Jakob Dusek auf Rang zwei 

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Foto: GEPA Dusek feierte Platz zwei auf der Reiteralm

"Racing pur" hat am Samstag der Snowboardcross-Heimweltcup auf der Reiteralm geboten! Einer der Hauptdarsteller in einem Rennen mit extrem engen Heats und zahlreichen spektakulären Überholmanövern war Jakob Dusek, der hinter dem Italiener Lorenzo Sommariva Zweiter wurde und damit die imposante Serie der ÖSV-Herren prolongierte. Seit nunmehr 14 Rennen (12 x Weltcup, 1 x WM, 1 x Olympische Spiele) haben die Schützlinge von ÖSV-SBX-Headcoach Tom Greil den Sprung auf das Podest geschafft. Hinter Dusek landete der Schweizer Kalle Koblet auf Rang drei. Bei den Damen zeigte Pia Zerkhold eine starke Leistung und wurde Vierte.     

Nicht nach Wunsch verlief der Heimweltcup für Alessandro Hämmerle, der sich zunächst im Achtelfinale im Fotofinish um Platz zwei hauchdünn gegen den Italiener Omar Visintin durchsetzte, im Viertelfinale jedoch von Quentin Sodogas unsanft aus dem Rennen genommen wurde. Der Franzose konnte in der Ausfahrt aus der vierten Kurve seine Linie nicht halten und querte die Spur von Hämmerle, der deshalb zu Sturz kam. Mit Rang 13 büßte Hämmerle im SBX-Weltcup wertvolle Punkte auf den Tagesfünften Martin Nörl (GER) ein, der in der Disziplinenwertung vor dem Weltcupfinale am kommenden Sonntag in Veysonnaz (SUI) nun 45 Punkte vor dem Vorarlberger liegt. Bei einem Sieg von Hämmerle in der Schweiz muss Nörl zumindest Dritter werden, um sich die Kristallkugel zu sichern. Auch der aktuelle Dritte Dusek hat bei 67 Zählern Rückstand auf Nörl noch Chancen auf Platz eins. 

Für Dusek war der heutige zweite Rang sehr emotional, war er doch im Vorjahr beim Heimweltcup auf der Reiteralm im Semifinale schwer zu Sturz gekommen und mit einer Gehirnerschütterung abtransportiert worden. "Wenn ich an das zurückdenke, was hier im letzten Jahr passiert ist, ist das heute ein Superergebnis für mich. Damit habe ich meine offene Rechnung mit der Reiteralm beglichen. Ich habe mich vor allem in den Kurven im oberen Streckenteil extrem wohl gefühlt und diese Passagen in allen Heats richtig gut erwischt. Ich freue mich auch sehr darüber, dass ich unsere Podestserie fortsetzen konnte. Das zeigt, wie geschlossen stark unsere Mannschaft ist", sagte Jakob Dusek. 

"Ich hätte auf einen anderen Ausgang in diesem Rennen gehofft, aber Snowboardcross ist eben kein Wunschkonzert. Ich habe gewusst, dass es hier herunter eine enge Partie wird – und einmal ist es zu eng geworden", bilanzierte Alessandro Hämmerle. "Mit dem Weltcup wird es jetzt natürlich schwierig, denn Martin (Nörl, Anm.) hat es nun in der Hand, den Sack zuzumachen. Ich hoffe, dass ich in Veysonnaz noch einmal meine Stärken ausspielen und zum Abschluss noch ein starkes Rennen fahren kann", ergänzte Hämmerle. Der steirische Lokalmatador David Pickl erreichte ebenfalls das Viertelfinale und reihte sich an der 14. Stelle ein. Für den Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner (26.) und den Wiener Lukas Pachner (28.) war in der Auftaktrunde Endstation.      

Bei den Damen zog Pia Zerkhold zum dritten Mal in dieser Saison in ein großes Finale ein, in dem die Niederösterreicherin hinter der Britin Charlotte Bankes, der Italienierin Michela Moioli und der Kanadierin Audrey McManiman als Vierte über die Ziellinie fuhr. Es war der dritte vierte Platz für Zerkhold in dieser Saison nach Secret Garden (CHN) und Cortina d`'Ampezzo (ITA). "Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, dass ich hier wieder das große Finale erreicht habe. Andererseits wird mein Appetit auf einen Podestplatz immer größer, deshalb war ich im ersten Moment ein wenig enttäuscht, als ich wieder als Vierte ins Ziel gekommen bin. Aber in Summe fahre ich eine sehr konstante Saison und darüber freue ich mich", so Zerkhold.

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