Hörl feiert ersten Weltcupsieg

EXPA-TAD-211205-5101
EXPA pictures

Beim Einzelbewerb der Skispringer im polnischen Wisla gab es für die ÖSV-Adler neuerlich Grund zum Jubeln. Nach dem gestrigen Sieg im Teambewerb gewann heute Jan Hörl sein erstes Weltcupspringen und Teamkollege Stefan Kraft wurde Dritter. Rang zwei ging an den Norweger Marius Lindvik.

Die Schanze in Wisla liegt den Österreichern: Nach drei Siegen in Folge beim Teamspringen (2019, 2020 und 2021) holte Jan Hörl einen weiteren rot-weiß-roten Sieg auf der Adam-Malysz-Schanze. Der 23-Jährige Bischofshofener, der bereits nach dem ersten Durchgang 121 Meter sprang und damit in Führung lag, behielt in der Entscheidung die Nerven und segelte auf 128 Meter. Hörl setzte sich damit um 6,7 Punkte vor Marius Lindvik (NOR) durch und feierte seinen ersten Weltcupsieg. Für den ÖSV ist es der erste Sieger in einem Weltcupbewerb seit 17.12.2016 (Anm. Michael Hayböck in Engelberg), der nicht Stefan Kraft heißt.

„Es ist ein mega Gefühl. Das war genau das, wofür ich jahrelang trainiert habe und dass es heute so aufgeht, ist einfach genial. Bis ich alles realisiert habe, mit Teamsieg, Qualisieg und Einzelsieg, dauert es bestimmt noch ein wenig. Es war in diesem Wochenende einfach alles dabei und das ist mega genial.“

Jan Hörl

b16542ed-f879-4f89-98f2-e3fa83c7ef54
EXPA pictures

Neben Hörl gelang auch Stefan Kraft der Sprung auf das Podest. Der Salzburger lag zur Pause mit einem 120 Meter Satz auf dem zweiten Rang und ging somit als Vorletzter in die Entscheidung. Der 28-Jährige landete bei 123 Meter, musste Lindvik noch den Vortritt gewähren und belegte am Ende den ausgezeichneten dritten Platz. Kraft holte damit sein zweites Saisonpodium, nachdem er bereits in Nizhny Tagil (RUS) Dritter wurde.

„Es ist einfach cool, wenn zwei Österreicher zum Schluss am Podest stehen. Jan hat das heute echt genial heruntergebracht und war heute der beste Mann. Ich bin froh, dass ich auch am Stockerl gestanden bin. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Besten mithalten können und das gibt uns Zuversicht für die nächsten Bewerbe.“

Stefan Kraft

Mit Manuel Fettner auf Rang 16, Philipp Aschenwald als 18., Daniel Huber auf Rang 22 und Daniel Tschofenig auf Platz 23 konnten gleich sechs ÖSV-Adler Weltcuppunkte holen.

„Ich freue mich sehr für Jan und Stefan, wir wussten sie haben es drauf und gerade für Jan war es echt an der Zeit. Wir haben hart dafür gearbeitet und da freut es mich für das gesamte Team, wenn es so aufgeht. Unser Setup mit Material und Sprungtechnik passt gut und der heutige Erfolg gibt uns noch mehr Selbstvertrauen.“

Cheftrainer Andreas Widhölzl

Ergebnis

5A0C2B89-C241-464D-9D6A-BAA345A012EF
EXPA pictures

Für das ÖSV-Team geht es weiter nach Deutschland, wo kommendes Wochenende in Klingenthal zwei Einzelwettkämpfe auf dem Programm stehen.

Weitere Meldungen