Kraft Vierter beim Tournee-Finale in Bischofshofen

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Das österreichische Team präsentierte sich beim traditionellen Dreikönigsspringen in Bischofshofen mannschaftlich erneut stark, für einen Podestplatz hat es knapp nicht gereicht. Stefan Kraft fehlten am Ende 1,4 Punkte auf den Drittplatzierten Karl Geiger. Der Sieg ging an Kamil Stoch aus Polen, der sich auch die Tourneewertung sicherte, vor dem Norweger Marius Lindvik.

Kraft, der nach dem ersten Durchgang auf Rang elf lag, konnte sich mit einem starken zweiten Sprung auf 137 Meter um ganze sieben Plätze verbessern und belegte den guten vierten Rang. Auf einen Podiumsplatz fehlten dem Salzburger gerade einmal 1,4 Punkte. Zweitbester Österreicher wurde Michael Hayböck, der Sechster wurde und den auch nur 2,7 Punkte von Karl Geiger trennten. Mit Daniel Huber auf dem zehten Platz schafften insgesamt drei ÖSV-Adler den Sprung in die Top 10.

Philipp Aschendwald (22.), Markus Schiffner (24.), Clemens Leitner (28.) und Weltcup-Debütant Daniel Tschofenig (30.) kompletierten das gute mannschaftliche Ergebnis.

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GEPAMichael Hayböck gelang mit Rang sechs seine beste Saisonplatzierung in einem Einzelbewerb.

Der Gesamtsieg der 69. Vierschanzentournee ging an Tagessieger Kamil Stoch (POL). Bester ÖSV-Adler der Gesamtwertung wurde Stefan Kraft auf Rang acht.          
           
Aus österreichischer Sicht bleibt das Fazit, dass Vieles gut, aber eben noch nicht spitze war. In Oberstdorf holte sich Philipp Aschenwald den Sieg in der Qualifikation, Teamkollege Daniel Huber wurde Vierter. In der Garmisch-Quali belegte Stefan Kraft den vierten Rang, während Daniel Huber in der Innsbruck-Quali Zweiter wurde. Auch bei der letzten Qualifikation in Bischofshofen war das ÖSV-Team mit vier Athleten in den Top 10 stark vertreten. In den Wettkämpfen konnten diese Leistungen allerdings zu selten bestätigt werden.
           
Offensichtlich wurde bei der 69. Vierschanzentournee dennoch die qualitative Breite in der österreichischen Mannschaft. Insgesamt nahmen 14 verschiedene ÖSV-Athleten an den Bewerben der Vierschanzentournee teil. Mit nur einer Ausnahme gelang stets die Qualifikation für den Hauptbewerb. Zehn Österreicher konnten Weltcup-Punkte sammeln.  
           
Mit den nächsten Weltcup-Stationen sowie der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März 2021) warten weitere Saisonziele. Im Weltcup geht es für die Skispringer bereits in zwei Tagen in Titisee-Neustadt (GER) weiter, wo am 9. und 10. Jänner zwei Einzelbewerbe auf dem Programm stehen.

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GEPADaniel Huber wurde sowohl beim heutigen Wettkampf, als auch in der Tournee-Gesamtwertung Zehnter.

STIMMEN

Stefan Kraft: „Es ist schon schade, dass es nicht für das Podium gereicht hat. Dennoch bin ich mit meiner Leistung heute mega happy. Bis auf Garmisch war es für mich eine super Tournee. Ich bin jetzt gut im Rhythmus und möchte auch in Titisee-Neustadt an den Start gehen.“

Michael Hayböck: „So eine Tournee habe ich noch nie erlebt. Zunächst bin ich zweimal im ersten Durchgang ausgeschieden und dann springe ich zweimal in die Top 10. Leider hat es nicht zu einem Podestplatz gereicht, den sechsten Platz nehme ich natürlich gerne mit und ich bin zufrieden. Ich freue mich schon auf die nächsten Wettkämpfe.“

Daniel Huber: „Top 10 ist ok, auch wenn der letzte Sprung nicht mehr ganz so gut war, weil ich den Absprung nicht ganz erwischt habe. Ich bin aber sehr zufrieden mit dem heutigen Wettkampf. Insgesamt haben wir uns unter Wert verkauft und hatten auch das Glück nicht immer auf unserer Seite.“

Andreas Widhölzl: „Es war heute wieder besser und wir kommen weiter näher ran. Heute haben wir drei unter den Top 10 gehabt, das ist gut. Wir werden weiterkämpfen und möchten gleich in Titisee-Neustadt zeigen was wir draufhaben. Wichtig ist, dass die Athleten das Vertrauen in ihre eigenen Stärken haben und dann ist Vieles möglich.“

Ergebnis Bischofshofen

Endstand 69. Vierschanzentournee

Im Weltcup geht es für die Skispringer bereits in zwei Tagen in Titisee-Neustadt (GER) weiter, wo am 9. und 10. Jänner zwei Einzelbewerbe auf dem Programm stehen

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