Nur Stefan Kraft im Finale

20181216 Engelberg Stefan Kraft
Foto: GEPA Einmal mehr war Stefan Kraft am Ende bester Österreicher im Weltcup.

So positiv der Samstagsbewerb im Schweizer Engelberg verlaufen war, so negativ fiel das Ergebnis beim Weltcup am Sonntag aus. Nur Stefan Kraft sprang in den Finaldurchgang. Cheftrainer Felder: "Wir sind noch nicht stabil genug."

Der zweite Bewerb beim Weltcup in Engelberg in der Schweiz ist für Österreichs Skispringer nicht nach Wunsch verlaufen. Nachdem Daniel Huber am Vortag einen dritten Platz belegt hat, ist er diesmal bereits an der Qualifikation für den Hauptbewerb gescheitert. Bei regnerischen Bedingungen konnte das ÖSV-Team von Cheftrainer Andreas Felder nicht an die gute Mannschaftsleistung vom Samstag (drei Athleten in den Top Ten) anschließen. Stefan Kraft schaffte als Einziger den Sprung in den zweiten Durchgang und landete auf dem zwölften Platz.

Ergebnis Engelberg I 16.12.2018

Tournee-Kader noch nicht fixiert

Das ÖSV-Team soll nun zwei Tage regenerieren, bevor man ab Mittwoch einen weiteren Trainingskurs in Innsbruck und Seefeld absolvieren wird. Nach dem heutigen Bewerb hat Cheftrainer Andreas Felder nur Stefan Kraft, Daniel Huber und Michael Hayböck für die bevorstehende Vierschanzentournee nominiert. Manuel Fettner, Clemens Aigner, Philipp Aschenwald und Markus Schiffner, die in Engelberg im Weltcup am Start gewesen sind, sollen nach Weihnachten erneut Richtung Engelberg reisen, um am dortigen Continental Cup (27./28.12.) teilzunehmen - und dabei eine interne Qualifikation um die drei offenen Tournee-Plätze auszutragen. Das Team für den Continental Cup soll außerdem durch zwei weitere Athleten komplettiert werden, die ebenfalls ihre Chance in der internen Qualifikation erhalten. Welche dies sein werden, wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Zuletzt haben Ulrich Wohlgenannt und Thomas Hofer im "B-Weltcup" aufgezeigt. 

Cheftrainer Andreas Felder: "Wir haben an diesem Wochenende gesehen, dass wir an einem Tag ganz vorne mitspringen, aber am nächsten Tag auch gleich wieder auf der Nase landen können. Das zeigt, dass wir noch nicht stabil genug sind. Die Bedingungen waren heute ganz anders als am Vortag und mit der langsamen Spur sind wir überhaupt nicht zurecht gekommen. Wir werden jetzt weiter jede Chance auf Trainingssprünge nützen. Bisher haben sich nur drei Athleten für die Tournee mit Top-Ten-Ergebnissen empfohlen, alle anderen werden eine interne Qualifikation austragen."

Iraschko-Stolz verpasst Podest haarscharf

Nachdem Daniela Iraschko-Stolz am Samstag in Premanon in Frankreich nach der Gewichtskontrolle im ersten Durchgang disqualifiziert worden war, hat sich Österreichs Aushängeschild im Damen-Skispringen am Sonntag mit einer soliden Leistung zurückgemeldet. Iraschko-Stolz wurde Fünfte - und das nur 0,2 Punkte hinter den Podestplätzen. Nach dem ersten Durchgang war Iraschko-Stolz auf Platz drei gelegen. Der Sieg ging erneut an die Deutsche Katharina Althaus vor Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen und Sara Takanashi aus Japan. Mit Eva Pinkelnig (12.), Jaqueline Seifriedsberger (17.), Chiara Hölzl (22.) und Lisa Eder (30.) landeten noch vier weitere ÖSV-Athletinnen in den Punkterängen.

Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer: "Ich bin heute mit der Benotung der Punkterichter nicht einverstanden, möchte aber auch keine Ausreden suchen. Es war vorne auf jeden Fall sehr knapp. Wir verlassen Premanon mit gemischten Gefühlen. Dass Daniela gestern disqualifiziert worden ist, war bitter. Aber sie hat heute wieder nahtlos an ihre gute Form angeschlossen. Ansonsten hatten wir an beiden Tagen fünf von sechs Athletinnen im Finale dabei, das ist positiv. Wir werden die nächten Tage mit Training in Seefeld verbringen. Nach dem Jahreswechsel planen wir einen weiteren Trainingskurs in Planica, bevor es in Japan mit dem Weltcup weitergeht."

Ergebnis Premanon I 16.12.2018

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