Karl überzeugt mit starkem zweiten Platz

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Foto: Miha Matavz Das Siegerpodest der Herren beim Weltcup-PGS in Scuol (v.l.n.r.): Benjamin Karl, Andrey Sobolev, Oskar Kwiatkowski, Dario Caviezel.

Benjamin Karl hat als Zweiter beim Weltcup-Parallelriesentorlauf in Scuol (SUI) einen Podestplatz für die ÖSV-Raceboarder geholt! Der 34-jährige Niederösterreicher lieferte im großen Finale Andrey Sobolev lange Zeit ein packendes Duell, das der Russe letztlich um 0,53 Sekunden für sich entschied.

Mit der starken Vorstellung in der Schweiz tankte Karl, der schon in der Qualifikation hinter Sobolev auf Rang zwei gefahren war, viel Selbstvertrauen für die Heimrennen in der kommenden Woche in Bad Gastein, wo am Dienstag und Mittwoch Parallelslaloms im Einzel und im Team gefahren werden. Bei den Damen landete Claudia Riegler als beste Österreicherin an der 13. Stelle.

"Von der Qualifikation bis knapp vor dem Ziel im großen Finale war das heute ein perfekter Tag. Ich bin auch gegen Sobolev vorangelegen, doch dann habe ich es etwas übertrieben und bin in der Schlusspassage bei einem Tor zu gerade geworden. Dadurch habe ich viel Tempo verloren, und das darfst du dir gegen einen so starken Fahrer wie Sobolev einfach nicht erlauben. Nach dem dritten Rang in Bannoye ist das jetzt schon mein zweiter Stockerlplatz im Riesentorlauf in dieser Saison. Über diese Ausbeute freue ich mich sehr. In Bad Gastein kann es jetzt ruhig so weitergehen", sagte Benjamin Karl. Platz drei teilten sich der Schweizer Dario Caviezel und der Pole Oskar Kwiatkowski.

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Foto: Miha MatavzSo knapp ging es im großen Finale zwischen Benjamin Karl (links) und Andrey Sobolev zu.

Zweitbester Österreicher wurde Andreas Prommegger als Elfter. Der Salzburger musste sich im Achtelfinale dem zweifachen Saisonsieger Roland Fischnaller (ITA) um 0,11 Sekunden beugen. "Die Qualifikation war aufgrund der ständig wechselnden Schneeverhältnisse extrem schwierig, aber ich habe das mit Platz neun ganz gut gelöst. Der Lauf im Finale war dann einer der besten, den ich im PGS in dieser Saison bisher gefahren bin, aber es hat leider nicht zum Aufstieg gereicht. Gegen Roland Fischnaller knapp zu verlieren, ist aber keine Schande", meinte Andreas Prommegger. Für Aron Juritz (41.), Arvid Auner (43.), Alexander Payer (45.) sowie Sebastian Kislinger, Lukas Mathies und Fabian Obmann (alle ohne Platzierung) war schon nach dem ersten Qualifikationslauf Endstation.

Von den rot-weiß-roten Damen schaffte einzig Claudia Riegler den Sprung in das Finale der Top 16. Dort hatte die Salzburgerin gegen die Deutsche Melanie Hochreiter um fünf Hundertstelsekunden denkbar knapp das Nachsehen und wurde 13. "Die erste Quali war ziemlich durchwachsen. Die zweite schon etwas besser, nachdem ich davor das Brett gewechselt habe. Im Achtelfinale bin ich meinen besten Lauf gefahren, aber heute waren die Hundertstel nicht auf meiner Seite. Unterm Strich ist es trotzdem ein Top-16-Resultat, mit dem ich auch wieder einige Weltcuppunkte gesammelt habe", bilanzierte Claudia Riegler.

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Foto: Miha MatavzClaudia Riegler verpasste um fünf Hundertstel den Aufstieg ins Viertelfinale und wurde als beste Österreicherin 13.

Die Kärntnerinnen Jemima Juritz (31.), Daniela Ulbing (32.) und Sabine Schöffmann (33.) verpassten den Einzug in die Entscheidung. Die Deutsche Ramona Hofmeister feierte vor den beiden Russinnen Sofia Nadyrshina und Milena Bykova den dritten Sieg im dritten PGS in dieser Saison.

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