Kombinierer fliegen wieder

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ÖSV/Derganc Lukas Greiderer fliegt vor den Augen von Sprungtrainer Christoph Bieler und Servicemann Balthasar Schneider

Die ÖSV-Kombinierer starten diese Woche in Planica (SLO) mit den ersten Sprüngen der Sommer-Vorbereitung. Als Abwechslung stand auch eine spannende Bodyflying-Einheit am Programm. 

Dabei steht der Fokus vor allem auf der Grundtechnik und der Basis, dafür ist dem Trainertrio rund um Cheftrainer Christoph Eugen jedes Mittel recht. So springen die Athleten mit kürzeren Sprungski und haben teilweise verschiedene Aufgabenstellungen, wie zum Beispiel das variieren der Armhaltung, während der Anfahrt und dem Sprung zu erledigen. Als besonderes Highlight des Kurses hat sich Sprungtrainer Christoph Bieler eine Einheit im Windtunnel in Planica überlegt. In diesem Tunnel strömt die Luft senkrecht von unten nach oben, mit der richtigen Balance ist es möglich, auf diesem Luftstrom zu fliegen, ähnlich wie bei einem Fallschirmsprung.

„Nach dem wir schon sehr oft Wien im Winkanal und letztes Jahr erstmalig in Stockholm im Windtunnel waren, ist es dieses Mal ein weiterer neuer Input mit dem Bodyflying. Die Athleten sollen spüren, was bei welchen Bewegungen während der Luftfahrt passiert und wie feinfühlig das ganze System ist. Das sollen sie dann versuchen, auf die Schanze mitzunehmen und auch dort dann spüren, was z.b. die Kopfhaltung für eine Auswirkung in der Flugphase hat. Die Athleten haben mich positiv überrascht, alle sind bereits beim ersten Mal ins Fliegen gekommen und haben dann auch diverse Aufgabenstellungen gelöst. Ich erwarte mir schon, dass der ein oder andere da was positives mit auf die Schanze für die Luftfahrt mitnehmen kann,“ so Sprungtrainer Christoph Bieler.

Lukas Greiderer zeigte sich vom Bodyflying begeistert: „Hier in Planica haben wir beste Trainingsmöglichkeiten. Wir sind auf den kleinen Schanzen gestartet und arbeiten uns die Woche schön langsam zu den größeren Schanzen hin. Durch die kürzeren Ski muss man sauberer springen, mit Gefühl arbeiten und sich auf eine solide Grundtechnik konzentrieren, das ist mir schon wieder ganz gut gelungen. Beim Bodyflying war es richtig interessant zu sehen, wie kleine Veränderungen der Körperhaltung sich auf den Flug auswirken. Jeder Flug hat über eine Minute gedauert, da kann man schon einiges probieren und dann auf die Schanze mitnehmen.“

Bis auf Lukas Klapfer (Ausbildung zum Zollbeamten) und Mario Seidl (nach überstandener Knieverletzung noch kein Sprungtraining möglich) sind alle Athleten der ersten Trainingsgruppe noch bis kommenden Freitag in Planica.

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ÖSV/DergancBis auf Mario Seidl und Lukas Klapfer trainieren alle Athleten der ersten Trainingsgruppe in Planica
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ÖSV/DergancPhilipp Orter spielte sich mit der Luft

Für den Kärntner Philipp Orter ist es bereits die zweite Bodyflying-Einheit: „Ich habe die letzten Wochen schon einige Sprünge auf einer 30er Schanze absolviert, jetzt arbeiten wir hier in Planica weiter und wechseln viel zwischen den Schanzengrößen hin und her. Ich arbeite vor allem an der Basis und versuche, die Sprünge bestmöglich zu festigen, um dann die weiteren Schritte zu setzen. Ich war schon zum zweiten Mal Bodyflying, dementsprechendhab ich schon gewusst, was auf mich zukommt. Für das Fluggefühl und wie man mit der Luft umgeht ist es sicher nicht schlecht, ich habe auch wieder ein paar neue Sachen gelernt.“

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ÖSV/DergancBernhard Gruber hoch konzentriert im Windkanal

Bernhard Gruber: „Das Bodyflying war ein richtig tolles Erlebnis. Da merkt man erst einmal, wie feinfühlig das ganze System ist und welche Auswirkungen auch nur die kleinsten Bewegungen haben. Ich kann definitiv etwas auf die Schanze mitnehmen.“

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ÖSV/DergancFranz-Josef Rehrl beim Bodyflying

Franz-Josef Rehrl: „Ich habe mit den Trainern gemeinsam zu Beginn der Vorbereitung einige Dinge herausgearbeitet, an denen ich speziell arbeiten möchte. Das gehe ich jetzt Schritt für Schritt an, die ersten Einheiten waren schon wieder richtig gut. Es fühlt sich gut an, zurück auf der Schanze zu sein, das Bodyflying war eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag.“

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