In Memoriam: Werner Oettl, Andreas Lotz und Gidi Achhorner

Nachruf_web
Fotos: GEPA Mit Werner Oettl (l.), Andreas Lotz (r.) und Gidi Achhorner (n.i.B.) trauert der ÖSV über drei langjährige Weggefährten.

Mit Werner Oettl, Dr. med. univ. Andreas Lotz und Gidi Achhorner sind drei langjährige Mitarbeiter, Weggefährten und einzigartige Persönlichkeiten, die den Österreichischen Skiverband über Jahre hinweg geprägt haben, von uns gegangen. Der ÖSV wird ihr Andenken in Ehren halten und ist in Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Werner Oettl († 25.08.2021)

Werner Oettl galt über viele Jahre als echtes „Urgestein“ des ÖSV und war dort mehrere Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen tätig. Am Mittwoch, den 25.08.2021 ist Werner Oettl plötzlich und unerwartet von uns gegangen.

Der gebürtige Innsbrucker war von 1978 bis 2002 Mitarbeiter des ÖSV, viele Jahre in der Funktion des Materialchefs des Alpin Herrenteams, das er gleichzeitig über unzählige Saisonen als Betreuer im Weltcup begleitete. In späteren Jahren war er auch für das Lager des ÖSV zuständig, welches er gemeinsam mit seinem Arbeitspartner Walter Wunder koordinierte. Bis ins Jahr 2006 unterstützte er den Österreichischen Skiverband in den unterschiedlichsten Bereichen und half, wann immer er konnte.

Mit seiner ehrlichen und einzigartigen Art war er für viele ein echter Freund, der aus dem ÖSV über Jahrzehnte hinweg nicht wegzudenken war.

Man könnte Werner Oettl auch als eine „gute Seele“ innerhalb des ÖSV-Teams beschreiben, der sich jahrelang für nichts zu schade und immer zur Stelle war, wenn es etwas Wichtiges zu erledigen galt.

„Werner Oettl war eine einzigartige, wertvolle Persönlichkeit. Er hat den Österreichischen Skiverband und die Werte und Menschen, für die er steht, rund um die Uhr gelebt. Die Jubelbilder von ihm und den zahlreichen österreichischen Skigrößen werden für immer in Erinnerung bleiben.“

Hans Pum, langjähriger Sportdirektor des ÖSV

Oettl2_web
Foto: GEPALegendäre Jubelbilder: Benjamin Raich und Werner Oettl im Jahr 1999.

„Er war ein extrem hilfsbereiter Mensch, man konnte von ihm alles haben“, meint etwa Wolfgang De Cillia, jahrelanger Weggefährte von Werner Oettl im ÖSV über den gebürtigen Innsbrucker. „Er war auch immer wieder für einen Scherz zu haben. Einem ehemaligen Trainer, der frech zu ihm war, hat er einmal eine kaputte Bohrmaschine mit auf den Weg gegeben“, erinnert sich De Cillia schmunzelnd, „aber wenn man etwas gebraucht hat, war er zur Stelle.“

Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen von Werner Oettl. Der ÖSV wird seine langjährige Tätigkeit und seinen unermüdlichen Einsatz in Ehren halten.

Gidi Achhorner († 28.08.2021)

Mit Gidi Achhorner ist am 28.08.2021 ein langjähriger und verdienstvoller Trainer des ÖSV völlig unerwartet im 74. Lebensjahr von uns gegangen.

Der gebürtige Tiroler war über mehrere Jahre eine nicht wegzudenkende Persönlichkeit des Österreichischen Skiverbandes und übernahm 1982 mit der Jugend-Gruppe Damen Alpin erstmals eine Trainerfunktion innerhalb des ÖSV. Nach Trainer-Stationen in verschiedenen Europa-Cup-Teams stieg Gidi Achhorner 1989 in die Funktion des Abfahrt-Cheftrainers der Alpin-Damen auf, die er bis zur Saison 1992/93 ausübte.

„Ich war damals auf der Suche nach einem Abfahrtstrainer und Gidi war mit seiner menschlichen Art und seiner Feinfühligkeit der ideale Kandidat. Mit ihm zu arbeiten war stets sehr angenehm und gleichzeitig war er in seinen Bestrebungen immer sehr konsequent. Ich kann nur Positives über Gidi erzählen.“

Dr. Raimund Berger, ehemaliger ÖSV-Rennsportleiter Damen Alpin

Zu den Höhepunkten seiner Trainerkarriere zählten sicherlich die Heim-Weltmeisterschaft 1991 in Saalbach-Hinterglemm und die Olympischen Spiele 1992 in Albertville (FRA), mit den großen Erfolgen von Petra Kronberger.

Nach seiner Tätigkeit beim ÖSV übernahm er gemeinsam mit seiner Frau Roswitha das Hotel Angerer Alm in Hochgurgl und war zudem als Landwirt tätig.

Der ÖSV ist in Gedanken bei der Familie und den Angehörigen von Gidi Achhorner.

Dr. med. univ. Andreas Lotz († 17.08.2021)

Der langjährige Sportmediziner, Vertrauensarzt vieler ÖSV-Athleten und zweifache Familienvater Andreas Lotz ist am 17. August 2021 im Alter von 67 Jahren verstorben. Der geschätzte Mediziner war nicht selten die letzte Anlaufstelle für zahlreiche, hilfesuchende Athleten und war direkt beteiligt an vielen, unvergesslichen sportlichen Erfolgen.

Vor allem bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano (JPN), bei denen Herrmann Maier nach seinem legendären Abfahrtssturz zu Doppel-Gold im Super-G und Riesentorlauf fuhr, spielte Andreas Lotz eine wesentliche Rolle. Als Teamarzt des ÖSV war er es, der dem „Herminator“ einen Start erst ermöglichte, während andere Ärzte das bereits für unmöglich hielten.

„Er wollte immer alles wissen, nicht nur das Problem selbst. Es ging ihm um den ganzen Menschen“, meint etwa Benjamin Raich, der bereits mit 18 Jahren aufgrund eines Bandscheibenvorfalls von Andreas Lotz behandelt wurde. Viele weitere große österreichische Wintersportler, wie beispielsweise Mario Matt, vertrauten auf die Kenntnisse des gebürtigen Niederösterreichers.

Mit Andreas Lotz verliert die österreichische Sportwelt einen langjährigen, fachkundigen Mediziner, dessen Tür für viele Athletinnen und Athleten stets geöffnet war und der immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer hatte.

Der Österreichische Skiverband ist in Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Weitere Meldungen