Hauser mit toller Leistung auf Rang sieben

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Fotos: ÖSV/Gerald Sonnberger Lisa Hauser sorgte mit Rang sieben für die beste WM-Einzel-Platzierung einer österreichischen Biathletin in der Geschichte.

Die neue Einzel-Weltmeisterin im Biathlon heißt Hanna Öberg. Die 23-jährige Schwedin, die in Pyeongchang auch Olympiasiegerin in dieser Disziplin wurde, setzte sich in Östersund mit einer makellosen Schießleistung die Krone auf. Silber in einem spannenden Rennen ging an die Italienerin Lisa Vittozzi (+23,6 sec.), die ebenfalls alle 20 Scheiben traf. Über Bronze, trotz einer Strafminute, jubelte Justine Braisaz (+32,5 sec.) aus Frankreich.

Eine Wahnsinns-Leistung bot auch Lisa Hauser, die sich im 15 km Bewerb quasi den Frust vom Sprint (Schießstand-Fauxpas) von der Seele lief und schoss. Die 25-Jährige aus Reith bei Kitzbühel überzeugte mit schnellen und sicheren Serien und zeigte auch in der Loipe eine starke Leistung. Nach drei makellosen Schießeinlagen lag Hauser auf Rang fünf, ehe sie zum letzten Stehendanschlag kam. Auch die letzten fünf Scheiben meisterte die Tirolerin mit Bravour und ging als Vierte in die letzte Runde. Dort büßte Hauser auf die Spitze zwar etwas an Zeit ein, mit Rang sieben (+53,7 sec.) erreichte die Tirolerin aber die beste WM-Einzel-Platzierung einer österreichischen Biathletin in der Geschichte.

Eine starke Leistung zeigte auch die Salzburgerin Christina Rieder, die mit nur einem Fehler Rang 35 belegte. Julia Schwaiger beendete den Einzelbewerb mit vier Strafminuten auf Rang 57.

Stimmen:

Lisa Hauser: „Wenn man realisiert, dass man erstmals bei einer WM in die Top-Ten gelaufen ist, ist das ein richtig schönes Gefühl. In der Loipe bin ich heute von Anfang an hohes Tempo gegangen und habe mich vor allem mit Hanna Öberg immer wieder in der Führungsarbeit abgetauscht. Super, dass es am Schießstand so gut geklappt. Stehend habe ich mich zur Sicherheit auf den 30er Stand gestellt, dann konnte nicht viel passieren, weil links keine weiteren Scheiben mehr waren (lacht). Es war richtig cool nach meinem Fauxpas heute vier Mal null zu schießen. Mit diesem Ergebnis habe ich mich auch für den Massenstart qualifiziert. Jetzt freue ich mich auf die Single-Mixed-Staffel, das wird ein Highlight für unser Team.“

Christina Rieder: „Der Wettkampf war wirklich gut, vor allem am Schießstand habe ich mich sehr sicher gefühlt. Schade um den einen Fehler, aber bei zwanzig Schuss kann immer einer passieren. Auch läuferisch bin ich heute ganz zufrieden."

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