Kombinierer testen im Windkanal

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GEPA Mario Seidl war nach überstandener Kreuzbandverletzung wieder mit von der Partie - wenn auch "nur" vorerst im Windkanal

Bereits zum neunten Mal waren heute Donnerstag die nordischen Kombinierer zu Gast im Klima-Wind-Kanal in Wien. Der Windkanal stellt für die Athleten eine besondere Herausforderung dar, da die „Flugzeit“ im Windkanal bis zu 2 Minuten betragen kann. 

Die maximale Flugzeit auf der Schanze liegt im Vergleich bei wenigen Sekunden. Bei den Flügen im Windkanal standen die Optimierung der Flughaltung und Materialabstimmungen im Vordergrund. Der Vorteil des Windkanaltrainings liegt neben der langen Zeit in der Luft auch darin, dass der Trainer den Flug überwachen und begleitend Anweisungen geben kann.

Bernhard Gruber zeigte sich wie immer begeistert von der Möglichkeit, im Windkanal zu testen. „Ich bin jetzt das fünfte Mal bereits im Windkanal, und es ist immer wieder ein Highlight. Der größte Unterschied ist der Anströmwinkel, hier im Windkanal kommt er von vorne, auf der Schanze von unten. Aber im Großen und Ganzen ist es von der Bewegung her sehr gut umlegbar auf die Schanze und wir können von dem Training hier absolut profitieren. Ein großes Dankeschön an das Rail Tec Team, dass wir diese Möglichkeit haben.“

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GEPAFreut sich über die Möglichkeiten, die der Windkanal bietet: Bernhard Gruber

Ebenso der Steirer Lukas Klapfer war in Wien mit von der Partie. Derzeit drückt er im Rahmen seiner Ausbildung zum Zollbediensteten die Schulbank, heute Donnerstag stieß er für die Einheit im Windkanal zum Team. "Ich bin schon das siebte oder achte Mal im Windkanal. Es geht vor allem darum, dass man verschiedenste Sachen testet und ausprobiert. Eins zu eins kann man die Sachen nicht auf die Schanze umsetzen, aber dafür richtig viele Flugminuten sammeln."

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GEPARoutiniert meistert Lukas Klapfer die Flüge im Windkanal

Was für Lukas Klapfer schon zur Routine gehört, war für Thomas Jöbstl noch Neuland. Der Kärntner ist seit diesem Jahr Mitglied in der ersten Trainingsgruppe, für ihn ist es das erste Mal im Klima-Wind-Kanal: "Die ersten Flüge im Windkanal waren recht turbulent, aber richtig cool. Ich habe versucht, die Balance zu finden und kleine Feinheiten auszuprobieren. Man kann richtig lange mit der Luft spielen und es voll ausnützen."

Hier gehts zum Video

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GEPAFür Thomas Jöbstl waren es die ersten Flüge im Windkanal

Der Klima-Wind-Kanal Wien der RTA - Rail Tec Arsenal ist seit 1. Jänner 2003 in Wien-Floridsdorf in Betrieb. In der riesigen High-Tech -Anlage können auf Knopfdruck alle Wetterverhältnisse der Erde produziert werden – von arktischer Kälte mit minus 50 Grad Celsius und echtem Schnee bis zu tropischen Gewittern mit plus 60 Grad Celsius. In zwei Klimakammern von 31 und 100 Metern Länge werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erzeugt. Mit 15 Megawatt Strom verbraucht der Klima-Wind-Kanal soviel Energie wie eine Kleinstadt mit 3.000 Einwohnern. Getestet werden im Klima-Wind-Kanal hauptsächlich Schienenfahrzeuge, Autobusse, sowie LKWs und PKWs.

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