Leitner sensationell Vierter in der Verfolgung 

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Foto: ÖSV/Sonnberger Felix Leitner verpasste am Holmenkollen mit 20 Volltreffern in der Verfolgung nur um wenige Sekunden das Podest. Die Freude war nach seinem besten Weltcupergebnis dennoch riesengroß.

Johannes Thingnes Bö hat nach dem Sprint auch die Verfolgung in Oslo gewonnen und mit seinem 15. Saisonsieg einen neuen Weltcup-Rekord aufgestellt. Der Norweger gewann trotz drei Strafrunden 13,9 Sekunden vor seinem Bruder Tarjei Bö, der nur einen Fehlschuss verzeichnete. Dritter wurde der Deutsche Arnd Peiffer (+18,2 sec./1 Fehler), der sich im Finish gegen ÖSV-Überraschungsmann Felix Leitner (+22,1) durchsetzen konnte, der nach 20 Volltreffern über Rang vier jubeln durfte.

Für Julian Eberhard, den gestrigen Vierten, war die Verfolgung nach knapp fünf Minuten mehr oder weniger gelaufen. Vier Strafrunden bei ersten Serie spülten den Saalfeldener auf Rang 36 zurück und begruben frühzeitig alle Hoffnungen auf einen Spitzenplatz. Somit war plötzlich Youngster Felix Leitner der rot-weiss-rote Hoffnungsträger. Der 22-Jährige, Zehnter des gestrigen Sprints, zementierte sich mit zwei fehlerlosen Liegendserien in der Spitzengruppe ein, mit der er auch läuferisch mithalten konnte. Nach fünf weiteren Treffer beim ersten Stehendschießen ging der Tiroler als Dritter in die vorletzte Runde und kam in selbiger Position zur Finalserie. Dort zeigte Leitner erneut Nervenstärke und verließ mit zwanzig Volltreffern auf Position drei liegend den Schießstand. In der letzten Runde lieferte sich der junge Tiroler ein spannendes Podestplatz-Duell mit Arnd Peiffer, welches der deutsche Olympiasieger und Weltmeister für sich entscheiden konnte.

Felix Leitner: „Wahnsinn, ich kann es immer noch nicht fassen. Ich war heute in so einem Flow drinnen … Ich konnte immer mitlaufen und habe versucht die Lücken zu schließen. Beim Schießen habe ich sauber gearbeitet und ist es mir voll aufgegangen. In der letzten Runde ist Arnd bis zum Schluss nicht vorbeigegangen. Zum Schluss hatte ich aber keine Chance gegen ihn, ich bin mit dem vierten Platz aber auch sehr zufrieden. Im Ziel hat er sich bei mir entschuldigt, dass er mich am Ende so stehen lassen hat.“

Julian Eberhard beendete das letzte Verfolgungsrennen der Saison nach insgesamt sechs Strafrunden auf Rang 16, Simon Eder verbesserte sich mit drei Fehlern auf Rang 29. Dominik Landertinger fühlte sich nicht hundertprozentig fit und verzichtete auf einen Start.

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Foto: ÖSV/Gerald SonnbergerFelix Leitner (3.v.r.) bei seiner ersten Flower Ceremony am weltberühmten Holmenkollen.
Hauser nach gelungener Aufholjagd Elfte

Anastasiya Kuzmina lief beim Verfolgungsrennen in Oslo in einer eigenen Liga. Die slowakische Sprintsiegerin traf alle 20 Scheiben und gewann dank schnellster Laufleistung mit einem Riesenvorsprung (1:42,8 Minuten) vor der Deutschen Denise Herrmann, die zweimal in die Strafrunde musste. Rang drei sicherte sich die Schwedin Hanna Öberg (+2:01,1/1 Fehler).

Auch die ÖSV-Läuferinnen Lisa Hauser und Katharina Innerhofer zeigten im letzten Jagdrennen der Saison eine starke Leistung. Hauser arbeitete sich mit nur einer Strafrunde von Rang 26 auf Rang 11 vor. Katharina Innerhofer verbesserte sich trotz drei Fehlern um 12 Plätze und durfte sich im Ziel über Rang 21 und damit ihr bestes Saisonergebnis freuen. Christina Rieder (42.) verpasste die Weltcup-Punkteränge knapp.

Lisa Hauser: „Mit nur einem Fehler bin ich mit meiner Schießleistung voll zufrieden. Auch läuferisch war es in Ordnung, obwohl es auf der Strecke sehr zäh war, weil ich in der zweiten und dritten Runde viel alleine laufen musste. Das kostet bei diesem Gegenwind extrem viel Kraft. Trotzdem war es ein cooles Rennen."

Katharina Innerhofer: „Wenn man in der Loipe keinen zum Mitlaufen hatte, war es aufgrund des Gegenwinds ganz schön brutal. Da hat man auch in den Flachpassagen richtig kämpfen müssen. Mit den drei Fehlern habe ich von der Platzierung her wenig an Boden verloren, wichtig war dann natürlich die fehlerlose Finalserie."

Weiteres WELTCUP-PROGRAMM Oslo (NOR):

Sonntag, 24.03.2019, Massenstart Damen, 13.45 Uhr (mit Hauser)

Sonntag, 24.03.2019, Massenstart Herren, 16.30 Uhr (mit Eberhard, Eder, Leitner)

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