YOG: Haslinger holt Silber im Einzel

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ÖSV-Biathlet Lukas Haslinger lief bei den Olympischen Jugend-Winterspielen im 12,5 km Einzelrennen im französischen Les Tuffes Nordic Centre zu Olympia-Silber. Der 16-jährige Saalfeldener kam neben Olympiasieger Oleg Domichek als einziger mit nur zwei Schießfehlern ins Ziel und hatte am Ende 13,6 Sekunden Rückstand auf den Russen. Dritter wurde der Franzos Mathieu Garcia (3 Schießfehler, + 54,9 Sekunden).

„Es ist einfach nur schön. Aber ich glaube, ich werde noch ein bissl Zeit brauchen, bis ich das realisiere“, sagte der Salzburger, der im Zielraum von der internationalen Presse von Interview zu Interview gereicht wurde. Wohl auch wegen seiner perfekten Englischkenntnisse.

„Ich wusste durch die Trainerinfos auf der Strecke, dass ich gut im Rennen liege, dann habe ich in der letzten Runde noch einmal alles gegeben und als ich dann über die Ziellinie bin und die Eins aufleuchten hab‘ sehen, das war einer der schönsten Momente in meinem Leben“, beschrieb Haslinger, der mit Startnummer 13 ins Rennen gegangen war, euphorisch. Nur noch der Russe mit der Nummer 45 sollte seine Zeit toppen.

Haslingers Teamkollegen zeigten alle ihr Potenzial in der Loipe, nur am Schießstand vergaben Jan Salzmann (Rang 33, 6 Fehler, +4:34,8 Minuten), Leon Kienesberger (50., 6 Fehler, +5:45,7) und Lukas Weissbacher (51., 8 Fehler, +5:49,7) Spitzenplatzierungen.

Bei der 10 km Einzel-Entscheidung der Mädchen lieferte Femke Kramer mit Rang 8 (4 Schießfehler, +2:44,6 Minuten) das Top-Ergebnis des Youth Olympic Team Austria. „Das erste Mal bei Olympia und als Achte gleich einen Top-10-Platz ist der Wahnsinn. Voll cool, dass ich hier dabei sein darf. Ich habe die Stimmung da richtig genossen, bin mit einem lässigen Gefühl reingestartet. Vier Fehler bei viermal Schießen ist ganz okay. Ich freu mich schon auf die nächsten Tage“, sagte die in den Niederlanden geborene Saalfeldenerin.

Ihre Teamkolleginnen Lara Wagner (5 Fehler, +3:17,6 Minuten), Anna Andexer (6 Fehler, +4:07) und Victoria Mellitzer (8 Fehler, +6:46,3) belegten die Ränge 14, 19 und 50.

Resümee von ÖSV-Coach Reinhard Gösweiner: „Der Luki ist einfach super durchgekommen, hat sich gut auf das Schießen vorbereitet. Beim Laufen hat unser gesamtes Team gezeigt, was für ein großes Potenzial es hat. Es lag nur an kleinen Unachtsamkeiten beim Schießen. Die Silberne vom Luki ist eine Belohnung fürs gesamte Team und vor allem unsere guten Ausbildungszentren daheim.“

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