Mayer holt Bronze in der Abfahrt

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Foto: GEPA Matthias Mayer raste auch bei seinen dritten Olympischen Spielen zu einer Medaille.

Matthias Mayer hat bei der ersten Entscheidung der Alpinen in Peking eine Medaille gewonnen. Der 31-jährige Kärntner landete in einem echten Abfahrts-Krimi hinter dem Schweizer Beat Feuz und dem Franzosen Johan Clarey (+0,10 sec.) auf Rang drei. Auf seine dritte Goldmedaille fehlten Mayer lediglich 16 Hundertstelsekunden.

"Es war eine super Fahrt und ist ein großartiges Ergebnis. Ich möchte Beat zum Olympiasieg und Johan zur Silbermedaille gratulieren. Oben habe ich leider zu viel Zeit verloren, aber ich bin sehr zufrieden mit Platz drei, es fühlt sich toll an." (Matthias Mayer)

Warum Mayer immer bei Olympischen Spielen abliefert, kann er sich selbst nicht erklären. „Ich habe schon versucht, auf dieses Rennen hinzutimen. Das Material war sehr gut abgestimmt, die Linie hat gepasst. Es war eine gute Entscheidung, das Rennen von gestern auf heute zu legen. Es war ein faires Rennen.“

Mit Vincent Kriechmayr, der mit Startnummer 1 auf Rang acht landete, und Max Franz (9.) schafften es zwei weitere Österreicher in die Top-Ten, für Daniel Hemetsberger reichte es nach verpatzter Fahrt nur für Rang 21.

Ergebnis Abfahrt Herren

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Foto: GEPAMit Startnummer 9 sorgte Matthias Mayer für die zwischenzeitliche Bestzeit. Am Ende durfte sich der Kärntner über Bronze freuen.

„Die Nummer war heute nicht entscheidend, es war kein Wind, daher war es kein Vor- und kein Nachteil. Natürlich hab ich mir eine Medaille vorgenommen“, bilanzierte Vincent Kriechmayr. „Im Mittelteil hätte ich es schneller eingeschätzt, da war es nicht perfekt. Wenn man hier nicht perfekt runterfährt, kann man keine Medaille holen.“

Enttäuscht zeigte sich auch Max Franz: „Im unteren Teil bin ich nicht gut reingekommen, hab zuviel Luft gekriegt. Das brauchst dort nicht“, so der Kärntner. „Ich habe einfach nicht den Zug mitgenommen, wie ich es hier schon gemacht habe. Ich musste mich durchschummeln. Es ist leider nicht so schön rund wie im Training gegangen. Schade, aber so ist es halt.“

Nicht ins Medaillen-Geschehen eingreifen konnte Daniel Hemetsberger: „Es war eine verkorkste Partie. Mir hat es oben gleich den Ski verdreht und dann habe ich gerade noch das Tor erwischt. Dann hat es mir den Stecken zum Glück gegen die Nase und nicht in die Zähne gehaut. Aber das kann passieren. Ich war nicht übertrieben nervös, angespannt ja, aber nicht nervös."

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Foto: GEPASILBER: Johan Clarey (FRA), GOLD: Beat Feuz (SUI), BRONZE: Matthias Mayer (AUT)

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