Luca Hämmerle holt sein bestes Weltcup-Resultat

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Foto: ÖSV Luca Hämmerle (rotes Trikot) freute sich über sein bestes Weltcup-Resultat. Hanno Douschan (blaues Trikot) überstand einen Sturz zum Glück glimpflich.

Mit Platz sieben stellte Luca Hämmerle am Samstag beim zweiten Snowboardcross-Weltcup-Rennen in Cervinia (ITA) sein großes Talent unter Beweis!

Der 22-jährige Vorarlberger Luca Hämmerle ließ bei seinem Sieg im kleinen Finale dank einer taktischen Meisterleistung SBX-Größen wie Nick Baumgartner (USA), Omar Visintin (ITA), Kevin Hill (CAN), seinen ÖSV-Teamkollegen Hanno Douschan sowie Lucas Eguibar (ESP) hinter sich und durfte sich über sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis freuen. Der Vortagesdritte Douschan sorgte im Halbfinale für eine Schrecksekunde, als er in einer Kurvenausfahrt zu nahe an ein Fangnetz geriet und spektakulär stürzte. Zum Glück überstand der Kärntner diesen Crash unverletzt und wurde am Ende als Elfter zweitbester Österreicher. Der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner (13.), der Wiener Lukas Pachner (15.) und der Vorarlberger Alessandro Hämmerle (21.) erreichten in einem Rennen, in dem starke Sturmböen immer wieder für Unterbrechungen sorgten, jeweils das Viertelfinale.

"Wer heute einen Heat angeführt hat, war wegen des Windes meist in keiner allzu guten Position. Ich habe den Windschatten auch einige Male ausgenützt, um ein paar gut überlegte Überholmanöver anbringen zu können. Dass mir heute eine so starke Leistung gelungen ist, taugt mir brutal", freute sich Luca Hämmerle. Hanno Douschan war in erster Linie froh, bei seinem Sturz im Halbfinale glimpflich davongekommen zu sein. "Zum Glück ist meine Schulter, die schon öfters lädiert war, heil geblieben. Fahrerisch war das heute erneut eine sehr gute Vorstellung von mir. Ich glaube, ohne Sturz hätte ich wieder in das große Finale fahren und dort auch um die Podestplätze kämpfen können. Die beiden Rennen hier haben meinem Selbstvertrauen sehr gut getan", sagte Hanno Douschan.

Die junge ÖSV-Garde mit dem Niederösterreicher Jakob Dusek (31.), dem Oberösterreicher Andreas Kroh (38.), dem Steirer David Pickl (43.), dem Tiroler Nathanael Mahler (70.), dem Burgenländer Sebastian Jud (71.) und dem Niederösterreicher Marco Dornhofer (72.) verpasste den Sprung unter die Top 30. Der Sieg ging an den Italiener Emanuel Perathoner vor dem US-Boy Jake Vedder und dem Deutschen Martin Nörl, der das erste Rennen am Freitag gewonnen hatte.

Pia Zerkhold, die einzige Österreicherin im Teilnehmerfeld der Damen, landete auf Platz 30. Es siegte die Tschechin Eva Samkova vor der US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis und der Italienerin Michela Moioli. Damit drehte Samkova das gestrige Ergebnis um, als sie hinter Jacobellis Zweite geworden war. Aufgrund der starken Windböen hatte man am Samstag auf eine Qualifikation verzichtet und startete bei den Herren den Bewerb mit dem Sechzehntel- und bei den Damen mit dem Achtelfinale.

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