Katrin Ofner feiert ersten Weltcupsieg        

GEPA_full_1844_GEPA-202012211011180025
Foto: GEPA Katrin Ofner zeigte eine überragende Leistung und durfte sich in Val Thorens über ihren ersten Weltcupsieg freuen.

Drei Tage vor dem Heiligen Abend hat sich Katrin Ofner ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht! Die Steirerin feierte in Val Thorens (FRA) dank einer überragenden Leistung vor der Deutschen Daniela Maier und der Kanadierin Marielle Thompson ihren ersten Weltcuptriumph. Die 30-Jährige dominierte von der Auftaktrunde bis in das große Finale ihre Heats von der Spitze aus und gab in allen drei Läufen die Topposition vom Start bis ins Ziel kein einziges Mal ab.  

Die einzige kritische Szene hatte Ofner im großen Finale zu überstehen, als die Französin Jade Grillet Aubert vor der Zielkurve noch eine Attacke lancierte und dabei der Österreicherin auf deren Ski-Enden fuhr. Während Ofner cool und auf ihrer Linie blieb, kam Grillet Aubert zu Sturz und musste sich mit Platz vier begnügen.

"Das war ganz einfach mein Tag! Ich habe so lange auf diesen Sieg hingearbeitet, und heute bin ich für all die harte Arbeit belohnt worden. Jeder einzelne Schweißtropfen hat sich ausgezahlt, um dieses Ziel zu erreichen. Im Trainingslauf vor der Qualifikation hatte ich noch ziemlich zu kämpfen, weil der Speed so hoch war und die Sprünge extrem weit gegangen sind. Doch dann habe ich inklusive Quali vier fehlerlose Läufe heruntergebracht. Die Basis zu diesem Erfolg habe ich am Start gelegt, den ich in jedem Lauf super erwischt habe. Dazu hatte ich richtige Raketen an den Füßen, da gebührt den Serviceleuten ein großer Dank. Im großen Finale habe ich die Französin hinter mir gespürt, aber ich bin cool geblieben und habe ihren Angriff gut abgewehrt. Dieser Erfolg ist für unsere gesamte Mannschaft sehr wichtig, denn wir sind zuletzt oft unter unserem Wert geschlagen worden", jubelte Katrin Ofner.

20201221_ofner
Foto: GEPADie 30-jährige Steirerin Katrin Ofner (grünes Trikot) dominierte alle ihre Läufe souverän von der Spitze aus.

Auch die ÖSV-Herren lieferten eine mannschaftlich starke Vorstellung ab. Alle sieben Österreicher meisterten die Qualifikation (Thomas Mayrpeter verzichtete wegen einer Knieblessur wie schon am Sonntag auf einen Start). Johannes Rohrweck, der für das erste Rennen ebenfalls mit Knieproblemen passen musste, landete als Zweiter des kleinen Finales als bester ÖSV-Athlet auf dem sechsten Gesamtrang.

"Gestern war ich für ein Rennen noch nicht bereit, heute hat aber wieder alles gepasst. Es war ein Rennen mit vielen harten Fights. Da ich bis auf das Achtelfinale nicht wirklich gut aus dem Startgate gekommen bin, habe ich mich auf die Negativkurve im unteren Teil konzentriert und diese Passage auch immer gut erwischt. Vor dem kleinen Finale bin ich mir wie in einem Fußballstadion vorgekommen, weil die Trainer und Serviceleute so über den Sieg von Katl (Katrin Ofner, Anm.) gejubelt haben. Das hat mir dann auch noch einen zusätzlichen Kick gegeben. Sie ist mit diesem Sieg die Ernte für ihre harte Arbeit in den vergangenen Jahren eingefahren", sagte Johannes Rohrweck.

GEPA_full_8792_GEPA-202012211011180098
Foto: GEPADer Oberösterreicher Johannes Rohrweck (blaues Trikot) landete als bester Österreicher auf Rang sechs.

Mit Daniel Traxler (12.), Robert Winkler (13.) und Sandro Siebenhofer (16.) erreichten drei weitere Österreicher das Viertelfinale. Johannes Aujesky (21.), Adam Kappacher (27.) und Frederic Berthold (31.) komplettierten das starke Abschneiden der Schützlinge von ÖSV-Skicross-Headcoach Lukas Inselsbacher. Der Sieg bei den Herren ging an den Kanadier Reece Howden vor dem Schweizer Ryan Regez sowie den beiden Franzosen Francois Place und Jonathan Midol.

Weitere Meldungen