Kramer Zweite beim Grand Prix in Frenstat

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Foto: GEPA "Es hat gut getan, sich wieder in einem Wettkampf mit der Konkurrenz zu matchen", so Sarah Marita Kramer nach ihrem zweiten Platz in Frenstat.

Die 18-jährige Österreicherin Marita Kramer hat am Samstag beim Skispringen in Frenstat (CZE) den zweiten Platz belegt. Der Sieg ging an die Favoritin Nika Kriznar (SLO). Dritte wurde mit Ema Klinec ebenfalls eine Slowenin. 

Die absoluten Topstars, wie die drei ÖSV-Athletinnen Chiara Hölzl, Eva Pinkelnig und Daniela Iraschko-Stolz, sind ebenso wie die norwegische Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres Maren Lundby nicht am Start gewesen. Österreich war neben Kramer mit einigen Nachwuchs-Talenten vertreten. Sophie Sorschag belegte den 13. Rang. Vanessa Moharitsch und Hannah Wiegele landeten auf dem 24. und 26. Platz. Der Bewerb in Tschechien ist für die Damen der einzige der diesjährigen Sommer-Saison im Skispringen. Aufgrund der Corona-Krise wurden die weiteren Bewerbe mit Rücksicht auf die Gesundheit aller Beteiligten abgesagt.  

Dieselbe Situation zeigt sich auch bei den Herren, wo am kommenden Wochenende in Wisla (POL) der erste und einzige Sommer-Grand-Prix mit zwei Einzelspringen durchgeführt werden soll.

Stimmen:

Harald Rodlauer (ÖSV-Cheftrainer Skisprung-Damen): "Marita Kramer hat sich heute sehr gut behauptet. Die Sloweninnen waren mit ihrer kompletten Weltcup-Mannschaft vertreten, da ist ein zweiter Platz sehr viel wert. Das Teilnehmerfeld war natürlich nicht wie bei einem normalen Weltcup, aber das Niveau ist sehr hoch. Chiara Hölzl, Eva Pinkelnig und Daniela Iraschko-Stolz sind alle aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei gewesen. Bei Eva und Daniela war das so geplant. Chiara wollte eigentlich schon starten. Sie hat aber kurz davor schmerzhafte Beschwerden im Rückenbereich bekommen. Wir haben uns also entschieden, sie vorerst zu schonen."

Marita Kramer: "Für mich geht der zweite Platz in Ordnung. Ich habe gerade fünf Wochen Grundausbildung beim Bundesheer hinter mir und noch etwas Trainingsrückstand. Das habe ich heute bei meiner Sprungtechnik gemerkt. Daran werde ich in den nächsten Wochen arbeiten. Es hat aber gut getan, sich wieder in einem Wettkampf mit der Konkurrenz zu matchen und einen Vergleich zu haben."        

Sandro Pertile (FIS-Renndirektor Skispringen): "Natürlich hätten wir alle gerne die Grand Prix Veranstaltungen wie vorgesehen durchgeführt. Aber es ist klar, dass die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten immer an erster Stelle steht und wir halten uns natürlich an alle Vorgaben und Auflagen der jeweilige regionalen und nationalen Behörden an den einzelnen Veranstaltungsorten."

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