Limbacher schrammt knapp am Sieg vorbei

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Foto: GEPA So eng ging es im Duell um den Sieg zwischen Sandra Näslund (Zweite von links) und Andrea Limbacher (ganz rechts) her.

In einer Millimeter-Entscheidung ist Andrea Limbacher beim zweiten Weltcup-Rennen an diesem Wochenende in Feldberg im Hochschwarzwald (GER) ganz knapp am Sieg vorbeigeschrammt! 

Die Oberösterreicherin lieferte sich im großen Finale mit Sandra Näslund ein dramatisches Duell, das die Schwedin am Ende hauchdünn im Fotofinish für sich entschied. Selbst am Zielfoto war nur schwer auszumachen, wer am Ende die Fingerspitzen vorne hatte. Trotz des knapp verpassten Erfolgs überwog bei Limbacher die Freude über Rang zwei, schaffte die Weltmeisterin 2015 doch damit erstmals nach fast drei Jahren wieder den Sprung auf ein Weltcup-Podest. Zuletzt stand die 29-Jährige am 28. Februar 2016 als Siegerin der Olympia-Generalprobe im Bokwang Phoenix Park (KOR) auf dem Podium. Dritte wurde die Kanadierin Brittany Phelan vor ihrer Landsfrau Kelsey Serwa.

Bei den Herren fuhr Robert Winkler mit Platz vier hinter dem Franzosen Jean Frederic Chapuis sowie den beiden Schweizern Romain Detraz und Ryan Regez sein bestes Weltcup-Resultat heraus. Für den Steirer wäre sogar noch mehr möglich gewesen, hätte er im großen Finale in der Negativkurve nicht den Skistock von Regez zwischen die Beine bekommen und deshalb viel Tempo verloren. Johannes Aujesky wurde als Vierter des kleinen Finales und Gesamt-Achter zweitbester Österreicher. Adam Kappacher (9.), Sandro Siebenhofer (10.), Christoph Wahrstötter (11.) und Daniel Traxler (25.) rundeten das starke mannschaftliche ÖSV-Ergebnis ab.

"Es war ein langer und harter Weg zurück auf das Stockerl, daher tut es sehr gut, wieder da oben zu stehen. Nach dem gestrigen Aus im Viertelfinale war ich sehr enttäuscht, weil ich meine gute Form einfach nicht in den Rennen umsetzen konnte. Ich bin mit dem Ziel in diese Saison gegangen, wieder auf das Podest zu fahren, aber bis heute wollte es einfach nicht sein. Vielleicht hätte ich das Fotofinish gewonnen, wenn ich die Hand weiter nach oben gestreckt hätte. Aber ich ärgere mich heute nicht darüber, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hat, sondern freue mich über meine Leistung", sagte Andrea Limbacher.

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Foto: FISDas Zielfoto als Beweis: Sandra Näslund hatte die Fingerspitzen ganz knapp vorne. Andrea Limbacher freute sich aber auch über Rang zwei.

Robert Winkler, der durchwegs gute Starts hinlegte, zog ein zwiespältiges Resümee: "Ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf dieses Rennen zurück. Einerseits freue ich mich über mein bestes Weltcup-Resultat, andererseits wäre noch mehr möglich gewesen, wenn ich im großen Finale nicht den Stock von Ryan Regez zwischen die Beine bekommen hätte. Dadurch habe ich den kompletten Schwung verloren und konnte auf der Zielgeraden auch nicht mehr attackieren", meinte Robert Winkler.

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Foto: GEPARobert Winkler (rotes Trikot) fuhr in Feldberg mit Platz vier sein bestes Weltcup-Resultat heraus.

Der Skicross-Tross übersiedelt nun ins russische Sunny-Valley-Resort in Miass, wo am kommenden Wochenende ebenfalls zwei Weltcup-Entscheidungen auf dem Programm stehen.

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