Kraft schrammt an Podest vorbei

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Foto: EXPA Stefan Kraft fehlte am Ende nur wenig auf seinen ersten Stockerlplatz in diesem Winter.

Stefan Kraft hat seinen Aufwärtstrend mit einem fünften Platz am Samstag in Russland bestätigt. Der Sieg geht an Johann Andre Forfang aus Norwegen. 

Beim ersten von zwei Einzelspringen im russischen Nizhny Tagil hat Stefan Kraft am Samstag mit einem fünften Platz sein bisher bestes Saisonergebnis geschafft. Am Ende fehlten dem Salzburger 11,6 Punkte aufs Stockerl. Der Sieg ging an Johann Andre Forfang aus Norwegen, vor Piotr Zyla aus Polen und Ryoyu Kobayashi aus Japan. 

Den weiteren ÖSV-Springern ist es weniger gut gegangen. Daniel Huber rutschte als zweitbester Österreicher, nach Platz 16 im ersten Durchgang, im Finale auf den 24. Rang ab. Gregor Schlierenzauer (34.) und Philipp Aschenwald (39.) verpassten die Entscheidung. Manuel Fettner und Clemens Aigner waren bereits in der Qualifikation am Freitag gescheitert. Der zweite Bewerb auf der Tramplin-Stork-Schanze findet am morgigen Sonntag um 16 Uhr (MEZ) statt.

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Foto: EXPANeben Stefan Kraft gelang nur Daniel Huber (im Bild) der Sprung unter die Top-30.

Cheftrainer Andreas Felder: "Stefan Kraft hat immer mehr Selbstvertrauen, das sieht man mit jedem Sprung. Im ersten Durchgang hat er sich bei schwierigeren Verhältnissen noch etwas rübergerettet, im zweiten Durchgang war er dann richtig mutig. Man sieht, dass die Springer, die ganz vorne dabei sind, ohne Rücksicht auf Verluste springen. Kraft und auch Daniel Huber ziehen diesen Plan voll durch. Unsere anderen Athleten müssen jetzt wirklich Gas geben, denn mit Sicherheitssprüngen ist im Weltcup nichts zu holen."

Stefan Kraft: "Ich habe schon in Ruka gemerkt, dass es wieder in die richtige Richtung geht. Beim Auftakt in Wisla war ich einfach noch zu brav und wollte alles perfekt machen. Jetzt kommt die Selbstverständlichkeit zurück und es geht von Sprung zu Sprung besser. Natürlich ist zu den Besten noch Luft nach oben. Aber ich habe ein gutes Gefühl, dass ich auch diese Lücke bald schließen kann. Das Selbstvertrauen stimmt langsam wieder."

Daniel Huber: "Das Konzept steht noch nicht zu Hundert Prozent. In meinem Sprüngen ist manchmal noch zuviel Gewalt drinnen. Ich muss mutig sein und voll riskieren. Da habe ich mir heute sicher nichts vorzuwerfen. Trotzdem: Ohne der kompletten Sicherheit kann das auch hier und da nach hinten losgehen. Für mich heißt es jetzt weiter geduldig und locker bleiben, dann kann es auch bald wieder weiter nach vorne gehen."

Ergebnis Nizhny Tagil I 01.12.18

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