Millauer peilt im WM-Slopestyle Top-Platzierung an

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Foto: GEPA Der Oberösterreicher Clemens Millauer hat im WM-Slopestyle in Park City einen Finalplatz im Visier.

Nachdem die ÖSV-Snowboardcrosser und -Raceboarder bereits die Heimreise von der Weltmeisterschaft in Park City angetreten haben, hält bei den Snowboard-Titelkämpfen im US-Bundesstaat Utah nun einzig Freestyler Clemens Millauer die rot-weiß-roten Farben hoch.

Auch deshalb, weil seine Freundin und Teamkollegin Anna Gasser wegen einer Knöchelverletzung auf einen WM-Start verzichten musste und stattdessen in der Heimat intensiv an ihrem Comeback arbeitet. Nachdem der 24-jährige Oberösterreicher durch die witterungsbedingte Streichung des Big Airs aus dem WM-Programm um eine Medaillenchance gebracht wurde, peilt er nun im abschließenden Slopestyle-Bewerb am Sonntag eine Top-Platzierung an: "Ein Platz im Finale der Top Ten wäre eine Super-Sache. Im Slopestyle kann immer viel passieren. Man muss sehr konzentriert sein, damit man von oben bis unten alles sauber landet. Denn einmal zu früh von einem Rail runter oder einmal die Hand im Schnee bei einem Kicker, und alles schaut sehr schnell ganz anders aus", weiß Clemens Millauer, dass der Slopestyle nicht den geringsten Fehler verzeiht.

Aus den beiden Qualifikations-Heats am Samstag steigen jeweils drei Rider direkt in das Zehnerfinale auf. Die jeweils Viert- bis Achtplatzierten fahren in dem ebenfalls noch am Samstag stattfindenden Semifinale noch vier weitere Finalplätze aus. "Die direkte Qualifikation für das Finale wäre natürlich ideal, aber wenn ich es erst über das Semifinale schaffen sollte, würde ich mich auch nicht beschweren", meinte Millauer, der am Donnerstag das erste Training auf dem WM-Kurs bestritt.

"Das Training war eine ziemliche Herausforderung, weil durch die tiefen Temperaturen der Schnee vor allem zu Beginn sehr stumpf gewesen ist und ich deshalb auch mit dem Speed so meine Probleme hatte. Zuerst war ich auf den Rails sehr technisch unterwegs. Das habe ich aber umstellen müssen, um mit einer höheren Geschwindigkeit auf den ersten Kicker hinzukommen. Denn wenn du dort schon zu langsam bist, dann zieht sich dieses Problem bis unten durch", präzisierte Millauer.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig sei der Umstand, sich gänzlich ohne Teamkollegen auf die WM-Entscheidung einzustimmen. "Es ist sehr cool, gemeinsam zu trainieren und Contests zu bestreiten. Mit Anna fahre ich natürlich besonders gerne. Aber die Situation ist nun einmal so. Jetzt gilt es, das Beste daraus zu machen", ergänzte Millauer, der in Park City von ÖSV-Freestyle-Headcoach Christian Scheidl und Co-Trainer Thomas Rittmannsberger auf den WM-Slopestyle vorbereitet wird.

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