Landertinger holt WM-Bronze im Einzel!

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Foto: GEPA Geschultert von Franz Berger (Sportlicher Leiter Biathlon) und Cheftrainer Ricco Groß jubelt "Landi" über die Bronzemedaille im Einzel!

Dominik Landertinger hat für Österreichs erste Medaille bei der Biathlon Weltmeisterschaft in Antholz gesorgt. Der 31-jährige Hochfilzener gewann mit einer Strafminute Bronze im 20 km Einzelbewerb. Gold ging an den Franzosen Martin Fourcade, der wie Landertinger eine Scheibe stehen ließ und im Ziel 1:22,1 Minuten Vorsprung auf den Tiroler hatte. Der Norweger Johannes Thingnes Bö (+57 sec.) durfte sich trotz zwei Strafminuten über Silber freuen.

Den Grundstein für seine bereits fünfte Einzelmedaille bei Großveranstaltungen (3 x WM, 2 x Olympische Spiele) legte Landertinger am Schießstand. Nach drei fehlerlosen Serien musste "Landi" erst bei der letzten Scheibe einen Fehler in Kauf nehmen. Mit einer unglaublichen Energieleistung und der schnellsten Schlussrunde brachte der Tiroler schließlich die vielumjubelte Bronzemedaille ins Trockene. Läuferisch stark präsentierte sich auch Felix Leitner. Mit fünf Fehlern kam der 23-jährige Tiroler diesmal aber nicht über Rang 27 hinaus. Simon Eder (4 Fehler) wurde 40., Julian Eberhard beendete das Rennen vorzeitig.

Stimmen:

Dominik Landertinger: „Heute war es genial. Ich hatte ein super Schießen, leider habe ich den letzten verfehlt. Aber ich habe in der letzten Serie die Belastung massiv gespürt und muss wirklich froh sein, dass ich mit einem durchgekommen bin. Ich habe um jeden Schuss gekämpft. Läuferisch habe ich es mir super eingeteilt, zum Schluss konnte ich wirklich noch einmal voll draufdrücken. Dass es am Ende zu Bronze gereicht hat, ist unglaublich. Im Ziel habe ich eher gehofft, dass ich mich mit diesem Rennen für den Massenstart qualifizieren kann. Und jetzt eine Einzel-Medaille. Das ist einfach nur Wahnsinn. Das war das perfekte Rennen an dem Tag, an dem ich es gebraucht habe. Ich wusste im Sprint und in der Verfolgung ist eine Medaille eher unrealistisch, der Einzelbewerb ist eher meine Stärke. Mir taugt die Distanz gut. Bei 20 Kilometern muss ich nicht so schnell anfangen und kann mir die Distanz gut einteilen. Und im Schießen habe ich es mal wieder gut rübergebracht. Ein riesen Dank an das Service Team, ich hatte heute top Material an den Füßen."              

Felix Leitner: „Läuferisch war es wieder ein gutes Rennen. Ich konnte gut andrücken und hatte einen schnellen Speed. Ich konnte mit Loginov und Landi (Dominik Landertinger, Anm.) super mitgehen. Die letzte Runde war in Ordnung, mehr war nicht mehr drinnen. Vom Schießen her war es natürlich nicht optimal. Mit fünf Fehlern gewinnt man keinen Blumentopf. Das Ärgerlichste für mich war aber, wie ich nach dem dritten Schießen rausgelaufen bin und auf der Leinwand gesehen habe, wie Landi die letzte Scheibe verfehlt hat. Da habe ich einen Schrei losgelassen. Dass er trotzdem eine Medaille gewonnen hat, freut mich, als ob es meine eigene wäre. Jetzt freue ich mich voll auf die Staffel, wo wir sicher Medaillenchancen haben. Der Massenstart ist dann die Draufgabe."

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Foto: GEPANeben Johannes Thingnes Bö und Martin Fourcade, den derzeit besten Biathleten der Welt, durfte sich Dominik Landertinger über Bronze und damit seine bereits fünfte Einzelmedaille bei Großveranstaltungen freuen.
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Foto: GEPANach den vielen Rückschlägen, die ihn schon an ein Karriereende denken ließen, ließ Landertinger beim Siegerinterview seinen Emotionen freien Lauf.
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Foto: GEPAQuälen bis zum Schluss: Mit der schnellsten Schlussrunde zeigte Dominik Landertinger einmal mehr seine großen Kämpfer-Qualitäten.
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Foto: GEPABei der Siegerehrung am Medal Plaza kannte der Jubel beim ÖSV-Team keine Grenzen.

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