Ladner (T) konnte aufgrund von zwei Stürzen, keinen Durchgang zu Ende fahren und verbuchte somit lediglich den 19 Rang in seinem Heat.

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Folglich hat das junge rot-weiß-rote Freeski Team bei dieser Weltmeisterschaft und dem darauffolgenden Weltcup gezeigt, dass sie „Qualitäten für Top-10 Platzierungen haben, jedoch fehlt uns einfach noch das gewisse Etwas und die Konstanz, um ganz vorne mitspielen zu können“, so Martin Premstaller (Cheftrainer Freeski). 

Der sportliche Leiter für Freeski im ÖSV, Roman Kuss, welchem durch einen falsch-positiven PCR Test die Teilnahme an der WM in Aspen verwehrt geblieben ist, bilanziert aus der Heimat die WM: „Die WM in Aspen zeigte einmal mehr, auf welch hohem Level sich der gesamte Sport mittlerweile bewegt. Mit den Leistungen unserer AthletInnen sind wir teilweise zufrieden, bei dem ein oder anderen wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Fakt ist, einzelne Leistungen unserer SportlerInnen kratzen immer wieder an der Weltspitze, jedoch fehlt noch die Konstante. Daran werden wir in den nächsten Monaten hart arbeiten, um für die Olympischen Spiele 2022 bestmöglich gerüstet zu sein.“ 

In der kommenden Woche, steht vom 25.03-27.03.2021 das Slopestyle Weltcup Finale in Silvaplana (SUI) am Programm.

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