Gram 7. bei der WM in Park City

WM Halfpipe Elisabeth Gram

Für die ÖSV Freeskier endet die diesjährige Freestyle WM mit dem bisher besten Damen Halfpipe Ergebnis. Elisabeth Gram feierte heute im Halfpipe Finale ihren 7. Platz und Lara Wolf schafft es im Big Air Bewerb auf den 10. Rang.

Im Großen und Ganzen blickt das ÖSV Freeski Team auf eine gute Weltmeisterschaft zurück und kehrt mit vielen neuen Erfahrungen in die Heimat retour. Die Athleten befinden sich inmitten der Weltcupsaison und haben bereits neuen Fokus auf die bevorstehenden Wettkämpfe gelegt.

Lukas Müllauer - Big Air Park City
Lukas Müllauer - Big Air Park City

BIG AIR

Im ersten Freeski Bewerb der WM hatten die Sportler zunächst mit Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen und mussten sich erst an die lange Anfahrt und den Kicker gewöhnen. Schlussendlich konnte aber ein guter Wettkampf durchgeführt werden.

Die 18-jährige Tirolerin Lara Wolf zeigte zwei solide Sprünge und klassifizierte sich schlussendlich mit 72 Punkten auf Rang 10. Bei den Herren verlief es aus österreichischer Sicht nicht nach Wunsch. Sam Baumgartner konnte seine Sprünge nicht sauber landen und verließ enttäuscht den Zielraum. Lukas Müllauer ging im zweiten Sprung auf vollen Angriff, zeigte einen sehr schwierigen und sauber ausgeführten Trick, wurde jedoch von den Judges deutlich unterbewertet.

Lara Wolf - Big Air Park City
Lara Wolf - Big Air Park City

SLOPESTYLE

Der WM Slopestyle Bewerb der Freeskier in Park City (USA) war gezeichnet von Schlechtwetter, Verzögerungen und Speed-Problemen. Nach langen Verschiebungen konnte die Qualifikation schlussendlich durchgeführt werden.

Lukas Müllauer, zuletzt 18. beim Weltcup auf der Seiser Alm (ITA), konnte die Trainingsläufe gut nutzen, verpatze in der Qualifikation jedoch seinen ersten Lauf, musste im Zweiten die technischen Schwierigkeiten den vorherrschenden Verhältnissen anpassen und klassierte sich schlussendlich auf Rang 29.

Sam Baumgartner, im ersten Run regelrecht von einer Windböe am letzten Kicker gebremst hatte auch im zweiten Antritt bis zum letzten Sprung einen guten Lauf, verlor allerdings ebenfalls am letzten Kicker beim Absprung einen Ski und kam sehr schmerzhaft und unglücklich zu Sturz. Nach der Erstdiagnose in der Klinik in Park City wurde eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert.

Wahrhaftig vom Winde verweht viel der Slopestyle Damen Bewerb den Wetterbedingungen zum Opfer und wurde nach einem sehr turbulenten Team-Capaints-Meeting abgesagt. Somit gab es für Lara Wolf keinen weiteren WM Bewerb.

HALF PIPE

Elisabeth Gram konnte ihre Runs in der Qualifikation wie geplant zeigen und schaffte mit Rang 8 den Einzug in das Finale. Auch hier zeigte sie drei solide Läufe und erreichte mit Rang 7 das beste Resultat aus österreichischer Sicht in der Disziplin Damen Halfpipe bei einer Weltmeisterschaft. Aufkommende Windböhen und flaches Licht machten es den Athleten zu Beginn nicht einfach. Der 22-jährigen Tirolerin fehlte es Teils etwas an Höhe in der Pipe, konnte aber alle ihre Tricks sauber landen.

„Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und habe das beste versucht herauszuholen. Ich weiß auf alle Fälle an welchen Baustellen jetzt noch zu arbeiten ist, und ich freue mich bereits auf den nächsten bevorstehenden Wettkampf in Calgary.“, so Elisabeth Gram, für die es morgen direkt weiter nach Kanada geht.

Die ÖSV Herren Marco Ladner und Andreas Gohl schafften den Sprung in das Finale der besten 10 nicht. Für Andreas Gohl war es der erste Wettkampf nach seiner im Herbst erlittenen Ellbogenverletzung. „Schön langsam fühle ich mich wieder sehr wohl in der Halfpipe und blicke der restlichen Wettkampfsaison zuversichtlich entgegen.“, so Gohl, der sich mit 73,80 Punkten auf Rang 14 platzierte.

Marco Ladner zeigte einen sehr starken ersten Run, kam jedoch bei der Landung am letzten Hit zu Sturz. Leider stand auch der zweite Run unter keinem guten Stern, durch einen Schlag öffnete sich die Bindung und Ladner stürzte erneut.

Die Snowboard-Freestyle-Freeski WM 2019 in Park City ist eine, welche sicherlich länger in Erinnerung bleibt. Nicht nur durch sportliche Höchstleistungen und tolle Bewerbe, vielmehr auch durch die von Anfang an bestehenden Startschwierigkeiten im Veranstaltungsablauf.