Kramer siegt auch im letzten Springen

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Foto: EXPA Kramer holt den Sieg in der "Blue-Bird-Tour"

Marita Kramer konnte auch das letzte Einzelspringen dieser Saison für sich entscheiden. Gemeinsam mit dem Team holte sie wenige Stunden davor den Sieg im Teambewerb, welcher gestern aufgrund des starken Windes nicht stattfinden konnte. Die Mannschaft konnte mit diesen starken Ergebnissen die Nationenwertung, zum zweiten Mal in Folge, für sich entscheiden.

Der Wind wurde zum Spielverderber bei dem Schlussspringen in Chaikovsky (RUS). Der Einzelbewerb am Freitag konnte noch ohne Probleme durchgeführt werden, der Teambewerb gestern musste auf heute verschoben und der abschließende Einzelbewerb auf der Großschanze nach einem Durchgang abgebrochen werden. Die Salzburgerin Marita Kramer landete bei 146,5 Meter und stellte damit Schanzenrekord auf. Mit diesem Sprung holte sie nicht nur ihren vierten Sieg in Folge und den damit siebenten Erfolg in dieser Saison, sondern auch die Gesamtwertung der „Blue-Bird-Tour“. Bei allen vier Springen dieser Tour stand sie am obersten Treppchen und konnte diese mit einem Vorsprung von 71,1 Punkten vor der Japanerin Sara Takanashi und der Gewinnerin der großen Kristallkugel, Nika Kriznar (SLO), gewinnen.

Ergebnis Blue Bird

„Heute war perfekt! Es war wunderschön, die Saison so zu beenden. Es war eine zache Saison, obwohl ich immer gute Ergebnisse gezeigt habe. Ich habe ein paar Rückschläge gehabt, die hart waren, aber jedes Mal habe ich es wieder geschafft, mich zu fokussieren und weiter zu machen und schlussendlich hat immer wieder was Gutes herausgeschaut. Die Blue-Bird-Tour zu gewinnen ist sehr cool und die Motivation, dass ich immer wieder die Leistung gebracht habe und das ist für nächste Saison sehr motivierend.“ Marita Kramer

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Foto: EXPADer Sieg im letzten Teamspringen ging nach Österreich

Mit dem Gewinn des Teambewerbes, jener Bewerb, wo sich Marita Kramer, Daniela Iraschko-Stolz, Sophie Sorschag und Chiara Hölzl die Goldmedaille in Oberstdorf (GER) holen konnten, gewann Österreich den Nationencup vor Slowenien und Norwegen. Im Einzelspringen auf der Großschanze konnten Iraschko-Stolz, Hölzl und Sorschag nochmals ihre gute Form unter Beweis stellen. Sie belegten die Ränge vier, fünf und elf im abschließenden Bewerb.

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Foto: EXPADas Team freute sich über Gold

Im Gesamtweltcup konnten sich drei Österreicherinnen in den Top-10 platzieren: Marita Kramer wurde mit elf Punkten Rückstand hinter Kriznar und Takanashi Dritte. Iraschko-Stolz belegte mit 516 Punkten den fünften Rang und Chiara Hölzl wurde Zehnte. 

Stand Gesamtweltcup

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Foto: EXPA

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Saison 2020/21 eine sehr erfolgreiche für die ÖSV-Springerinnen war. Marita Kramer war die gesamte Saison über sehr stark, gebremst wurde sie von Disqualifikationen und einer nicht erfolgten Starterlaubnis in Rasnov (ROU). Insgesamt konnte sie sieben Siege einfahren und insgesamt erreichte das Team Österreich 10 Podestplätze. Bei der WM in Oberstdorf konnte die Goldmedaille im Team und im Mixed-Team die Bronzemedaille gefeiert werden!

„Es war ein großartiges Weltcupfinale hier in Chaikovsky. Sieg im Teamspringen auf der kleinen Schanze und Sieg durch Marita Kramer auf der Großschanze, ein vierter Platz von Daniela Iraschko-Stolz und ein fünfter Platz von Chiara Hölzl – wir können sehr stolz sein auf unser Team, wie sie sich präsentiert haben und wie sie bis zum Ende gekämpft haben, vor allem die Marita um den Weltcup-Gesmatsieg. Unterm Strich war es eine sehr erfolgreiche Saison für uns! Vor allem das Teamgold in Oberstdorf, der Gewinn des Nationencups, der hat einen sehr hohen Stellenwert in unserem Team, das freut mich sehr, weil es die Arbeit im Team widerspiegelt. Nicht alles ist nach Wunsch verlaufen, aber die Erfolge sprechen für sich. Herausragend waren die Leistungen von Marita Kramer, vom ersten Weltcup bis heute, es waren Augenblicke dabei, die nicht schön waren, aber auch diese Dinge muss man verarbeiten können – sie hat das sehr gut gemacht. Ich möchte mich beim ganzen Team bedanken für die hervorragende Arbeit und ich freue mich schon auf die nächste Saison.“ Harald Rodlauer

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